Mühlstein als Blickfang und Tisch

Aus der Sauna ins Museum

25 Jahre diente er als Umrandung eines Kamins im Saunabereich des Osterholzer Allwetterbades, jetzt hat der Mühlstein ausgedient. Er bekommt eine neue tragende Rolle.
04.06.2021, 16:41
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Von Christa Neckermann
Aus der Sauna ins Museum

Bürgermeister und Bäderbetriebe-Chef Torsten Rohde (links) und Norbert Nowka hieven das schwere Geschenk auf seinen neuen Platz.

CARMEN JASPERSEN

Osterholz-Scharmbeck. Das „Grüne Klassenzimmer“ nimmt in der Museumsanlage zusehends Gestalt an. Hinter der Scheune und nah an der alten Mauer gibt es genügend Platz, um naturkundliche Schulstunden im Freien abzuhalten. „Die Museumsanlage möchte sich noch mehr als bisher als außerschulischer Lernort etablieren“, sagt Norbert Nowka, Geschäftsführer der Museumsanlage. Auf diesem Gelände könnten zukünftig Kindern und Jugendlichen vom Kindergartenalter bis hin zur Oberstufe naturkundliche und historische Lernstoffe vermittelt werden.

Unter anderem wurde der Stamm einer alten, im Stadtpark geschlagenen Eiche so zerteilt, dass die Stammstücke als Sitzplätze genutzt werden können. Ein größeres Stück dient nun allerdings einer besonderen Schenkung als Unterlage: dem Mühlstein aus dem Allwetterbad, der dort 25 Jahre als Umrandung des Gaskamins im Saunabereich diente.

Zu schade für den Müll

„Wir wollten den Mühlstein nach den Umbauarbeiten in der Saunaanlage nicht einfach wegwerfen“, sagt Torsten Rohde, Geschäftsführer der Bäderbetriebe GmbH. Die Idee, den Mühlstein jetzt als wetterfesten Tisch im „Grünen Klassenzimmer“ eine lehrreiche und tragende Rolle übernehmen zu lassen, gefiel Rohde sehr.

Wer kennt die Stein-Geschichte?

Dabei musste der Bürgermeister und Bäderbetriebe-Chef bekennen, dass die Geschichte des Mühlsteins bis auf die 25-jährige Dienstzeit im Allwetterbad im Dunkeln liegt. „Vielleicht kennt ja jemand die Geschichte, woher der Mühlstein kam, bevor er Verwendung im Allwetterbad fand?“ Norbert Nowka und Irmgard Windhorst versprachen, sich diesbezüglich einmal umzuhören. „Wir haben ja schon einige Mühlsteine hier auf der Anlage, aber die kamen alle als Dauerleihgaben vom Mühlenverein“, berichtet Irmgard Windhorst.

Der geschenkte Mühlstein wird jedoch nicht nur im Grünen Klassenzimmer eingesetzt. „Wir hoffen sehr, dass wir demnächst unsere Museumsanlage auch wieder für kulturelle Veranstaltungen öffnen können“, hofft Windhorst. Sie hat bereits eine ganze Liste möglicher Veranstaltungen zusammengestellt. „Hier hinter der alten Scheune, im Schatten der Mauer und unter den Blättern der Bäume ist die Musik gut zu hören – und der alte Mühlstein kann dann die Getränke der Gäste kühl halten“, freut sich Irmgard Windhorst schon.

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