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Nach sechseinhalb Stunden: TC Falkenberg ringt Nordenham nieder

Erfolgreicher Auftakt für den Neuling: In seinem ersten Spiel in der Landesliga bezwang der TC Falkenberg den SV Nordenham mit 4:2.
22.06.2020, 12:00
Lesedauer: 3 Min
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Nach sechseinhalb Stunden: TC Falkenberg ringt Nordenham nieder
Von Dennis Schott
Nach sechseinhalb Stunden: TC Falkenberg ringt Nordenham nieder

Gelungener Saisonauftakt: Marco Ehrich und der TC Falkenberg rangen den SV Nordenham nieder.

Christian Kosak

Falkenberg. Bereits das Spitzenspiel von Patrick Velewald gab einen Vorgeschmack auf das, was da noch kommen sollte. Denn während die übrigen Einzel bereits beendet waren, duellierte sich die Nummer eins des TC Falkenberg noch immer mit seinem Kontrahenten Hendrik Grobrügge. Allein dieses Einzel dauerte über dreieinhalb Stunden. Und auch wenn dem Falkenberger das Happy End bei seiner Drei-Satz-Niederlage verwehrt blieb, so durfte der TC Falkenberg bei seinem Debüt auf Landesligaebene hinterher jubeln. Nach einer Gesamtspielzeit von knapp sechseinhalb Stunden rang das Team um Mannschaftsführer Lennart Riemann den SV Nordenham mit 4:2 nieder.

Nachdem die Nordenhamer bereits zum Liga-Auftakt vor einer Woche nicht in Bestbesetzung angetreten waren, hatten sich die Gastgeber durchaus etwas ausgerechnet. Vor allem auf den Positionen zwei bis vier hatten sie sich Chancen eingeräumt. Und genau so kam es denn auch. Marco Ehrich, Yannick Bastian und Lennart Riemann hielten das, was sich die Falkenberger im Vorfeld versprochen hatten: drei Siege. Sie waren letztlich der Grundstein für diesen Auftakterfolg.

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Was die Leistung von Patrick Velewald in keinster Weise schmälern sollte. Falkenbergs Nummer eins lieferte sich trotz der Niederlage ein Duell „auf sehr hohem Niveau“, wie Kapitän Riemann hinterher festhielt. „Patrick hat viel besser als im Training gespielt“, scherzte Riemann bei der Analyse, um die Leistung seiner Teamkollegen dann doch gebührend zu würdigen. „Es war wirklich ein sehr ansehnliches Spiel. Von beiden. Patrick hat sehr sicher und druckvoll gespielt, aber sein Gegner eben auch“, meinte der Falkenberger. So war klar, dass nur Nuancen den Ausschlag geben sollten. „Im ersten Satz sind Patrick wenig, aber zum Schluss die entscheidenden Fehler unterlaufen“, resümierte Lennart Riemann. Der Falkenberger gab sich jedoch nicht auf und hielt sein Level konstant hoch. Beide Akteure brachten ihre Aufschläge durch, sodass am Ende des zweiten Durchgangs der Tie-Break entscheiden musste. Den sicherte sich der Falkenberger nun hauchzart mit 7:5. Das Match blieb in der Folge weiterhin umkämpft, auch wenn der mit 2:6 verlorene dritte Durchgang dies nicht unbedingt vermuten ließ. Mehr noch: Patrick Velewald führte bereits mit 2:0, und es schien, als hätte er seinen Gegner „nun im Griff“, wie Lennart Riemann beobachtete. Ein Trugschluss, wie sich herausstellen sollte. Nordenhams Grohbrügge gab sich mitnichten geschlagen, agierte sehr druckvoll und holte sich sechs Spiele in Folge, auch, weil dem Falkenberger im finalen Durchgang merklich die Kräfte verließen. „Patrick sollte später eigentlich noch zum Doppel antreten, aber er war einfach zu fertig“, so Riemann. Kurzen Prozess machte dagegen Marco Ehrich an Position zwei. Das Spiel des Falkenbergers war nahezu fehlerfrei, sodass sein Kontrahent Philip Ulrich nach dem 6:0 im ersten Durchgang beim Stand von 3:0 entnervt aufgab. „Marco hat ihm wirklich den Zahn gezogen“, staunte Lennart Riemann nicht schlecht. Yannick Bastian brauchte derweil den ersten Satz, um sich auf seinen Gegner einzustellen. Was auch daran lag, dass sein Gegner Lars Hibbeler Linkshänder war. Nach dem äußerst knapp verlorenen Tie-Break (6:8) war die Partie aber quasi ein Selbstläufer. Viele Vorhandwinner führten zu einem raschen 6:2, 6:1 im zweiten und dritten Satz. Ähnliche Startschwierigkeiten hatte auch Lennart Riemann an Position vier zu überstehen. „Ab dem zweiten Satz habe ich mich aber viel besser bewegt und habe auch kaum Fehler gemacht“, so der TCF-Kapitän.

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Somit führten die Falkenberger mit 3:1, ehe die Doppel begannen. Das Duo Yannick Bastian/Lennart Riemann machte den Sieg dabei schon im ersten Doppel perfekt. Einzig der Beginn gestaltete sich noch ausgeglichen, ehe sich die Falkenberger nach dem 6:3 deutlich absetzten – 6:1. Die Niederlage von Peer Wehking und Marco Ehrich im zweiten Doppel war vor diesem Hintergrund zu verschmerzen, auch wenn sie äußerst knapp ausfiel. „Die beiden hatten beim 5:4 schon zum Satzgewinn aufgeschlagen, haben den ersten Satz dann im Tie-Break aber noch mit 5:7 abgegeben. „Insgesamt ging es hin und her. Es hätte auch ein Sieg herausspringen können“, meinte Riemann zur knappen Niederlage. Aber, wie gesagt: Sie war angesichts des Gesamtsieges leicht zu verschmerzen.

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