Moorhauser Landstraße in Lilienthal Tempo 30 in Höhe der Klinik

Auf der Moorhauser Landstraße zwischen Hauptstraße und Wilhelm-Otten-Straße gilt bald Tempo 30. Die Anregung dazu kam vom Bewohnerbeirat der Diakonischen Behindertenhilfe.
18.12.2020, 10:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Lutz Rode

Lilienthal. Entlang der Moorhauser Landstraße zwischen der Einmündung zur Hauptstraße und der Wilhelm-Otten-Straße gilt künftig in beiden Richtungen Tempo 30 für Autofahrer. In einigen Tagen sollen die Schilder angebracht werden, die auf die Geschwindigkeitsreduzierung auf diesem Abschnitt der Kreisstraße 8 hinweisen. Das hat die Osterholzer Straßenverkehrsbehörde jetzt angekündigt. Sie reagiert damit auf ein Anliegen, das im Bewohnerbeirat der Diakonischen Behindertenhilfe schon seit Langem diskutiert worden ist. Es geht um die Verkehrssicherheit der behinderten Menschen, aber auch um die der vielen älteren Leute, die die Straße möglichst gefahrlos überqueren sollen.

Auch wenn sie selbst nicht mehr als Behindertenbeauftragte der Gemeinde Lilienthal tätig ist und auch nur inoffiziell an den Sitzungen des Beirats teilnimmt, hat Karla Pfingsten beim Landkreis dafür gekämpft, dass Tempo 30 auf diesem Abschnitt der Moorhauser Landstraße eingeführt wird. Ihren Beobachtungen zufolge fahren viele Autofahrer auf der Strecke häufig zu schnell, vor allem, wenn sie von der Hauptstraße links abbiegen und dann weiter in Richtung Klinik unterwegs sind. Insgesamt habe die Verkehrsdichte durch die Bebauung zugenommen. Menschen mit Handicap und auch ältere Leute haben es ihrer Darstellung nach schwer, die Geschwindigkeiten und Situationen richtig einzuschätzen, wenn sie die Straße außerhalb des Ampelbereichs passieren wollen. Pfingsten sieht ihr Engagement als einen Beitrag an, die Selbstständigkeit und Mobilität von Menschen mit Behinderungen und Alten zu unterstützen.

Als besonderen Gefahrenpunkt hat die frühere Behindertenbeauftragte den Einmündungsbereich zur Klinik ausgemacht, wo sich auf der gegenüber liegenden Seite eine Haltestelle befindet. Hält dort ein Bus, wird es schnell unübersichtlich, weil sich die Autos, die aus der Ortsmitte kommen und nach links zur Klinik abbiegen wollen, dahinter stauen. Sie müssen anhalten und auch den Gegenverkehr beachten. Und dann kommt es vor, dass Bewohner der Behindertenhilfe, die aus dem Bus gestiegen sind, dazwischen die Straßenseite wechseln wollen. In der Gegenrichtung versuchen ältere Leute zugleich, noch rechtzeitig zum Bus zu gelangen. „Dass hier noch nie schwere Unfälle passiert sind, ist ein wahres Wunder“, meint Pfingsten.

Ihr Antrag, Tempo 30 einzuführen, ist vom Straßenverkehrsamt befürwortet worden. Anfang Dezember teilte die Osterholzer Behörde in einem Brief mit, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet worden ist und die Verkehrszeichen in Kürze von der Kreisstraßenmeisterei aufgestellt werden. Voraussichtlich, so hieß es auf Nachfrage, wird dies in der kommenden Woche passieren. Karla Pfingsten ist froh über die Entscheidung der Behörde.

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Zur Sache

Die Ampel kommt

Die Osterholzer Straßenverkehrsbehörde zeigt sich kurz vor Jahresende ziemlich entscheidungsfreudig: Die Tempo-30-Regelung auf der Moorhauser Landstraße ist eine Sache, die andere betrifft die Verkehrssituation an der Lilienthaler Allee in Höhe des Friedhofs. Der Landkreis hat jetzt die Vollampel-Lösung offiziell angeordnet, wie sie von der Mehrheit der Gemeindepolitik gefordert worden war. Wann genau die Ampelmasten an allen Kreuzungspunkten aufgestellt werden, steht noch nicht fest. Zudem hat der Landkreis darauf hingewiesen, dass die Gemeinde einen Zuschuss aus dem Topf der Blitzergelder beantragen kann, also den Bußgeld-Einnahmen, die die Kreisbehörde bei ihren routinemäßigen Geschwindigkeitskontrollen erzielt. Das teilte Baudienste-Fachbereichsleiter Stephen Riemenschneider jetzt dem zuständigen Fachausschuss des Gemeinderates mit.

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