Beitrag zur Umweltbildung Schulen begleiten neue Streuobstallee

In Lilienthal ist jetzt ein Umweltbildungsprojekt gestartet: Um eine neu angelegte Streuobstallee im Bereich Mittelwiese kümmern sich Schüler gemeinsam mit Landwirten, Jägern und Imkern.
22.04.2021, 16:45
Lesedauer: 2 Min
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Von Sabine von der Decken

Lilienthal. Anlässlich des weltweiten Earth-Days haben Lilienthaler Landwirte, Jäger, Imker, Grundschulen und die Integrierte Gesamtschule (IGS) ein Zeichen gesetzt. Parallel zur Blühfläche namens „Feldlerche“ ist in einer Gemeinschaftsaktion eine Streuobstallee aus 15 Obstbäumen angelegt worden, für die die jungen Leute nun die Verantwortung mit übernehmen. Die Bäume befinden sich zwischen Mittelwiese und der Verlängerung der Gutenbergstraße. Alte Obstsorten von Zwetschge, Quitte, Apfel, Kirsche und Birne sind dafür ausgewählt worden. Die vier Jahre alten Obstbäume stammen aus dem Alten Land von dem bekannten Pomolgen Eckhard Brandt.

„Wir wollen Brücken bauen“, sagt Landwirt Claus Tietjen, der die Aktion zur Umweltbildung mit organisiert hat. Ziel sei es, dass sich Kinder und Jugendliche mit Unterstützung von Landwirten, Jägerschaft und Imkern aktiv mit dem Thema Natur und Umweltschutz auseinandersetzen. Sie werden die Entwicklung der Bäume nun langfristig begleiten. Tietjen ist erfreut über das Interesse der Lilienthaler Grundschulen und der IGS. Landwirte, Imker wie auch Jäger hätten das Anliegen, die Natur zu schützen.

Die Auftaktveranstaltung mit Besichtigung der Streuobstallee solle nur der Anfang einer Reihe von Veranstaltungen zu Umweltbildung mit Schülern darstellen, sagte Felix Grütjen, Lehrer an der IGS. Ziel ist es, Schülern einen „Gesellschaftsraum“ anzubieten, in dem Fachbereiche wie Biologie und Chemie den praktischen Bezug zu Umwelt und Umweltschutz herstellen können. „Nachhaltigkeit ist ein großes Thema“, versicherte Julian Below, ebenfalls Lehrer an der IGS Lilienthal.

Die erste Obsternte aber wird sicherlich noch auf sich warten lassen, betonte Landwirt Claus Tietjen. Denn nach der Pflanzung der jungen Obstbäume haben sie einmal einen kräftigen Rückschnitt erhalten. Trotz alledem benötigen die kleinen Bäume ständige Pflege. Um sie ausreichend mit Wasser versorgen zu können, solle noch in diesem Jahr an der Blühfläche ein Brunnen gespült werden, so dass nicht nur die beteiligten Akteure, sondern jeder Spaziergänger oder Hundefreund zum Wachsen und Gedeihen mit einer Kanne Wasser beitragen könne. Das Ganze gelte als Pilotprojekt und solle andere zur Nachahmung anregen, so Tietjen. Dafür sind die Aktiven auf der Suche nach weiteren mutigen Landwirten, die Flächen für Blühprojekte und Streuobstalleen zur Verfügung stellen, vorzugsweise in der Nähe von Schulen. „Vorleben, das ist unser Motto“, sagen Imkerin Alke Zimmermann, Jäger Heiner Meyer und Landwirt Claus Tietjen, die in der Umweltbildung mit gutem Beispiel vorangehen wollen statt mit dem Finger auf andere zu zeigen.

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