Sternwarte in Lilienthal Telescopium kann mit Landesmitteln saniert werden

Geldsegen für das Telescopium in Lilienthal. Der Landschaftsverband Stade hat Fördermittel in Höhe von 13.000 Euro bewilligt. Somit können nun die Holzkonstruktion und das Mauerwerk aufgearbeitet werden.
03.03.2020, 15:06
Lesedauer: 2 Min
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Telescopium kann mit Landesmitteln saniert werden
Von André Fesser

Gute Nachrichten für die Verantwortlichen des Telescopiums in Lilienthal: Die gemeinnützige Gesellschaft, die die Sternwarte am Ortseingang gegenüber dem Borgfelder Landhaus betreibt, erhält vom Land Fördermittel in Höhe von 13.000 Euro, um die Anlage sanieren zu können. Den Inhalt einer entsprechenden Mitteilung des Landtagsabgeordneten Axel Miesner (CDU) hat der Landschaftsverband Stade gegenüber unserer Redaktion bestätigt.

Das Geld entstammt dem Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen, das das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur aufgelegt hat. 2,5 Millionen Euro stehen für kleine Kultureinrichtungen als Anlaufpunkte für ein Miteinander im ländlich geprägten Raum zur Verfügung. Über die Mittelvergabe für Projekte mit einem Volumen bis 25.000 Euro entscheiden die zuständigen regionalen Landschaftsverbände im Auftrag des Landesministeriums, im Falle des Telescopiums in Lilienthal ist das der Landschaftsverband Stade.

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Bei der Telescopium gGmbH wurde die Nachricht über die Förderung mit Freude aufgenommen. Das Telescopium ist der Nachbau eines Spiegelteleskops, das vor mehr als 200 Jahren überregional für Aufsehen gesorgt hatte. 2015 war der 600.000 Euro teure Nachbau am Ortseingang nahe der Wümme eröffnet worden. Besucher können sich die Anlage seitdem ansehen. Schon seit eineinhalb Jahren möchte Geschäftsführer Klaus-Dieter Uhden die Holzkonstruktion an der Anlage sanieren lassen, nachdem sie erste Alterserscheinungen aufwies. Auch das Mauerwerk zeigt Uhden zufolge erste Risse. Daher wolle man sich nun an die Reparaturen machen. „Wir warten die Frühlingsstürme noch ab. Vermutlich machen wir uns dann im Mai an die Arbeit“, sagt Uhden, der nach eigener Aussage von Axel Miesner auf die Möglichkeit hingewiesen wurde, einen Förderantrag zu stellen.

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Die Kosten für die Sanierung beziffert der Betreiber auf rund 17.300 Euro. 75 Prozent davon kommen aus dem Investitionsprogramm des Landes. Aus Sicht des Landschaftsverbandes Stade ist das Telescopium unbedingt förderwürdig. Verbands-Geschäftsführer Hans-Eckhard Dannenberg hatte sich bei einem Ortstermin in Lilienthal einen Eindruck von der Anlage verschafft. Beeindruckt habe ihn, dass dort auch mit Schülergruppen gearbeitet und ihnen so die Astronomie näher gebracht wird, so Dannenberg gegenüber unserer Redaktion. 48 Förderanträge seien 2019 beim Landschaftsverband eingegangen, 33 davon seien bewilligt worden, allerdings nicht immer in der beantragten Höhe. Das Telescopium könne aber auf die volle Antragssumme bauen, die Förderung von 13. 000 Euro zähle zu den höchsten Summen, die in der laufenden Runde verteilt wurden.

Zehn Tage würden die Arbeiten in etwa dauern, schätzt Uhden. Wichtig sei es, dass wegen der Sanierung keine Besichtigungstermine ausfallen müssten. Laut Uhden sind für das laufende Jahr bereits 290 Besucherinnen und Besucher angemeldet. Erst in der vergangenen Woche sei eine Schülergruppe vor Ort gewesen, um sich die Anlage anzusehen. Und bald schon wird auf der Anlage auch eine Hochzeit gefeiert werden. Im Mai soll auf dem Telescopium erstmals eine Trauung vollzogen werden.

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