1. Fußball-Kreisklasse Osterholz

Nur das Kollektiv zählt beim TSV Worphausen

Den TSV Worphausen hat vor der Saison eigentlich niemand so recht im Hinblick auf den Titelkampf in der 1. Fußball-Kreisklasse Osterholz auf dem Zettel gehabt.
22.11.2019, 18:18
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Von Karsten Hollmann
Nur das Kollektiv zählt beim TSV Worphausen

Steuerte bereits neun Treffer zum derzeitigen Höhenflug des TSV Worphausen bei: Stürmer Lucas Mastmeyer.

Tobias Dohr

Worphausen. Den TSV Worphausen hat vor der Saison eigentlich niemand so recht im Hinblick auf den Titelkampf in der 1. Fußball-Kreisklasse Osterholz auf dem Zettel gehabt. Nach 15 Spielen thront das Team von Neu-Trainer Alexander Pulliam mit 34 Punkten aber überraschend auf Platz eins. „Wir haben eine extrem positive Stimmung in der Mannschaft, die sich sowohl auf als auch neben dem Platz hervorragend versteht“, nannte Pulliam das Erfolgsrezept.

Die Worphauser leben nicht von ihrer individuellen Klasse. „Wir sind vielmehr als Kollektiv erfolgreich“, betonte Pulliam. Der frühere A- und B-Junioren-Coach des SC Borgfeld hatte zuvor für zwei Jahre die zweite TSV-Mannschaft trainiert, ehe er Andreas Sommer auf der Bank der ersten Formation ablöste. Der 32-Jährige wurde nach vier Kreuzbandrissen als aktiver Spieler früh zum Übungsleiter. „Ich wollte im Fußball bleiben“, gab Alexander Pulliam zu bedenken. Dieser holte mit Jörn Böschen, Nico Stelljes sowie Sebastian und Daniel Jaskulka auch vier Akteure aus dem zweiten Team mit hoch. Mit Ausnahme von Daniel Jaskulka, der bis vor Kurzem mit diversen Verletzungen ausgefallen war, trugen die hochgezogenen Spieler auch allesamt zur erfolgreichen Hinrunde bei. Alexander Pulliam lässt einige bereits etablierte Kicker zudem auf anderen Positionen als zuvor auflaufen.

Auch wenn das Kollektiv beim Klassenbesten im Vordergrund steht, so trat dennoch ein Spieler ganz besonders in den Blickpunkt: Torwart Tobias Geisler-Knickmann war ein starker Rückhalt in der Hinserie. Der Erfolg der langjährigen grauen Maus der Liga überrascht umso mehr, da der Klub mit Andrej Ebert zum SV Lilienthal-Falkenberg und Jan-Patrick Behrens zur TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf vor der Spielzeit zwei absolute Führungsspieler abgeben musste. Alexander Pulliam wird vom langjährigen TSV-Spieler Marvin Pein als Co-Trainer unterstützt. Dieser geht allerdings im Januar für ein halbes Jahr nach Australien. Pulliam ist ansonsten wie bereits bei seiner Tätigkeit in der TSV-Reserve Trainer und Manager in Personalunion.

Der selbstständige Versicherungsvertreter erwartet einen harten Kampf um die beiden Aufstiegsplätze in der Rückrunde. „Der SV Grün-Weiß Beckedorf könnte mit zwei Siegen aus den Nachholspielen an uns vorbeiziehen. Auch den TSV Wallhöfen und den VfR Seebergen/Rautendorf schätze ich sehr stark ein“, sagt Pulliam. Der TSV Wallhöfen habe sich auch nur bei der 2:7-Schlappe gegen den Klassenprimus einen richtigen Ausrutscher erlaubt. „Wie das passieren konnte, begreifen die Wallhöfener wahrscheinlich bis heute nicht. Wir aber auch nicht“, erklärte Alexander Pulliam. Seine einzige Schlappe in der Hinrunde kassierte der Achte der Vorsaison bei der 1:3-Pleite beim SV Arminia Freißenbüttel. Aber auch beim 1:0-Sieg über den SV Aschwarden II im abschließenden Hinrundenmatch überzeugte der Erste nicht mehr. „Wenn wir weiter so auftreten, wird es nichts mit dem Aufstieg“, ist Pulliam sicher.

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