Petition zum Mühlendeich Anwohner wollen Durchgang zurück

Anwohner protestieren dagegen, dass ein kleiner privater Verbindungsweg zwischen dem Mühlendeich und der Straße Beim Spieker dicht gemacht wurde. Sie haben jetzt knapp 100 Unterschriften gesammelt.
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Von Lutz Rode

Lilienthal. Anwohner der Straße Am Mühlendeich haben Bürgermeister Kristian Tangermann kürzlich eine Petition überreicht. Knapp hundert Unterschriften sind in der Nachbarschaft gesammelt worden, mit denen sich die Unterzeichner dafür einsetzen, dass der geschlossene Durchgangsweg über das Grundstück der ehemaligen Gaststätte „Zur Wörpe“ wieder geöffnet wird. Laut Gemeindeverwaltung sind Gespräche mit dem heutigen Eigentümer geführt worden. Ein Ergebnis steht noch aus.

Wie berichtet, ist aus der ehemaligen Gaststätte ein Haus mit vier Wohnungen geworden, und auch das frühere Lagergebäude wurde zu einem Wohnhaus umgebaut. Zunächst hatte der Investor gegenüber der Gemeinde zugesichert, dass die Verbindung zwischen dem Mühlendeich und der Straße Beim Spieker über das Privatgrundstück erhalten werden soll. Mitte August standen Fußgänger und Radfahrer dann plötzlich vor einem verschlossenen Zaun. Der Investor zog nach eigener Aussage die Notbremse, weil der Weg zunehmend verdreckt war und wies zudem auf die Verkehrssicherheitspflicht hin: Sollte es auf dem Weg zu einem Unfall kommen, müsse er gerade stehen.

Anwohner wie Veronika Bode wünschen sich den Verbindungsweg als willkommene Abkürzung zwischen dem Deich und dem nahe gelegenen Wohngebiet zurück. Insbesondere ältere Leute, die nicht mehr gut zu Fuß unterwegs seien, hätten den Weg gerne für einen Abstecher zum Deich genutzt. Diese Möglichkeit sei ihnen nun genommen. Ein größerer Umweg sei ihnen nicht zuzumuten, mit der Folge, dass viele nun ganz zu Hause blieben. Auch Schüler müssen einen Umweg in Kauf nehmen, wenn sie zum Schoofmoor unterwegs sind oder von der Schule zurückkommen.

Die Anwohner wissen, dass die Gemeinde über die Nutzung des privaten Grunds nicht bestimmen kann und hoffen darauf, dass doch noch eine Lösung gefunden werden kann, mit der alle gut leben können. Veronika Bode und zwei weitere Mitstreiter sind an drei aufeinanderfolgenden Tagen Mitte November in der Nachbarschaft unterwegs gewesen, um Unterstützer-Unterschriften für ihre Petition zu sammeln. „Die Gemeinde soll wissen, dass wir das nicht einfach so schlucken. Die Nachbarn halten die Schließung des Weges für ein Unding“, sagte sie gegenüber der WÜMME-ZEITUNG.

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