Stilllegung von Ackerflächen Nahrungsmittel oder Artenvielfalt?

Landwirte kritisieren die Stilllegung von Ackerflächen und verweisen auf die Lebensmittelknappheit aufgrund des Ukrainekriegs. Ein Abrücken von den Öko-Zielen lehnen Naturschützer aber strikt ab.
05.08.2022, 18:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Irene Niehaus

Lilienthal/Grasberg.  Ackerwildkräuter, Feldvögel und Insekten profitieren von nicht genutzten landwirtschaftlichen Flächen. Diese sogenannten Brachen sollen helfen, die Artenvielfalt zu erhalten. Bestimmte Subventionen bekommen die Bauern deshalb nur, wenn sie eine ihrer Flächen nicht bewirtschaften. Die EU-Kommission hatte eigentlich beschlossen, dass ab 2023 in ganz Europa auf mindestens vier Prozent des Ackerlands nichts mehr wachsen soll. Daran müssen sich auch die Landwirte hierzulande halten. Nun will Brüssel die Umweltauflagen einstweilen wieder lockern. Wegen des Ukrainekriegs und globaler Lebensmittelengpässe schlägt die EU-Kommission vor, die Pflicht zur Stilllegung für ein Jahr auszusetzen. Dagegen stemmt sich Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) und verweist auf Klima- und Artenkrise, die nicht wegen des Krieges in der Ukraine pausierten. In den kommenden Wochen soll in Deutschland über die Umsetzbarkeit der Ausnahmeregelungen auf Fachebene weiter diskutiert werden.

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