Ersatz nach Verkehrswacht-Aus

Initiative plant Verkehrstraining für Lilienthaler Schüler

Die Initiative Mobilität will dafür sorgen, dass die Grundschüler in Lilienthal weiterhin an einem Verkehrstraining teilnehmen können. Sie engagiert sich, weil die Verkehrswacht ihre Auflösung beschlossen hat.
07.12.2020, 19:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Lutz Rode
Initiative plant Verkehrstraining für Lilienthaler Schüler

Der Landkreis Osterholz stattet die Grundschulen im Kreisgebiet mit Materialien zur Verkehrserziehung aus. Vielleicht kann darauf auch die Initiative Mobilität in Lilienthal zurückgreifen, die sich verstärkt um das Thema Verkehrserziehung kümmern will, nachdem die örtliche Verkehrswacht ihre Auflösung beschlossen hat.

LANDKREIS OSTERHOLZ

Lilienthal. Die Nachricht von der raschen Auflösung der Lilienthaler Verkehrswacht wird von der Initiative Mobilität bedauert. Aktionen zur Verkehrserziehung wollte sie im kommenden Jahr ohnehin mit organisieren, doch nun will sie die Planungen dafür unmittelbar starten. Das Ziel: Für die 4. Klassen in Lilienthal soll zeitnah ein Ersatz für das Verkehrstraining angeboten werden, das die Verkehrswacht jahrzehntelang organisiert hatte. Dafür sind weitere ehrenamtliche Helfer und auch Materialien wie Westen, Verkehrsschilder und Hütchen - am besten leihweise - sowie Möglichkeiten zur Lagerung nötig.

Über das Netzwerk der Freiwilligenagentur Lilienthal soll versucht werden, Mitstreiter zu gewinnen. Kontakte will die Initiative zu den Schulen, der Verkehrswacht in der weiteren Umgebung, zum Netzwerk Movidu aus der Region Hannover, zum ADFC und der kommunalen Jugendarbeit knüpfen. Alles im Alleingang zu machen, wird die Initiative nicht schaffen – auch deren Ressourcen sind begrenzt, besteht sie doch im Wesentlichen aus zwei Leuten – der Lilienthalerin Mara Jekosch und dem Ratsherren Ingo Wendelken. Beide sind angetreten, um das Thema Verkehr mit all seinen Facetten im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche auch in Lilienthal präsent zu machen. So haben sie sich auch der „Mission Zero“ angeschlossen, die das Ziel verfolgt, die Zahl der Verkehrstoten auf Null zu bringen.

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Damit Kinder lernen, sich im Straßenverkehr zurechtzufinden und den Schulweg sicher zu meistern, kann laut Initiative als theoretische Vorbereitung auch die kostenlose App Anton zum Einsatz kommen, die bereits in Schulen vielfach genutzt werde. Sie enthält auch zwei Programme „Fit für die Fahrradprüfung“. Mara Jekosch: „Die App habe ich bereits ausprobiert. Das ist eine tolle Unterstützung: Digitales Lernen trifft auf notwendiges Wissen für den Straßenverkehr.“

Darüber hinaus plant die Initiative, im kommenden Sommerferienprogramm und bei der Europäischen Mobilitätswoche ein Fahrtraining anzubieten.

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