Fußball-Bezirksliga Lüneburg

SV Lilienthal-Falkenberg auf einem Abstiegsplatz

Nun steckt der Karren ganz tief im Dreck. Nach der klaren 0:4-Pleite gegen den MTV Riede ist der SV Lilienthal-Falkenberg auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht.
12.05.2019, 20:36
Lesedauer: 2 Min
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SV Lilienthal-Falkenberg auf einem Abstiegsplatz
Von Dennis Schott

Lilienthal. Den Willen wollte Pascal Klinckradt seiner Mannschaft nicht absprechen. Der SV Lilienthal-Falkenberg hatte sich in der Halbzeitpause noch einmal eingeschworen, einer schwachen ersten Hälfte eine wesentlich bessere zweite folgen zu lassen. Der Interimstrainer des Fußball-Bezirksligisten ahnte zu diesem Zeitpunkt indes nicht, dass es tatsächlich schlimmer kommen würde. Doch so war es. Zwei schnelle Tore nach dem Wiederanpfiff des MTV Riede nahmen dem Gastgeber komplett den Wind aus dem Segel. Am Ende konnten die Lilienthaler froh sein, nur 0:4 (0:1) verloren zu haben. Weil Konkurrent 1. FC RW Achim sich parallel beim TuS Bothel durchsetzte, sind die Lilienthaler nun auf einen Abstiegsplatz gerutscht.

Dabei schienen die Blau-Gelben angekommen im Abstiegskampf. Nach zuvor sechs Spielen ohne dreifachen Punktgewinn holten sie zuletzt zwei Siege am Stück. Der Auftritt gegen Riede indes war nun wieder ein herber Rückschlag. „Die schnellen Gegentore nach der Halbzeit waren der Knackpunkt“, meinte ein sichtlich enttäuschter Interimscoach. Was besonders verwunderte: Die Lilienthaler hatten gegen einen wahrlich nicht übermächtigen Gegner kaum eine Chance. Auch schon in der ersten Halbzeit nicht. In dieser hielten sich die Gastgeber aber zumindest weitgehend schadlos, teilweise auch mit Glück. Denn nach einem kapitalen Fehlpass von Tom Meierdirks hatte Torben Schumacher freie Bahn, scheiterte aber im Eins-gegen-eins-Duell an Keeper Konstantin Gaber. Eine viel zu harte Rückgabe von Nico Apitz läutete danach die nächste gefährliche Situation ein, die letztlich noch glimpflich ausging (18.), ehe Marvin Just doch zur Führung für die Gäste traf. Der Rieder hatte eigentlich einen gebührenden Rückstand im Laufduell, stahl sich im Rücken seines Gegenspielers aber das Leder und schob ins lange Eck ein (29.). Während Riede durch Just noch eine weitere gute Gelegenheit verzeichnete (38.), klappte bei den Lilienthalern in der Vorwärtsbewegung so gut wie nichts. Ein harmloser Drehschuss von Serdar Sengul (13.) und ein gleichfalls ungefährlicher Weitschuss von Nils Koehle (39.) waren die einzigen halbwegs nennenswerten Möglichkeiten.

Das blieben sie auch nach dem Schlusspfiff, weil der SV „LiFa“ nach dem Doppelschlag durch Constantin Borchers (50.) und Marvin Just (53.) gar nicht mehr stattfand, während die Gäste die eine oder andere Chance teils fahrlässig ausließen. Die Lilienthaler machten es ihnen aber auch leicht. So wie vor dem 0:4 Marc Gaber, der Marvin Just im Strafraum so naiv attackierte, dass Schiedsrichter Yannick Leinfels keine andere Wahl hatte als auf Strafstoß zu entscheiden. Der Gefoulte ließ sich nicht lange bitten und traf zum Endstand.

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