10 Fragen an... Anke Schalow Ein Fan von Abba und Astrid Lindgren

Unter dem Pseudonym Christiane Kerner hat die Buschhausenerin Anke Schalow inzwischen drei Kinderbücher herausgebracht. In unserer Kurzinterview-Reihe stellte sie sich jetzt zehn Fragen der Redaktion.
12.03.2019, 16:18
Lesedauer: 2 Min
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Ein Fan von Abba und Astrid Lindgren
Von Antje Borstelmann
Welches Thema beschäftigt Sie zur Zeit am meisten?

Anke Schalow: Leben im Alter. So langsam blinkt bei mir die 60. Mein Mann und ich haben keine Kinder. Wer kümmert sich um uns im Alter? Wer hilft uns im Alltag? Durch meine Mutter und Schwiegermutter ist das Thema auch sehr aktuell in der Familie.

Was lesen Sie im Moment?

„Der Glöckner von Notre Dame“ und „Die Elenden“ (Les Misérables) von Victor Hugo. Mich sprechen oft Geschichten mit historischem Hintergrund an. So erfahre ich etwas aus dem Leben, der Kultur, der Moral, der Mode und der Politik aus früheren Zeiten und anderen Ländern. Emotional tauche ich ein, leide und lebe mit den Figuren mit.

Wir stocken den Etat Ihrer Heimatgemeinde um eine Million Euro auf und Sie dürfen das Geld ausgeben. Was machen Sie damit?

Das ist nicht einfach, denn es gibt so vieles, das ich unterstützen möchte. Ganz oben auf der Liste steht die Museumsanlage OHZ. Was dort gerade politisch passiert, geht mir über die Hutschnur. Osterholz-Scharmbeck wird abgehängt, fast alle Förderungen gehen nach Worpswede. Dabei ist die Museumsanlage ein Juwel! Einen Leserbrief habe ich dazu schon verfasst. Natur- und Tierschutz würde ich unterstützen, ebenso Angebote für Senioren.

Wo verbringen Sie am liebsten einen Sonntagnachmittag?

Ich liebe die Natur. An der frischen Luft bei einem Spaziergang oder mit dem Fahrrad bekomme ich neue Kraft und bekomme den Kopf wieder frei. Am liebsten mit meinem Mann, der Familie und guten Freunden.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal in der Zeitung lesen?

Darf ich mehrere nennen? Dass Menschen nicht mehr aus ihrer Heimat fliehen müssen, dass das Gesundheitssystem reformiert wird und mehr Ärzte/Hausärzte ausgebildet und eingestellt werden, dass der Krebs besiegt ist und dass Kinder nicht missbraucht, gequält oder vernachlässigt werden.

Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gerne einmal essen gehen ?

Ich hätte sehr gern Astrid Lindgren kennen gelernt. Ihr liebevoller Blick auf Kinder und ihr Verständnis beeindrucken mich. Auch ihre Fantasie bewundere ich sehr. Ich bin eher Realist beim Schreiben. Vielleicht klappt es ja mal mit einem Treffen mit Abba. Deren Songs haben mich durch die Teeniezeit begleitet und begeistern mich immer noch. Stimmlich sind die Lieder auch voll auf meiner Linie.

Was wollten Sie als Kind einmal werden?

SOS-Kinderdorfmutter. In diese Richtung – verantwortlich sein für Kinder – bin ich dann gegangen. Fast 30 Jahre habe ich als Erzieherin in Kitas gearbeitet.

Was war die erste Schallplatte oder CD, die Sie sich gekauft haben?

Es war eine Single. Ich glaube „Er steht im Tor“ mit Wencke Myhre. Ich habe viel Schlager und Pop gehört. Heute schiebe ich auch gern CDs von Peter Maffay und Sarah Connor auf deutsch rein. Und nach wie vor Abba.

Was bereuen Sie, in Ihrem Leben bisher nicht getan zu haben?

In manchen Situationen habe ich sicher andere Menschen enttäuscht oder verletzt. Wahrscheinlich habe ich es nicht gemerkt, weil ich mit meinen eigenen Emotionen beschäftigt war. So konnte ich mich nicht entschuldigen und erklären. Das tut mir sehr leid.

Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz: Ich hasse es, wenn ….

… die Politik mit schwammigen Formulierungen und halbherzigen Gesetzen in der Verpackungs- und Lebensmittelindustrie, beim Klimaschutz und Verordnungen uns Bürgern Neues als „großen Schritt in die richtige Richtung“ verkauft.

Info

Zur Person

Anke Schalow

war 30 Jahre als Erzieherin tätig. Die Buschhausenerin hat unter dem Pseudonym Christiane Kerner inzwischen in Eigenregie drei Kinderbücher herausgebracht.

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