Baudienste-Ausschuss in Lilienthal

Klostermoor-Pläne auf der Zielgeraden

Der Ausschuss für Baudienste hat sich auf seiner jüngsten Sitzung mit mehreren Bebauungsplänen in Lilienthal befasst. Es ging unter anderem um Klostermoor, die Bergstraße und die Tornéestraße.
07.10.2020, 21:43
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Von Lutz Rode
Klostermoor-Pläne auf der Zielgeraden

Die Richtfeste sind noch in weiter Ferne. In Lilienthal könnten die Bautätigkeiten in absehbarer Zeit aber wieder zunehmen.

Björn Hake

Lilienthal. Im Lilienthaler Ortsteil Klostermoor sollen an verschiedenen Stellen insgesamt rund 50 zusätzliche Bauplätze ausgewiesen werden. Vor zwei Jahren haben die Planungen für die Änderung des dort geltenden Bebauungsplans begonnen, nun ist die Zielgerade erreicht. Die Mehrheit der Politiker im Aussschuss für Baudienste ist mit dem vom Planungsbüro vorgestellten Entwurf so weit einverstanden, dass die Planungen noch im Dezember die letzte Hürde im Gemeinderat nehmen sollen. Nur Linken-Ratsherr Reinhard Seekamp ist mit einer zusätzlichen Bebauung nicht einverstanden. Er hat den weiteren Bedarf an Kita-Plätzen und die Auslastung der Grundschule Trupermoor im Blick und will die ohnehin schwierige Lage nicht noch weiter befeuern.

Die für die Bebauung vorgesehenen Grundstücke liegen quer verteilt in Klostermoor: Die größte Fläche zweigt von der 1. Landwehr ab und liegt zwischen dem Heideweg und der Straße Im Dorfe. Über eine neue Stichstraße sollen die Grundstücke erschlossen werden. Im anderen Fall liegen die vorgesehenen Bauflächen nahe dem Hinkenweg und im rückwärtigen Bereich der Straße Am Saatmoor. Der Entwurf ist zuletzt öffentlich ausgelegt worden, und die Ausschuss-Mehrheit ist einverstanden, mit den eingegangenen Stellungnahmen so zu verfahren, wie es das Planungsbüro Sweco vorgeschlagen hat. Die Linke lehnte den Entwurf ab, die Grünen-Fraktion enthielt sich. „Der Einzugsbereich der Grundschule Trupermoor bereitet mir allerdings Kopfschmerzen“, sagte Grünen-Ratsfrau Christina Klene.

Während das Verfahren in Klostermoor vor dem Abschluss steht, sollen andere Baugebietsplanungen beerdigt werden. Der Ausschuss hat sich dafür ausgesprochen, die Bauleitplanungen im Bereich der Bergstraße in Seebergen zu beenden. Zwei der drei Antragsteller haben einen Rückzieher gemacht, zudem ist inzwischen auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein neues Baugebiet entstanden, sodass die Kapazitäten für die Eigenentwicklung ausgeschöpft worden seien, sagte Fachbereichsleiter Stephen Riemenschneider. Der verbliebene Eigentümer der Weiden hatte bis zuletzt darauf gedrängt, dass die wegen eines Rechtsstreits auf Eis liegenden Planungen von der Gemeinde vorangetrieben werden. Nun stehen sie vor dem Aus.

Stillstand gibt es derzeit auch beim Bebauungsplan Timkenweg, der auf Antrag eines Investors geändert werden soll, damit auf dem ehemaligen Parkplatz der Gaststätte „Zur Wörpe“ ein Mehrparteienhaus errichtet werden kann. Dem Bauträger gehört auch die frühere Gaststätte schräg gegenüber, in der sich nun nach einem umfassenden Umbau Wohnungen und ein aus der Garage entstandenes Wohnhaus befinden. Zuletzt hatte es Ärger gegeben, nachdem vom Eigentümer der über sein Grundstück verlaufende Verbindungsweg zwischen Mühlendeich und der Straße Beim Spieker abgesperrt wurde. Eigentlich sollte im Ausschuss über die anstehende Änderung des Bebauungsplans gesprochen werden, doch der Punkt wurde kurzfristig wieder von der Tagesordnung gestrichen. Begründung: Die Gemeinde führt aktuell noch Gespräche mit dem Eigentümer. Es geht um die Frage, unter welchen Bedingungen der Weg doch wieder für die Öffentlichkeit frei gegeben werden kann.

Die umstrittene Änderung des Bebauungsplanes Torneéstraße, die der Firma Poliboy den Neubau einer Lagerhalle ermöglichen soll, soll nach der Empfehlung des Ausschusses erneut öffentlich ausgelegt werden. Die Zufahrt musste vergrößert werden, nachdem sich herausgestellt hatte, dass der zugedachte Platz nicht ausreichen wird, damit zwei Lastwagen-Gespanne gleichzeitig die Laderampen erreichen und wieder wegfahren können. Der Makel, auf den ein Anwohner aufmerksam gemacht hatte, ist nun behoben. Es gibt nun eine breitere Zufahrt, auf eine zweite zunächst angedachte Einfahrt wird verzichtet. Die Änderungen bringen auch mit sich, dass die Anpflanzung auf dem Grundstück nun anders angeordnet wird als zunächst geplant.

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