Basketball

TV Falkenberg: Knoche folgt auf Kunkemöller

Gleich nachdem der langjährige TVF-Trainer Christian Kunkemöller offenbart hatte, dass er künftig keine Verantwortung mehr für das Team übernehmen wolle, bot sich Kevin Knoche als neuer Coach an.
29.08.2019, 13:40
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Karsten Hollmann
TV Falkenberg: Knoche folgt auf Kunkemöller

Christian Kunkemöller (rechts) hat den Staffelstab bei den Falkenberger Basketballerinnen abgegeben. Fortan hat dort Kevin Knoche das Sagen.

Thomas Müller

Landkreis Osterholz. Die Basketballerinnen des TV Falkenberg haben gefühlt im Lotto gewonnen. Gleich nachdem deren langjähriger Trainer Christian Kunkemöller ihnen offenbart hatte, dass er künftig keine Verantwortung mehr für das Team übernehmen wolle, bot sich Kevin Knoche als neuer Coach an. Der Verein musste nicht lange überlegen, sondern schnappte sofort zu. Weil sich zudem die personelle Lage ein wenig entspannte, entschied sich der Klub auch, als Meister der Bezirksoberliga, anders als in der Vergangenheit, den Aufstieg in die Oberliga anzutreten.

Um hier über einen noch komfortableren Kader zu verfügen, führten die Spielerinnen eigenverantwortlich Gespräche mit denen des BC VSK Osterholz-Scharmbeck über einen möglichen Zusammenschluss. „Die Kooperation mit Falkenberg ist jedoch gescheitert“, informiert VSK-Abteilungsleiter Markus Dannenbaum. Da dessen ehemalige Schützlinge zum einen nicht mehr so hoch spielen wollten und auf der anderen Seite auch keine Verstärkungen für den zwar oberligatauglichen, aber eben auch sehr kleinen Kader gefunden haben, ziehen sich die Grün-Weißem freiwillig aus der Oberliga zurück und treten somit künftig nur noch in der Bezirksoberliga an.

Der TV Falkenberg läuft nun mit neun Akteurinnen auf. Sarah Kettler kehrt nach ihrer Pause wieder in den Kader zurück. Kevin Knoche kennt die Oberliga bereits sehr gut. Schließlich trainierte er hier bereits den Oldenburger TB, mit dem er auch schon in der 2. Regionalliga antrat. „Kevin verfügt über sehr viel Erfahrung und ist sehr engagiert bei der Sache“, lobte Christian Kunkemöller seinen Nachfolger. Der frisch gebackene Rentner werde nur noch in Notfällen als Backup fungieren. „Meine Frau hat eine Stelle als Lehrerin an der Grundschule Trupermoor in Lilienthal angefangen“, berichtet Kevin Knoche. Deshalb begab der 32-Jährige sich auf die Suche nach einem Trainerposten in der näheren Umgebung im Damenbereich. Gleich der erste Anruf saß. Er hatte sich im Internet die Telefonnummer von Christian Kunkemöller herausgesucht.

„Der hat mir dann gleich gesagt, dass ich gar keine weiteren Telefonate mehr führen müsse“, teilt der Neu-Borgfelder mit. Dieser wünscht sich noch Neuzugänge, zumal Claire Kettler künftig nicht mehr zur Verfügung stehen wird. „Wir versuchen, neue Spielerinnen zu rekrutieren. Aber auch so rechnen wir uns bereits gute Chancen in der Oberliga aus“, betont der selbstständige Fotograf. Christian Kunkemöller zeigt sich sehr stolz auf seine ehemaligen Akteurinnen: „Die Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss mit dem VSK haben die Spielerinnen ganz alleine untereinander geführt. Da war von beiden Seiten kein Vorstandsmitglied involviert.“ Es hätten auch zwei gemeinsame Trainingseinheiten stattgefunden. Der mögliche Zusammenschluss scheiterte dennoch.

„Die VSK-Spielerinnen wären ansonsten zu uns gekommen. Dann hätten wir uns überlegen müssen, unter welchem Namen wir künftig antreten“, gibt Kunkemöller zu bedenken. Die Falkenbergerinnen werden künftig nicht mehr in der Ostlandstraße, sondern im Schoofmoor in Lilienthal auflaufen. Punktspielstart ist am Sonnabend, 21. September, mit einer Heimpartie gegen den Osnabrücker TB. An diesem Tag tritt auch der BC VSK Osterholz-Scharmbeck beim TuS Ebstorf in der Bezirksoberliga an. Es gibt ab sofort auch eine Mixed-Mannschaft im Verein. „Es hat sich also einiges bei uns getan“, versichert Christian Kunkemöller.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+