Fußball-Bezirksliga Lüneburg Der SV Komet Pennigbüttel hält das 0:0

Ein Leckerbissen war das Spiel des SV Komet Pennigbüttel gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck nicht, aber dieses 0:0 hatte auch seinen Reiz.
20.05.2019, 10:57
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Spöring

Pennigbüttel. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Der SV Komet Pennigbüttel schenkte dem Gast zudem kein Tor. Und der VSK Osterholz-Scharmbeck schenkte dem Platzverein eben auch keines ein. Dass das umkämpfte Kreisstadt-Derby in der Fußball-Bezirksliga 3 Lüneburg trotz des 0:0 keine grimmigen Mienen bei Spielern wie Trainern hinterließ, zeugt wohl davon, dass auch solch ein Verlauf seinen Reiz haben kann.

„Das Ergebnis ist in Ordnung“, stellte jedenfalls Komets Trainer Marco Meyer nach den 90 Minuten und vier Nachspielminuten fest, wenn auch „leicht glücklich“, wie er es umschrieb. Einstellung und Laufbereitschaft hätten gestimmt; und so, wie seine Spieler versucht hätten, die Aufgabe anzunehmen, da sei er mit zufrieden. Meyer weiter: „Dass wir uns Fußball anders vorstellen, ist klar“.

Diese Aussage bezog sich sicherlich auch auf die Gestaltung dieses Spiels. „70 Prozent Ballbesitz“ hatte denn auch VSK-Coach Oliver Schilling für sein Team vermerkt, das zudem ein „gutes Positionsspiel gemacht“ habe. Und dann kam er zum eigentlichen Übel des VSK-Spiels an diesem Nachmittag, „man sieht, wo es kränkelt“: Eben im Toreschießen – „die Chancen, die wir hatten, haben wir nicht genutzt“.

Beide Trainer mussten frühzeitig umstellen. Bei den Gastgebern lief Oleg Zelesov für den eigentlich vorgesehenen Julian Michaelis auf, René Thiel tauschte seinen Platz auf dem Rasen bereits nach 19 Minuten mit Tim Weinmann. Beim VSK musste Dennis Knecht nach einem Zusammenprall mit stark blutender Kopfwunde vom Feld und wurde durch Steffen Brünjes ersetzt (26.). Mit zunehmender Spieldauer hatten die Zuschauer dann das Gefühl, dass der VSK mehr und mehr auf das erste Tor drängte und die Platzherren ihrerseits bemüht waren, nicht unterzugehen.

Vor allem die beiden Gästestürmer Eugen Zilke und Mohamed Taha erwiesen sich als ballsicher und immer schnell auf dem Weg zum Tor, doch bei den Abschlüssen fehlte das letzte Quäntchen Glück (Taha/6.), oder ein Pfiff des Schiedsrichters kam dazwischen (wie bei Zilkes Abseitstor/20.). Dass noch drei, vier, fünf weitere umstrittene Abseitsentscheidungen im Laufe der Partie gegen den VSK gepfiffen wurden? Am Schluss auch geschenkt. Gegen Ende der ersten Halbzeit forderte der SV Komet (der in diesem Durchgang keine wirklich zwingenden Torchancen besaß) einen Handelfmeter, doch auch der wurde den Gastgebern verwehrt (44.).

In der zweiten Spielhälfte versuchte der VSK gleich, Vergebenes aus den ersten 45 Minuten nachzuholen. Pennigbüttel verteidigte aber bravourös, bekam immer irgendwie ein Bein in den Schussweg und machte sich auch auf mitzuspielen. Die vielleicht beste Chance der Gäste besaß zunächst Patrick Hirsch, dessen Schuss aus spitzem Winkel gerade noch zur Ecke abgewehrt wurde (58.). Und nach dieser Ecke und einigen Ballstationen brachte auch Hussain Taha in aussichtsreicher Position den Ball nicht im SV-Tor unter (59.).

Die letzten Minuten und Szenen gehörten sogar den Gastgebern. Spät fasste sich der eingewechselte Konstantinos Katsanos ein Herz und hielt aus 30 Metern einfach mal drauf, doch der Ball strich dann doch weit am VSK-Gehäuse vorbei (84.). Und schon in der Nachspielzeit bekam der SV Komet noch eine Ecke zugesprochen, die nicht ungefährlich war und über die Torauslinie zu einem erneuten Eckball abgelenkt wurde. Aber da hatte Schiedsrichter Calvin Dieckhoff vom TV Hassendorf keine Lust mehr und pfiff die Partie schnell ab (90.+4).

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