Jugendhaus am Pumpelberg Graffiti-Workshop im Jugendhaus am Pumpelberg

Jugendliche aus Spanien, Ukraine, Polen, Tunesien und dem Landkreis Osterholz nehmen zurzeit an einem Austausch-Projekt in Osterholz-Scharmbeck teil. Unter anderem gab es einen Sprayer-Workshop.
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Von Christian Valek

Osterholz-Scharmbeck. Beim Graffiti-Workshop der städtischen Jugendpflege hat auch Bürgermeister Torsten Rohde zur Spraydose gegriffen. Zusammen mit etwa 50 europäischen Jugendlichen, die zurzeit für zehn Tage in der Kreisstadt weilen, ging es an das Sprühen eines Wandbilds im Jugendhaus am Pumpelberg. Als der Aerosolnebel durch die Räume waberte, legte der eine oder andere eine kreative Pause ein, bis sich der Dunst durch das große Dachfenster verzogen hatte. Dann ging es weiter.

Die Aufgabe war klar: Nach und nach sollten die umrissenen Buchstaben des Begriffs „Solidarity“ mit Farbe ausgefüllt werden. Kartons mit Spraydosen standen bereit, Gesichtsmasken und Gummihandschuhe wurden an die Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahre verteilt. Ein Profi-Künstler gab kurze Erläuterungen zur Gestaltung und sicheren Handhabung der Spraydosen, dann ging's schon los.

Um jedem ausreichend Raum für den künstlerischen Einsatz zu geben, wurden die Jugendlichen in kleine Gruppen aufgeteilt, wechselweise schritten sie zum Wandbild, um ihren Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Wer Pause hatte, konnte in der Sporthalle des Jugendhauses kicken oder in der Küche beim Zubereiten der Bratäpfel helfen. Hinter dem Graffiti-Workshop-Nachmittag steht der Bremer Verein Naturkultur, der ein Veranstaltungshaus in Garlstedt unterhält. Dort finden verschiedene Veranstaltungen mit jungen Erwachsenen aus ganz Europa statt. Das Projekt werde vom europäischen Begegnungs- und Austauschprogramm Erasmus Plus gefördert. Für die Jugendlichen sei es kostenlos, wie einer der beiden Vereinsvorsitzenden, Darko Mitevski, betonte.

Etwa 500 Jugendliche im Jahr lernen bei ihrem Aufenthalt auch das Leben in Osterholz-Scharmbeck kennen. Erklärtes Ziel der Naturkultur-Projekte ist die Völkerverständigung. Der Workshop am Pumpelberg ist Teil einer internationalen Jugendbegegnung, die unter dem Motto steht “Tolerance Above All”. Daran nehmen Jugendliche aus Spanien, Ukraine, Polen, Tunesien und dem Landkreis Osterholz teil. Sie wohnen im ehemaligen Pfauenhof in Garlstedt. Dort hat der Verein Naturkultur ein weiteres Domizil, in dem Seminare und Workshops angeboten werden. Dazu zählen auch Ausflüge in die Kreisstadt. Darko Mitevski: „Unser Ziel ist, mithilfe der Projekte die Toleranz zu fördern und es Jugendlichen aus verschiedenen Ländern zu ermöglichen, Jugendliche aus verschiedenen Ländern und Kontexten kennenzulernen.“ So könnten sie ein Verständnis für die Werte anderer Kulturen und Gemeinschaften erfahren, ist Mitevski überzeugt.

Die Jugendbegegnung markiert zugleich den Auftakt zu einer engeren Zusammenarbeit des Vereins mit dem Jugendhaus Pumpelberg, wie Stefanie Bourai-Touré als Leiterin der städtischen Jugendpflege der Redaktion erläuterte. Auch der Landkreis Osterholz unterstütze das Projekt. Am Wochenende findet ein weiteres Treffen der Jugendlichen in der Sporthalle der Integrierten Gesamtschule (IGS) statt.

Bürgermeister Torsten Rohde ermunterte die jungen Menschen, in der Stadt Spaß zu haben und die Zeit zu genießen. Der Jugendaustausch sei ein sehr wichtiges Projekt, sagte Rohde in seiner Begrüßungsrede aus Englisch. Wenn man sehe, wie viel Gewalt in der Welt herrsche, sei ein solches Projekt unabdingbar. Der Aufenthalt der Gäste solle nicht ihr letzter in der Kreisstadt gewesen sein, hofft Rohde. „Sie sind eingeladen, zurückzukommen“, betonte Torsten Rohde.

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