Golfsport

Neuer Pro für den GC Lilienthal

Der Einstieg war Corona-bedingt nicht einfach. Aber inzwischen ist Golftrainer Klaus Maag beim GC Lilienthal angekommen - und fühlt sich rundum wohl bei seinem neuen Verein.
29.07.2020, 13:04
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Von Karsten Hollmann
Neuer Pro für den GC Lilienthal

Der neue Golf-Pro Klaus Maag beim Abschlag auf dem Gelände des GC Lilienthal.

Christian Kosak

Lilienthal. Der Einstieg für den neuen Golf-Trainer des GC Lilienthal, Klaus Maag, hätte leichter ausfallen können. Nach der Saure-Gurken-Zeit im Winter hatte der Nachfolger von Alex Groschopp bereits einen vollen Terminkalender für das Frühjahr. „März und April ist die Zeit, in der die Golfer anfangen, sich mit einem Trainer auf die Saison vorzubereiten“, gibt der 51-Jährige zu bedenken. Die Corona-Pandemie machte ihm jedoch einen dicken Strich durch die Rechnung.

„Mittlerweile läuft es aber ganz gut“, versichert der neue Pro. Er fühle sich pudelwohl in seinem neuen Verein. „Die Leute sind hier nicht so abgehoben“, freut sich der Golf-Experte. Er hat auch keinen Anfahrtsweg zur Arbeit, da er schließlich in eine Wohnung im Clubhaus eingezogen ist. Nach einigen Jahren in Einbeck sowie im GC Weserbergland wollte der gebürtige Dortmunder wieder irgendwo arbeiten, wo es nicht so abgeschieden ist. „Sonst ist einfach zu wenig Durchlauf. Deshalb wollte ich wieder stadtnäher arbeiten“, so Maag. Viele Jahre hatte er in Hamburg gearbeitet, wo er auch mit 18 Jahren seine Ausbildung zum Golf-Lehrer begann.

„Ich bin dem Norden deshalb sehr verbunden“, betont Klaus Maag. Seine Anhängerschaft zum Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund wollte er dann aber doch nicht aufgeben. Bereits seit 33 Jahren gehört Klaus Maag nun bereits der internationalen Professional Golfers Association (PGA) an. Ein Handycap hat man als Trainer nicht. „Ein Pro sollte aber in der Lage sein, eine Anlage ungefähr mit Par zu bespielen. Das schaffe ich auch noch“, erklärt der zweifache Vater. Seine Kinder Oskar (9) und Frida (6) würden auch schon häufiger mal fragen, ob sie ein paar Bälle schlagen könnten. Klaus Maag ist in seinen Profijahren schon ganz gut herumgekommen in der Welt. So trat er beispielsweise bereits auf der berühmten Anlage St. Andrews in Schottland an, auf der die British Open absolviert werden. Er kennt zudem zahlreiche Anlagen in den USA, Dubai und Katar. In den USA lernte er die amerikanischen Trainer-Legenden Hank Hany und David Leagbetter kennen. „Von denen habe ich viel gelernt“, schwärmt Maag. Hany war unter anderem Trainer der langjährigen Nummer eins in der Welt, Tiger Woods. Durch seine Trainertätigkeit findet Klaus Maag im Sommer nur selten Zeit, um selbst an Turnieren teilzunehmen. „Meistens spiele ich daher nur ein oder zwei Turniere im Jahr“, teilt der 51-Jährige mit. Dabei errang er aber zum Beispiel auch einmal den Titel bei den schleswig-holsteinischen Golftrainer-Meisterschaften.

Beim GC Lilienthal möchte Klaus Maag auch noch eine Golfschule aufbauen. Während er vor der Corona-Pandemie stets mit bis zu einem Dutzend Golfern gearbeitet hat, so teilt er diese Spieler nun in zwei Gruppen mit maximal sechs Golfern auf. „So können wir die Sicherheitsabstände besser einhalten“, betont der Golf-Lehrer. In Corona-Zeiten sei das Anfassen auch tabu. „Deshalb mache ich mehr selbst vor“, berichtet Maag. An jedem Sonnabend um 13.15 Uhr bietet er Interessierten einen kostenlosen einstündigen Schnupperkurs an. Sein Engagement in Lilienthal ist für eine längere Dauer ausgelegt. Maags Vertrag läuft schließlich über fünf Jahre. In seiner Freizeit spielt er auch gerne mal Tennis. Im vergangenen Jahr ist er zudem auch noch regelmäßig geritten. „Vielleicht suche ich mir hier auch noch eine Reitbeteiligung“, sagt Klaus Maag.

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