IGS Lilienthal

IGS gerät in Bewegung

Die IGS Lilienthal hat vom Kultusminister ein Siegel erhalten. Seit Freitag darf sie sich Sportfreundliche Schule nennen. Dabei half vor allem die Zusammenarbeit mit Sportvereinen der Region.
08.11.2019, 19:27
Lesedauer: 2 Min
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IGS gerät in Bewegung
Von André Fesser
IGS gerät in Bewegung

Schulleiterin Karina Kögel-Renken (links) mit Brigitte Schäfer und Susan Kletzin.

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Lilienthal. Als Umweltschule darf sich die IGS Lilienthal schon bezeichnen, und auch für ihre Arbeit im Rahmen der Berufsorientierung wurde sie zertifiziert. Seit Freitag trägt die IGS nun auch noch das Siegel „Sportfreundliche Schule“, das der Kultusminister an Bildungseinrichtungen vergibt, die einen Kriterienkatalog erfüllen. Im Rahmen ihres schulinternen Herbstfestes nahm die IGS die Auszeichnung am Nachmittag entgegen.

Die Sportfreundlichen Schulen sind Teil eines Konzepts, das das Kultusministerium und der Landessportbund 2003 mit dem Ziel vereinbart hatten, das Land Niedersachsen zu einem Spitzensportstandort zu machen. Das Konzept beinhaltet die Zusammenarbeit in Form von Eliteschulen und sogenannten Partnerschulen des Leistungssports, um die Grundlage zu schaffen, Toptalente zu fördern. Als dritte Säule sollen Schülerinnen und Schüler über die Sportfreundlichen Schulen die Vielfalt des Sports kennenlernen, mit den Grundlagen gesunder Ernährung vertraut gemacht werden und von der Kooperation der Schulen mit Vereinen profitieren.

Die IGS Lilienthal ist innerhalb der Regionalabteilung Lüneburg der Landesschulbehörde, die von Lüchow-Dannenberg bis Cuxhaven und von Celle bis Verden reicht, die 105. Schule, die in den vergangenen elf Jahren dieses Zertifikat erhalten hat. Im Landkreis Osterholz tragen es derzeit noch drei weitere Schulen, darunter die Schule Moormannskamp in Ritterhude und die KGS in Schwanewede, im Landkreis Rotenburg sind es elf Bildungseinrichtungen.

Die Verantwortlichen der IGS in Lilienthal, die neben dem Schulgebäude in Lilienthal auch noch eines in Grasberg unterhält, waren angesichts der Würdigung ihrer Arbeit sichtlich stolz: „Das ist ein großer Tag in unserer Schulgeschichte“, verkündete Schulleiterin Karina Kögel-Renken vor der Schülerschaft. Und Brigitte Schäfer, Fachbereichsleiterin Sport und Ganztag, bemerkte am Rande der Verleihung, dass die Auszeichnung vor allem deshalb so schön sei, weil sich die IGS immer noch im Aufbau befindet. Sie war bekanntlich erst vor einigen Jahren gegründet worden, 2018 hatten die ersten Schülerinnen und Schüler an der IGS ihren Abschluss gemacht. In eineinhalb Jahren wird an der Schule erstmals ein Abiturzeugnis vergeben werden.

Laut der Leitenden Regierungsdirektorin Susan Kletzin, die aus Lüneburg nach Lilienthal gereist war, um die Auszeichnung zu überreichen, will das Kultusministerium mit der Ausschreibung für das Zertifikat erreichen, dass die Schulen Kooperationen eingehen und auf diese Weise die Angebotsvielfalt erweitern. Diese Vielfalt bedeutet an der IGS in erster Linie die Zusammenarbeit mit Sportvereinen der Region. Mit im Boot sind zum Beispiel die TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf, der TV Falkenberg, der Alpenverein Bremen, der Golfclub Lilienthal, aber auch der Kreissportbund und der SV Werder. Sie helfen mit ihren Kenntnissen in den Bereichen Fußball, Turnen, Zumba oder Golf. Demnächst soll es auch eine Zusammenarbeit im Tennis und beim Reiten geben.

Diese Expertise in den Vereinen sei von großem Wert, betont Brigitte Schäfer, der die Aufgabe zukam, die Bewerbung für das Zertifikat auszuarbeiten. Denn die externen Trainer seien aufgrund ihrer Fähigkeiten in ihren Disziplinen in der Lage, die einzelnen Sportelemente im Sportunterricht viel intensiver zu begleiten, als es den Sportlehrerinnen und -lehrern möglich sei. „Wir empfinden das als ganz große Bereicherung für unsere Schule.“

Als weitere Elemente hat die IGS ihre Beteiligung an Jugend trainiert für Olympia, sportorientierte Arbeitsgemeinschaften im Rahmen des Ganztagsunterrichts, eine aktive Pausengestaltung und auch das Fach Sport als Teil der Abiturprüfung im Angebot. Das Zertifikat wird den Schulen für jeweils drei Jahre verliehen. Sollte eine Schule den Weg weitergehen wollen, müsste sie sich erneut für die Auszeichnung bewerben.

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