Regionales Vorzeigeprojekt Heißgetränke vom Lastenrad

Das Genussdepot in OHZ wird Realität: Am Montag geht es mit einer Teileröffnung los.
14.01.2022, 23:22
Lesedauer: 2 Min
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Heißgetränke vom Lastenrad
Von Christian Valek

Osterholz-Scharmbeck. Das neue Genussdepot öffnet am Montag, 17. Januar, im Haus am Markt. Zunächst gibt es einen Start in abgespeckter Form: Ein Café unter Leitung von Monika Wendlandt richtet sich mit seinem Angebot vor allem an junges Publikum. In einem zweiten Schritt soll eine 24 Stunden geöffnete Abholstation für regionale Produkte den Dienst aufnehmen. Beides soll sich ergänzen und im Paket ein attraktiver Anlaufpunkt sein. Das Motto lautet: Informieren, verweilen und genießen.

Monika Wendlandt bietet ab Montag im Café des Genussdepots klassische Kaffeespezialitäten. Auch eine Vielzahl von Variationen ist im Angebot. Tee, heiße Schokolade sowie gepresster Orangensaft, Smoothies und weitere Getränke sollen das Angebot komplettieren. Bei den koffeinhaltigen Getränken sei auch eine vegane und laktosefreie Zubereitung möglich, wie die Unternehmerin betont.

Bio-Qualität und Mehrwegbecher

Herzstück und Hingucker des Lokals ist ein Lastenfahrrad, auf dem die gesamte Brühtechnik ausreichend Platz findet. Drumherum sollen bis zur Eröffnung einige Stehtische und Sitzmöbel platziert werden – fertig ist der erste Teil vom Genussdepot. „Mit meinem Café möchte ich als Teil des regionalen Genussdepots auch junge Leute ansprechen, die es sich auf meinen Sesseln gemütlich machen können“, erläutert Wendlandt. Bei dem Konzept solle die Nachhaltigkeit im Fokus stehen. Dazu gehören Bio-Qualität bei den Produkten und Ausschank in Mehrwegbechern, die gegen Pfand ausgegeben werden. Es soll „nachhaltig gebechert“ werden. Alle To-go-Getränke sollen das Haus in einem wiederverwendbaren Becher verlassen.

Der von Monika Wendlandt bislang mobil betriebene Kaffeeladen auf drei Rädern soll jetzt zum festen Anlaufpunkt im Haus am Markt werden, so die Hoffnung von Innenstadt-Manager Nils Buhlert. Er betreut unter anderem das Genussdepot in der Stadt. Er sei glücklich, mit der Unternehmerin jemanden mit langjähriger gastronomischer Erfahrung gefunden zu haben, sagt Buhlert.

Lob aus Hannover

Mit dem Genussdepot realisiert Osterholz-Scharmbeck ein Modellprojekt, das bereits vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium mit viel Lob bedacht wurde. Für Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Entwicklung, ist das Genussdepot ein hochinnovatives Projekt, wie sie anlässlich eines Besuchs in der Kreisstadt im September betonte. Mit frischen Ideen soll mehr Bewegung in die Innenstädte kommen. Das Genussdepot mit Café und 24-Stunden-Abholstation samt Online-Vermarktung könne eine Vorbildrolle in Niedersachsen einnehmen, bekräftigte seinerzeit Harald Ottmar, stellvertretender Leiter des Amts für regionale Landesentwicklung in Lüneburg, bei einer Stippvisite in Osterholz-Scharmbeck (wir berichteten).

Für die Verwirklichung der Idee stehen Fördermittel aus dem niedersächsischen Programm „Zukunftsräume“ zur Verfügung. Es geht um maximal 280.800 Euro, die die Kreisstadt mit der eingereichten Bewerbung und unter Beteiligung von Stefan Molkentin von der Agentur für Kommunikation, Organisation und Management (Atene Kom GmbH) einwerben konnte. Der Fördersatz liegt bei 90 Prozent. Mit dem Zehn-Prozent-Anteil der Kommune (31.200 Euro) stehen also 312.000 Euro zur Verfügung.

Die geplante Abholstation wird jetzt eingerichtet, die Schließfach-Anlage ist bereits bestellt. Noch zeigt nur ein Banner, wie es im angegliederten Ladenbereich aussehen soll. "Der Betreiber wird demnächst vorgestellt", sagt Innenstadt-Manager Nils Buhlert.

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