Vorwurf der Tierquälerei

Gericht spricht Landwirt frei

In einem Berufungsverfahren hat das Landgericht Verden einen 58-jährigen Landwirt aus Lilienthal von dem Vorwurf freigesprochen, gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben.
12.03.2021, 16:21
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Von Angelika Siepmann
Gericht spricht Landwirt frei

Das Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck hatte einen 58-jährigen Landwirt aus Lilienthal zu einer sechsmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. In der Berufung folgte am Freitag vor dem Landgericht Verden nun der Freispruch.

Peter Steffen/dpa

Verden/Lilienthal. Das Landgericht Verden hat einen Landwirt aus der Gemeinde Lilienthal am Freitag vom Vorwurf des Vergehens gegen das Tierschutzgesetz freigesprochen. Die 6. kleine Strafkammer hob damit das bereits Ende August 2019 ergangene Urteil des Amtsgerichts Osterholz-Scharmbeck auf, das den 58-Jährigen damals zu einer sechsmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt hatte. Die Anklage der Staatsanwaltschaft beruhte auf einer Anzeige des Veterinäramtes des Landkreises Osterholz und war nach einem Kontrollbesuch des Betriebes ein Jahr zuvor erfolgt.

Nach den Feststellungen in erster Instanz hatte bei vier Milchkühen und einem Bullen eine „deutlich erkennbare“ Lahmheit bestanden; durch ausgebliebene Klauenpflege beziehungsweise tierärztliche Behandlung seien bei den Tieren „langanhaltende Schmerzen und Leiden“ verursacht worden. Das Landgericht kam nun nach erneuter, umfangreicher Beweisaufnahme zu dem Schluss, es gebe „zu viele Unwägbarkeiten“, als dass dem Angeklagten ein strafrechtlicher Vorwurf zu machen sei. So sei etwa auch die entsprechende Dokumentation des Veterinäramtes „recht rudimentär“ gewesen. Die Kammer entsprach mit dem Freispruch der Forderung des Verteidigers.

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