Handball-Bremenliga Auch VSK-Handballer gehen in eine HSG

Nach der HSG LiGra, der Fusion zwischen dem TV Lilienthal und dem HV Grasberg, wird es in der kommenden Saison noch eine weitere Spielgemeinschaft in der Handball-Bremenliga der Männer geben.
23.07.2019, 14:20
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Karsten Hollmann

Osterholz-Scharmbeck. Nach der HSG LiGra, der Fusion zwischen dem TV Lilienthal und dem HV Grasberg, wird es in der kommenden Saison noch eine weitere Spielgemeinschaft in der Handball-Bremenliga der Männer geben. Der VSK Osterholz-Scharmbeck tut sich mit der HSG Lesum/St. Magnus zur SG VSK/LeMa zusammen. „Die Alternative wäre gewesen, die Abteilung dichtzumachen“, betont VSK-Spartenleiter Rainer Sewtz.

Dieser räumt allerdings ein, dass es sich bei der jetzigen Variante nur um die 1b-Lösung handele. „Ich hätte alleine schon wegen der örtlichen Nähe lieber den Zusammenschluss mit der TuSG Ritterhude gehabt. Doch die Ritterhuder wollten nicht“, sagt Sewtz. Den Grün-Weißen sind für die neue Saison nur noch sieben Akteure geblieben. Spielertrainer und Goalgetter Clemens Böschen schloss sich zum Beispiel der HSG LiGra an. Um dennoch wieder eine Mannschaft für die Bremenliga melden zu können, mussten die Kreisstädter also handeln.

Da kam diesen der Kontakt des inoffiziellen Headcoaches und Koordinators der VSK-Jugend, Sascha Gojowsky, zu seinem alten Verein, HSG Lesum/St. Magnus, gerade recht. Ursprünglich sollte sich aber nur der Rest der abgemeldeten zweiten HSG-Mannschaft mit dem VSK zusammenschließen. Doch dann meldeten die Nordbremer mangels Masse auch ihre erste Formation aus der Landesklasse ab. Wer von diesen bis zu fünf Feldspielern und drei Torleuten künftig in der SG auflaufen wird, ist aber noch nicht klar. „Wir müssen noch Kontakt zu diesen Spielern aufnehmen“, informierte Lesums stellvertretende Vorsitzende Linda Jung.

Mit dem bisherigen HSG-Coach Niko Wachowiak kann die SG VSK/LeMa nicht rechnen. Wachowiak übernimmt die Lesumer A-Junioren in der Landesliga. „Die Bremenliga hätte keine Herausforderung für mich dargestellt. Ich möchte mich als Trainer weiterentwickeln“, begründete Wachowiak. Als Trainer im Gespräch ist nun ein altgedienter Lesumer, der aber noch nicht namentlich genannt werden möchte.

Die Kreisstädter hätten gerne aus eigener Kraft die Zeit überbrückt, bis zahlreiche A-Junioren im Herrenbereich das Vakuum hätten auffüllen können. „Ich bin zunächst aus allen Wolken gefallen und habe noch versucht, die wechselwilligen Spieler davon zu überzeugen, noch ein Jahr dranzuhängen. Das war aber mit unserer Mannschaft nicht möglich“, teilte Rainer Sewtz mit. Über kurz oder lang kämen acht oder neun Spieler aus der A-Jugend hoch. Der für die nächsten Jahren eingeplante Nachwuchs tritt mit einem Gastspielrecht für die HSG Schwanewede/Neuenkirchen in der A-Junioren-Landesliga beziehungsweise in der B-Junioren-Oberliga an.

Diese Teams tragen ihre Heimspiele auch zum Teil in Osterholz-Scharmbeck aus. In jenen Hallen sind auch bislang die Heimbegegnungen der Herrenformation angesetzt. „Da die Lesumer aber auch in ihrer Halle an der Bördestraße spielen wollen, werden wir die Heimspiele noch halb und halb aufteilen“, kündigte Sewtz bereits an. Der Abteilungsleiter macht sich darüber hinaus Sorgen um den Nachwuchs in seinem Verein. Nach der Mini-Abteilung kommt noch eine männliche D-Jugend und dann erst wieder eine B-Jugend.

„Es kann aber doch nicht sein, dass wir unseren Nachwuchsspielern sagen müssen, dass sie erst ein oder zwei Jahre pausieren sollen, ehe sie wieder Handball spielen können“, gibt der 55-Jährige zu bedenken. Deshalb sei es nur allzu verständlich, wenn die Nachwuchsakteure sich einen anderen Verein suchen, ganz aufhören oder sich einer anderen Sportart anschließen würden. „Deshalb ist es wichtig, endlich die Vereinsbrille abzusetzen, um gemeinsame Lösungen zu finden“, sagt der Abteilungsleiter. Dieser beglückwünscht in diesem Zusammenhang Lilienthal und Grasberg für ihren Zusammenschluss: „Diese beiden Vereine haben es genau richtig gemacht.“

Bislang wird die neue Spielgemeinschaft noch als VSK Osterholz-Scharmbeck in der Bremenliga geführt. „Die Anmeldung der SG VSK/LeMa wird aber rechtzeitig zur neuen Saison erfolgen“, so Sewtz.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+