Förderprogramm „Stadt und Land“ Lilienthaler wollen Geld vom Bund für besseres Radwegenetz

Das Bunbdesprogramm „Stadt und Land“ verspricht unbürokratische und schnelle Förderungen für ein besseres Radwegenetz. Die Initiative Mobilität fordert die Gemeinde Lilienthal auf, dafür Anträge zu stellen.
07.02.2021, 20:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Lutz Rode

Für Städte und Gemeinden gibt es seit Kurzem die Möglichkeit, Finanzhilfen vom Bund zu erhalten, um damit das Radwegenetz vor Ort zu verbessern oder die Infrastruktur für andere Radverkehrsprojekte zu bezahlen. „Stadt und Land“ hat das Bundesverkehrsministerium dieses Sonderprogramm genannt, für das bis 2023 bis zu 660 Millionen Euro bereitstehen.

Die Chance, aus diesem Etat für Projekte in diesem Jahr bis zu 80 Prozent der Kosten zu erhalten, sollte sich die Gemeinde Lilienthal nicht entgehen lassen, findet die örtliche Initiative Mobilität. In einem Brief an Bürgermeister Kristian Tangermann setzen sich die Initiatoren Mara Jekosch und Ingo Wendelken dafür ein, keine Zeit zu verlieren und noch im Frühjahr die ersten Fördergelder zu beantragen.

Zu allererst geht es um das Geh- und Radwegekonzept, das in diesem Jahr erstellt werden soll. Förderanträge sollten nach Ansicht der Initiative auch für die Anschaffung von Fahrradbügeln oder für die Entschärfung gefährlicher Knotenpunkte wie am Jan-Reiners-Weg in Höhe der Falkenberger Landstraße genutzt werden. Eindeutige Radwege-Beschilderungen oder dringende Reparaturen an Geh- und Radwegen ließen sich ebenfalls mithilfe der Bundesmittel bezahlen. Vorschläge aus dem Geh- und Radwegekonzept könnten auch zu einem späteren Zeitpunkt noch aufgegriffen werden. Eine mehrfache Antragstellung sei möglich, hat die Initiative nach Rücksprache mit dem Land Niedersachsen erfahren. Auf Landesebene werden die Anträge gesammelt. Der Bund verspricht, dass die Unterstützung schnell und unbürokratisch erfolgen soll.

Dass der Lilienthaler Gemeinderat für das Geh- und Radwegekonzept bereits 30.000 Euro bewilligt hat und für die Umsetzung erster Maßnahmen ein Budget von nochmals 20.000 Euro in diesem Jahr bereit hält, stellt für die Antragstellung kein Hindernis dar. „Die bereits genehmigten Mittel im Haushalt 2021 können als Eigenanteil genutzt werden“, teilen Jekosch und Wendelken dem Bürgermeister mit. Das gilt dann auch für die 5000 Euro, die im Gemeindehaushalt bereitstehen, um neue Fahrradabstellplätze an verschiedenen Punkten in Lilienthal zu errichten. Ihre Zahl, so der Plan, soll um 16 Stück erweitert werden.

Mit Bürgermeister Tangermann haben die Vertreter der Initiative schon gesprochen. Er habe grundsätzliche Bereitschaft gezeigt, tätig werden zu wollen, berichten sie.

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