Parteitag in Verden

Thorben Freese zieht sich als AfD-Chef zurück

Der AfD-Kreisverband Osterholz-Verden hat einen neuen Vorsitzenden. Christopher Emden aus Oyten löst Thorben Freese aus Schwanewede ab, der nicht wieder kandidiert hatte.
14.10.2020, 16:16
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Thorben Freese zieht sich als AfD-Chef zurück
Von Bernhard Komesker

Landkreis Osterholz. Der AfD-Landtagsabgeordnete Christopher Emden ist neuer Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Osterholz-Verden. Der 43-jährige Oytener löst den ein Jahr älteren Thorben Freese aus Schwanewede ab, der nach fünf Jahren im Vorstand nicht wieder angetreten war. Emden setzte sich seinerseits gegen den ebenfalls aus Oyten stammenden Uwe Wappler durch, gegen den Freese 2017 vergeblich ein Parteiausschlussverfahren angestrengt hatte.

Es sei „eine spannende Wahl mit reger Beteiligung“ gewesen, teilte AfD-Sprecher Sebastian Dahlweg zum Ausgang des jüngsten AfD-Kreisparteitags mit, der mit pandemie-bedingter Verspätung in Verden stattgefunden hatte. Thomas Gutwein aus Schwanewede wurde dort als erster Stellvertreter im Amt bestätigt, Frank Müller aus Achim wurde neuer zweiter stellvertretender Vorsitzender. Neuer Schriftführers ist Hans-Dieter Friedrich aus Lilienthal und neuer Schatzmeisters ist Frank Rosilius aus Verden.

Beisitzer bleiben Susanne Klawitter (Verden) und Sebastian Dahlweg (Achim); neue Beisitzer wurden der bisherige zweite Vize und Wappler-Fürsprecher Jochen Rohrberg (Langwedel) sowie Mayk Sievert (Riede), Rainer Reimers (Oyten) und Jens Marten (Oyten). Die bisherigen Beisitzer Erhard Eggert (Osterholz-Scharmbeck), Niels Gieschen (Hambergen) und Erhard Krupa (Osterholz-Scharmbeck) gehören dem Vorstand nicht mehr an, sodass die neue Führung des AfD-Kreisverbands nun mehrheitlich im Kreis Verden zu Hause ist. Sie wird sich in den kommenden Wochen und Monaten vor allem um die Vorbereitung von Bundestags- und Kommunalwahl 2021 kümmern.

Thorben Freese erklärte gegenüber unserer Zeitung, er wolle nach seinem Rückzug aus dem Landes- und dem Kreisvorstand „andere Prioritäten außerhalb der Politik“ setzen. Mit der Wahl seines Nachfolgers sei er sehr zufrieden. Emden hatte sich kürzlich im Landtag nicht dem Fraktionsaustritt der als gemäßigt geltenden AfDler Dana Guth, Stefan Wirtz und Jens Ahrends angeschlossen. Bis zu seinem Einzug in den Landtag war Emden als Richter in Norden tätig.

Freese sagte, er blicke nicht im Zorn zurück, sondern habe Amt und Mandat stets als Aufgaben auf Zeit verstanden. Die Vorstandsarbeit sei für ihn eine neue, interessante und auch herausfordernde Aufgabe gewesen, so der selbstständige Diplom-Kaufmann. „Natürlich ist in einer so jungen Partei auch vieles in Bewegung; da macht sich irgendwann ein gewisser Verschleiß bemerkbar.“ Belastend seien zudem auch „die Anfeindungen von außen“ und eine vergleichsweise dünne Personaldecke. Freese, im Osterholzer Kreistag seit 2016 Vorsitzender der AfD-Fraktion, ließ auf Nachfrage durchblicken, er werde auch bei der Kommunalwahl 2021 wohl nicht wieder kandidieren.

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