Volleyball-Verbandsliga Männer

38:36 – und am Ende verliert der VSK Osterholz-Scharmbeck dennoch

Trotz eines rekordverdächtigen Satzgewinns mussten sich die Volleyballer des VSK Osterholz-Scharmbeck beim Oldenburger TB III geschlagen geben.
30.09.2020, 16:51
Lesedauer: 2 Min
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38:36 – und am Ende verliert der VSK Osterholz-Scharmbeck dennoch
Von Tobias Dohr
38:36 – und am Ende verliert der VSK Osterholz-Scharmbeck dennoch

Marcus Balzer (links) und Janek Borsing mussten in Oldenburg eine bittere Fünfsatzniederlage quittieren.

Christian Kosak

Osterholz-Scharmbeck. Sie haben wirklich schon viele spektakuläre Matches bestritten und so manch große Schlacht geschlagen. Doch eine solche Achterbahnfahrt inklusive rekordverdächtigem Satz haben auch die Verbandsliga-Volleyballer des VSK Osterholz-Scharmbeck lange nicht gespielt. Am Ende setzte es trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd allerdings lediglich ein knappes 2:3 (20:25, 22:25, 25:13, 38:36, 11:15) beim Oldenburger TB III.

„Diese Niederlage haben wir uns aber auf ganzer Linie selbst zuzuschreiben“, berichtete Kapitän Marcus Balzer, der den privat verhinderten Spielertrainer Recep Divanoglu in Oldenburg vertrat, nach dem Auf und Ab in den fünf Sätzen zuvor. Nach dem so souveränen Saisonstart in Schneverdingen taten sich die Kreisstädter zunächst unglaublich schwer, ins Spiel zu finden. Und das, obwohl mit Sascha Tietjen und Utz Jablonski sogar zwei Akteure mehr zur Verfügung standen, als noch vor Wochenfrist.

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Dennoch rannten die Gäste früh einem Rückstand hinterher und konnten auch mit der Auszeit beim Stande von 14:17 den Satzverlust nicht mehr verhindern. „Wir waren von Beginn an viel zu fehlerhaft in unserem Angriff“, sagte Balzer, der die Quote an erfolgreichen Angriffsversuchen auf gerade einmal 50 Prozent bezifferte. Stattdessen hatten die VSK-Akteure große Probleme mit dem teilweise sehr unorthodoxen Spiel der Oldenburger. „Die haben viel mit gelegten Bällen agiert und das haben wir nicht in den Griff bekommen“, so Balzer. Im zweiten Satz kam der VSK nach 7:10-Rückstand bei 18:19 noch einmal ran, nur um doch wieder abreißen zu lassen. Also standen die Gäste mit einem 0:2-Satzrückstand bereits mit dem Rücken zur Wand – und zeigten wieder einmal ihre Comeback-Qualitäten. Mit dem Mute der Verzweiflung spielten sich die Kreisstädter nun den Frust von der Seele und steuerten über 12:7 und 22:12 einem komplett souveränen Satzgewinn entgegen. „Das war das, was wir normalerweise aufs Feld bringen können“, berichtete Balzer. Doch so einfach ging es nicht weiter.

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Der vierte Durchgang war komplett umkämpft, das Geschehen wogte – wenn auch nicht auf einem hohen Niveau – immer wieder hin und her. 19:19 stand es, dann 21:23 aus Sicht des VSK, der umgehend eine Auszeit nahm. Bei 24:24 nahm der Wahnsinn dann seinen Lauf. Die Gäste wehrten Matchball über Matchball ab, vergaben selbst drei Satzbälle, ehe es bei 38:36 endlich soweit war. Der Satzausgleich war tatsächlich geschafft und das Momentum schien endgültig aufseiten des VSK zu sein. Doch erneut vermochte das Team um Zuspieler Christian Koch diesen Vorteil nicht zu nutzen. Mit einfachen Aufschlagfehlern brachte der VSK die Oldenburger wieder ins Spiel, bei 7:11 nahmen die Kreisstädter eine letzte Auszeit, konnten den Rückstand aber nicht mehr aufholen. Nach fast zweistündiger Spielzeit war die VSK-Niederlage endgültig besiegelt – und allen voran Marcus Balzer zeigte sich äußerst selbstkritisch: „Ich habe wirklich keinen guten Tag gehabt und diesmal viel zu viele Fehler gemacht. Da war es schwer für die anderen, das auszugleichen.“

Wer weiß, vielleicht hatte die wechselhafte Leistung der VSK-Volleyballer ja auch ihre Begründung im Abend zuvor. Da hatte nämlich Christian Koch in seinen 30. Geburtstag reingefeiert. „Das war aber alles im Rahmen“, berichtete Marcus Balzer augenzwinkernd. Aber vielleicht fehlten der VSK-Oldietruppe gegen die vornehmliche junge Oldenburger Mannschaft am Ende so doch ein paar Körner für die Aufholjagd.

VSK Osterholz-Scharmbeck: Koch, Jablonski, Knappe, Holschen, Balzer, Heitmann, Borsing, Tietjen

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