Ausstellung im Kreishaus

Die wunderbare Welt der Brettspiele

Markus Rüffer zeigt derzeit Fotografien seiner schönsten Momente bei Brettspielen im Bistro des Osterholzer Kreishauses.
03.11.2019, 16:04
Lesedauer: 2 Min
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Von Christa Neckermann
Die wunderbare Welt der Brettspiele

Fotos von spannenden Momenten bei diversen Brettspielen sind derzeit im Kreishaus in Osterholz-Scharmbeck zu sehen.

Christian Kosak

Osterholz-Scharmbeck. Marcus Rüffer ist ein Spieler. Wem jetzt jedoch bei dem engagierten Mitarbeiter des Landkreises böse Gedanken kommen, der sei gleich beruhigt: Marcus Rüffer spielt leidenschaftlich gern Brettspiele und nennt eine große Sammlung dieser familienfreundlichen Unterhaltung sein Eigen.

„Innerhalb des letzten Jahres habe ich allein 413 Partien und insgesamt 163 verschiedene Spiele gespielt – aber Monopoly war nicht darunter“, verriet der Landkreis-Mitarbeiter. Woher er so genau die Anzahl der Partien und die unterschiedlichen Spiele kennt? Als passionierter Spieler führt Rüffer ein Spiele-Tagebuch, in dem er sich Notizen zu den gespielten Spielen macht.

Gespielt habe er eigentlich schon immer, verriet Rüffer. „Mal mehr, mal weniger. Aber in den vergangenen fünf Jahren hat sich mein Interesse daran verstärkt, vor allem auch die investierte Zeit, sodass ich jetzt Brettspiele spielen durchaus als mein Hobby bezeichnen kann“ bekennt Rüffer. Von kleinen Karten- oder Würfelspielen, witzigen Reaktions- oder Partyspielen bis hin zu hochkomplexen Strategie- und Wirtschaftsspielen reicht die Bandbreite an Menschen verbindender Unterhaltung. Marcus Rüffer faszinieren dabei ausgeklügelte Spielemechaniken, schöne Spielmaterialausstattung oder die stimmige thematische Einbettung.

So kam Rüffer auch zu einem Unterzweig seines Hobbys „Brettspiele“: Er fotografiert schöne Spielemomente. Einige Bilder, die so entstanden sind, anfangs aber nur in den sozialen Medien geteilt wurden, sind jetzt Bestandteil einer Fotoausstellung im Bistro des Osterholzer Kreishauses. Neben Rüffers Teilnahme an verschiedenen, regelmäßig stattfindenden Spielerunden vor Ort schreckt er inzwischen auch nicht vor Reisen zu verschiedenen Events, wie etwa der „Spiel“ in Essen oder der „Berlin Brettspiel Con.“ zurück.

„Seit 1979 wird das einstiegsfreundlichste Spiel mit dem größten Begeisterungspotenzial jährlich mit der Auszeichnung ‚Spiel des Jahres‘ versehen. Das gibt den Neu- oder Wiedereinsteigern in die Brettspielszene einen guten Hinweis, ob sich die Investition in das Spiel lohnt“, versichert Marcus Rüffer.

So ein Spiel wie „Meeple Circus“ etwa, von dem Rüffer ein Foto in seiner Ausstellung zeigt. Dabei wird jeder Mitspieler sowohl zu einem Zirkusdirektor als auch zu einem Artisten. Jeder Spieler startet mit einer eigenen Manege und zwei Artisten. Zu Beginn jeder neuen Runde wählen die Spieler abwechselnd je ein Repertoire- und ein Darbietungsplättchen aus. Die darauf abgebildeten Artisten, Utensilien und Tiere nehmen sie sich aus dem allgemeinen Vorrat und legen sie zu den eigenen Figuren. Jetzt sollten die eigenen Figuren in der Manege so gestapelt werden, dass möglichst viele Zuschauerwünsche erfüllt werden. Blaue Artisten sollen dabei den Boden der Manege berühren, gelbe Artisten jedoch nicht. Denn das bringt Zusatzpunkte. Rote Artisten sollten dagegen so weit oben wie möglich stehen. Auch das bringt – je nach Höhe – zusätzliche Punkte ein. Im Anschluss an jede Vorführung gibt es Applaus. Je mehr Applaus ein Zirkus erhält, umso mehr Punkte darf sich der Spieler auf der Siegpunkteleiste eingetragen.

Bei soviel Spielfreude am Brett ist es nicht verwunderlich, dass Marcus Rüffer inzwischen davon träumt, irgendwann ein eigenes Brettspiel zu veröffentlichen. Wer auf den Spiele-Geschmack kommen möchte, kann die Fotoausstellung im Bistro des Kreishauses noch bis zum 3. Januar zu den Öffnungszeiten des Bistros von Montag bis Freitag zwischen 8 und 14 Uhr besichtigen.

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