VHS-Frühjahrsprogramm vorgestellt

Bolivien und Blindengarten

Die Osterholzer Volkshochschule hat ihr Frühjahrsprogramm vorgestellt und wartet mit einigen Neuheiten auf. Unter anderem ist eine Exkursion in einen Blindengarten geplant.
08.01.2019, 18:30
Lesedauer: 3 Min
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Von Christa Neckermann
Bolivien und Blindengarten

Gabriele Haar, Jan Brunkenhövers, Urte Joost-Krüger, Karin Kihne (v.l.) und Doris Frederick (vorne) haben wieder viel Spaß, Spannung und Wissenswertes in das Programm der Volkshochschule gepackt.

Christa Neckermann

Osterholz-Scharmbeck. Zwölf Themengebiete umfasst das Frühjahrsprogramm der Volkshochschule, dazu Kurse, die jeweils in Hambergen oder Schwanewede angeboten werden. „Wir haben uns wieder viele Gedanken darum gemacht, was unsere Teilnehmer interessieren könnte“, betonten Urte Joost-Krüger und Gabriele Haar, als jetzt das neue Frühjahrsprogramm der VHS vorgestellt wurde.

Etliche bewährte Kurse wurden beibehalten, und wie immer gibt es auch interessante Neuerungen im Heft. Stöbern lohnt sich also. Entweder in den an den bekannten Stellen ausliegenden Programmheften, oder – was nach Informationen der Verantwortlichen immer häufiger genutzt wird – über die Internetseite der VHS, www.vhs-osterholz-scharmbeck.de.

Da wird beispielsweise in einem Abendvortrag das Reiseland Bolivien vorgestellt. Marisabel Quiroga de Zonneveld ist Bolivianerin und stellt ihr als Reiseland eher unbekanntes Heimatland in einem Bildvortrag vor. Impressionen von Landschaft, Leuten und Alltagskultur vermitteln einen Eindruck vom Leben in Bolivien.

Wieder dabei ist unter dem Themengebiet Geschichte – Politik – Gesellschaft und Umwelt auch die Kräuterwanderung durch die Muna Lübberstedt. Dort haben sich im Laufe der Jahrzehnte verschiedene Wildkräuter angesiedelt, die unter Anleitung einer fachkundigen Kräuterpädagogin gesammelt werden. Für Inspiration sorgt eine Wanderung auf dem Jakobsweg – nein, nicht auf dem in Spanien, es kann auch der im Blockland sein.

„Ein besonderes Angebot hat es bis zum Drucktermin leider nicht in unser Programmheft geschafft – die Exkursion in den Blindengarten in St. Magnus. Am Sonnabend, 25. Mai, können hier Frühlingseindrücke mit Nase, Tastsinn und Geschmack gewonnen werden. Sehenden Teilnehmern bieten wir das Tragen einer Augenbinde an“, erklärte Gabriele Haar ein weiteres ungewöhnliches Angebot.

Sprachen und Kommunikation sind ein Dauerbrenner bei der VHS. Für all diejenigen, für die Schweden mehr als Ikea ist, bietet die Volkshochschule einen Schwedischkursus an. Nicht direkt eine Fremdsprache, aber eine Sprache, die den Ungeübten fremd erscheint, ist das Plattdeutsche. Vielleicht haben die Großeltern noch Platt gesprochen, in der Enkelgeneration ist jetzt Hochdeutsch angesagt. Interessant könnte dieser Kursus besonders auch für Pflegekräfte sein, damit die mit älteren Menschen besser kommunizieren können, so eine Intention des Angebots.

Mit zunehmendem Alter verändern sich die Sinne. In manchen Bereichen nehmen die Wahrnehmungsfähigkeiten ab, in anderen zu. Im Frühjahr steht auch deshalb ein ganz besonderer Kursus an, der die Sinne schärfen und gleichzeitig entspannen soll: Klangschalenmassage in warmem Wasser. „Hier lohnt es sich, sich schnell anzumelden, da das Platzangebot sehr begrenzt ist“, betonte Gabriele Haar.

Ein Kursus, der auch das Potenzial zur Völkerverständigung hat, wird im März angeboten: Balkantänze. Kreistänze aus Makedonien, Griechenland, Rumänien, Albanien und Armenien bieten sowohl Deutschen wie auch allen anderen Tanzbegeisterten Gelegenheit, sich in buchstäblich fröhlicher Runde die Hand zu reichen und kennenzulernen. Als Happening ist ein Kursus über kurdische Kreistänze angelegt. Bei Melda Ö. lernen die Teilnehmer, dass Tanz mehr ist als Bewegung – er ist Ausdruck von Freude, Trauer, Stärke, Schwäche, Arbeit, Kampf und Liebe. Nach dem Kurs soll das Leben bei einem Tee aus dem Samowar und mit einem kurdischen Büffet gefeiert werden.

Nicht alles läuft nach Plan? Klaus Lemke zeigt in seinem Wochenendkursus „Improvisieren als Lebensform“ wie der Mensch schlagfertig mit ungeplanten Aktionen umgehen kann.

Breit gefächert ist auch wieder das Angebot an pädagogischer Kurzzeit- und Langzeitfortbildung. Der Studientag „Einführung in die Unterstützte Kommunikation“ wendet sich zum Beispiel an Teams von Kindertagesstätten, die jungen Kindern dabei helfen wollen, Sprache zu erwerben. Dabei wird sprachbegleitend das bedeutungstragende Wort gebärdet. Auch der Studientag „Die Verankerung von sprachlicher Bildung und Förderung im Konzept einer Kita“ wendet sich an Kindertagesstätten-Teams. Das neue Kita-Gesetz verpflichtet die Fachkräfte in den Einrichtungen, die Kommunikation, Interaktion und Entwicklung von Sprachkompetenz kontinuierlich zu fördern, wobei der Studientag entscheidende Hilfen bieten will.

„Wir würden uns wieder über viele interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen“, betonten Gabriele Haar und Urte Joost-Krüger. „Wer uns schon kennt, darf uns gerne weiterempfehlen oder gemeinsam mit Freunden, die uns noch nicht kennen, zu einem Kursus kommen. Bei uns gibt es garantiert keine Langeweile, dafür aber jede Menge nette Leute!“

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