Feuerwehr Heilshorn Führungswechsel an der Feuerwehr-Spitze in Heilshorn

Die Freiwillige Feuerwehr Heilshorn hat mit Jens Beckmann einen neuen Ortsbrandmeister. Als Stellvertreter steht ihm sein Vorgänger Heiko Geller zur Seite.
20.01.2020, 15:46
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Friedrich-Wilhelm Armbrust

Heilshorn. Führungswechsel in Heilshorn: Jens Beckmann ist der neue Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr. Sein Vorgänger, Heiko Geller, übernimmt ab sofort das Amt des Stellvertreters. Dafür entschieden sich die Brandschützer auf ihrer Jahreshauptversammlung.

Bevor es jedoch zum Wechsel kam, blickte Geller noch auf das Jahr 2019 zurück. 29 Mal rückte die Heilshorner Wehr im vorigen Jahr aus. In zwei Fällen brannte es. Bei anderen Einsätzen ging es um Hilfeleistungen wie etwa das Abbinden von Ölspuren mit Bindemitteln.

Geller ging außerdem darauf ein, dass die Pflege der Kameradschaft und die Verbundenheit zur Ortschaft wichtige Aufgaben seien. Als Beispiele dafür nannte der Ortsbrandmeister den Knobelabend und die Begleitung des Osterfeuers. Darauf ging auch Ortsvorsteher Holger Heier in seinem Grußwort ein. „Wir freuen uns immer, wenn die Feuerwehr dabei ist. Dann funktioniert es gut.“ Diese Wehr trage viel zu einer guten Dorfgemeinschaft bei, so Heier. Dass es ebenfalls ein gutes Miteinander der Ortswehren untereinander gebe, bekräftigen die Ortsbrandmeister aus Garlstedt, Arne Nestler, und Andreas Lilienthal aus Scharmbeckstotel.

Sorgen bereitet Geller hingegen der Rückgang der aktiven Mitglieder: „Das muss stark beobachtet werden.“ Dieses Jahr soll ein neuer Anlauf unternommen werden, für die Wehr neue Mitglieder zu gewinnen. Geller schwebt vor, dass schon bei der Anmeldung von Neubürgern Werbung für die Feuerwehr gemacht werden müsse. Unter anderem mit Werbeplakat und Anschreiben an alle Heilshorner soll das umgesetzt werden.

Zur Mitgliederentwicklung im gesamten Stadtgebiet informierte Stadtbrandmeister Jörg Bernsdorf. „Die ist noch stabil.“ Allerdings sei in der Tat ein stetig leichter Rückgang zu beobachten. „In den zehn Ortsfeuerwehren gibt es bei uns insgesamt 331 aktive Mitglieder. Davon sind 209 Männer und 22 Frauen“, nannte er Zahlen.

Auch die Erste Stadträtin Bettina Preißner ging in ihrem Grußwort auf das Nachwuchsproblem ein. „Heilshorn entwickelt sich gut. Bald werden hier Grundschule und Kita unter einem Dach sein.“ Insofern böte sich eine Kooperation zwischen Feuerwehr und Grundschule mit Kita an, schlug sie vor. „Für uns als Stadt steht die Nachwuchsförderung ganz oben“, betonte sie. Die Stadt unterstütze dies mit der Vergabe der länderübergreifenden Ehrenamtskarte Bremen / Niedersachsen. Inhaber der Ehrenamtskarte genießen Vergünstigungen in öffentlichen Einrichtungen und bei Anbietern wie aus Sport, Kultur oder Freizeit.

Außerdem betonte Preißner, dass durch die Gründung von Kinderfeuerwehren eine Chance bestehe, Mitglieder für die aktive Wehr zu gewinnen. In Scharmbeckstotel und in der Kreisstadt seien je eine jüngst dazu gekommen. „Die Kinderfeuerwehren sind ein gutes Mittel, an die Feuerwehr heranzuführen“, stimmte ihr Jörg Bernsdorf zu. Preißner teilte weiter mit, dass die Stadt ab 2022 das Feuerwehrgerätehaus erweitern wolle: "Die Fahrzeuge passen sonst nicht mehr in die Halle.“ Eine Damentoilette sei auch geplant.

Brigitte Neuner-Krämer (Bündnis 90 / Die Grünen) versicherte als stellvertretende Bürgermeisterin den ehrenamtlichen Helfern, dass die Feuerwehren für die Politik „eine hohe Priorität haben“. Ihr Dank galt besonders den Familien der Kameraden. Der Jahresbericht habe sie beeindruckt. „Das ist beachtlich, was Sie leisten.“

Stadtbrandmeister Jörg Bernsdorf hob hervor, dass die kleinen Einsätze mehr geworden seien. Dabei sei das Spektrum durch die Notfall-Türöffnungen erweitert worden. Die kommen zum Beispiel in Betracht, wenn sich eine gestürzte Person in einem Raum befindet und sich nicht weiter bewegen kann. Laut dem Stadtbrandmeister hat es im Stadtgebiet im vergangenen Jahr 259 Einsätze gegeben, 99 zu Bränden, 160 Mal standen Hilfeleistungen an.

Zum stellvertretenden Gruppenführer wählte die Versammlung Klaas Murken. Geehrt wurden für 25 Jahre Zugehörigkeit Stefan Geils, für zehn Jahre Björn Müller. Noch als Ortsbrandmeister beförderte Geller Björn Müller zum Hauptfeuerwehrmann. Der Abend schloss mit einem gemeinsamen Essen ab.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+