Osterholz-Scharmbeck - einfach mehr Ein Wochenende gegen die Ausgrenzung

Im Wesentlichen steht es jetzt, das Programm für den 22. Juni auf dem Campusplatz in Osterholz-Scharmbeck. Es wird ein buntes Fest gegen Ausgrenzung, das schon am Freitag zuvor mit Open-Air-Kino beginnt.
07.06.2019, 17:41
Lesedauer: 2 Min
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Ein Wochenende gegen die Ausgrenzung
Von Antje Borstelmann

Osterholz-Scharmbeck. „Einfach mehr“ – die Chancen stehen gut, dass man das spätestens am Tag nach dem 22. Juni auch über Osterholz-Scharmbeck sagt. Bürgermeister Torsten Rohde hat schon mal einen Blick in die meteorologische Glaskugel geworfen und prognostizierte gestern perfektes Sommerwetter für das Fest, das den Ruf der Kreisstadt als bunte, tolerante, integrative Kommune ohne Ausgrenzung weiter festigen soll. „Ein wichtiges, stadtweites Projekt“, konstatierte Ulrich Messerschmidt von der Sparkasse Rotenburg Osterholz, die ebenso zu den Sponsoren und Unterstützern zählt wie die Osterholzer Stadtwerke, die Abfall-Service Osterholz oder das OSTERHOLZER KREISBLATT.

Raimund Kropp vom Bildungshaus im Campus hat das Leitmotiv der Feier, die quasi ein i-Tüpfelchen auf einer mit 25 000 Euro Preisgeld ausgezeichneten Integrationsarbeit der Stadt ist, grafisch umgesetzt: neun im Kreis angeordnete bunte Strich, die für neun Ortsteile stehen, das Bullen-Logo der Stadt und ein dickes, grünes Ausrufezeichen, das den Slogan „Osterholz-Scharmbeck – Einfach mehr“ noch einmal unterstreicht. Ab sofort dürfte der schicke Button den Osterholzern auf Schritt und Tritt begegnen, denn überall wird jetzt für das Fest am 21. und 22. Juni geworben.

Ein Fest, mit einem Programm, das „sehr breit gefächert ist und bei dem sich viele ganz unterschiedliche Gruppierungen einbringen“, verrät Kathrin Bahr von der Bremer Agentur Sternkultur, die das Fest federführend vorbereitet. „Das Ehrenamt hier in Osterholz-Scharmbeck ist unglaublich und der Campus als Veranstaltungsgelände ein lebendiger, ganz toller Ort“, fasst Susanne von Essen von Sternkultur ihre persönlichen Erfahrungen der vergangenen Wochen mit der Kreisstadt und ihren engagierten Bewohnern zusammen.

Auftakt ist schon am Freitagabend, 21. Juni, um 21.30 Uhr mit dem Sommer-Open-Air-Kino. Auf einer Riesen-Leinwand auf dem Campusplatz läuft „Rocketman“, ein Kino-Musical über den britischen Rockstar Elton John mit ungezählten Hits zum Mittanzen, Mitsingen und Mitsummen. Damit die umliegenden Anwohner nicht gänzlich um den Schlaf gebracht werden, ist die kürzeste Nacht des Jahres um 24 Uhr vorbei.

Um 14 Uhr beginnt das Programm am Sonnabend, 22. Juni, – wieder mit viel Musik. Die Singmäuse Buschhausen werden es eröffnen, auf der großen Bühne und auf dem Platz gibt's außerdem Samba und Tanz von Samba La Moor und Stick Flix sowie Musik verschiedener Genres von bpm+, Five Branches, Lenna, Friday 5pm, der Campus-Band, Muriel Coleen, Faakmarwin und Awa Khiwe.

Von 14 bis 18 Uhr warten auf die Besucher außerdem Aktionen und Infotainment. Das Bewegungs-Projekt Aequipa ist dabei, Origami-Falter aus Holland haben sich angesagt, es gibt ein Glücksrad und ein Fußballturnier des Jugendhauses am Pumpelberg mit bislang 15 Teams. Motto: Fußball ohne Rassismus. Erwartet werden dazu sogar junge Kicker aus Benin. Kitagruppen, die Kreismusikschule, Kunstverein, Lernhaus, Polizei und Stadt beteiligen sich ebenfalls am Programm, in der Kirchenstraße reiht sich auch die Kirchengemeinde St. Willehadi mit „Einfach Willehadi“ ein. Viel Aufmerksamkeit dürfte zudem dem Baum der Wünsche zuteilwerden: Der vom Künstler Olaf Kock konstruierte, vier Meter hohe Hingucker soll Wünsche und Ideen von Osterholz-Scharmbeckern transportierten und wird nach dem Fest ausgewertet.

Zu essen und zu trinken wird es ebenfalls geben, versprechen die Veranstalter. Die Gruppe „Fleißige Frauen“ etwa bereitet kulinarische Highlights vor, mit deren Erlös sie den Bau von Brunnen in Afrika fördern, verheißt Susanne von Essen.

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