Rüstzeug für die schnelle Hilfe vor Ort Gymnasium bietet Schulsanitätsdienst-AG an

Von der Herzdruck-Massage bis zur Schlaganfall-Früherkennung: Am Gymnasium Osterholz-Scharmbeck rüsten sich Jugendliche in einer AG für Notfalleinsätze.
16.03.2022, 21:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christa Neckermann

Osterholz-Scharmbeck. Sie sind zwischen zwölf und 18 Jahren alt und engagieren sich seit Ende der Sommerferien des vergangenen Jahres in der Schulsanitätsdienst-AG am Gymnasium Osterholz-Scharmbeck: Julia S. und ihre Zwillingsschwester Joana, Celina, Jan Matthis mit dem dunklen Wuschelkopf, Shannon, Ruqaya und Nour, Julia I., Jonas und die beiden Sanitäter-Anwärter Dominik und Theodor.

„In der Schule kann es immer mal zu Unfällen oder Verletzungen kommen, da ist es sinnvoll, ausgebildete Ersthelfer zu haben“, findet Sabine Binner, die Lehrerin am Gymnasium, die die Schulsanitäter-AG am Gymnasium aufgebaut hat und nun betreut. Dafür ist sie besonders geeignet: „Meine erste Ausbildung habe ich als Krankenschwester gemacht“, verrät sie.

Einige bringen Vorkenntnisse mit

Wie so vieles im Leben unterliegt auch das Aufgabenfeld des Ersthelfers ständigem Wandel, und so holte sich Sabine Binner fachkundige Hilfe beim DRK Kreisverband, als es um die Erste Hilfe-Ausbildung ihrer Schützlinge ging. Dabei lernten die Jugendlichen die Herzdruck-Massage, wie man einen Verletzten in die stabile Seitenlage lagert, Verbände anlegt, mit einer Trage umgeht, und – vor allen Dingen – in einer Notfallsituation einen kühlen Kopf bewahrt. Einige der jungen Schulsanitäter bringen schon Vorkenntnisse mit – so haben etwa Julia und ihre Schwester Joana sowie auch Nour bereits in der Grundschule einen Erste-Hilfe-Kurs abgelegt.

Jan Matthis engagiert sich schon ehrenamtlich als Rettungsschwimmer, zu deren Ausbildung auch Erste-Hilfe Kenntnisse gehören.

Wöchentliche Treffen

Die Schulsanitäter-AG sei „nicht unnötig“ finden die jungen Ersthelfer, die bei ihren wöchentlichen Treffen nach Unterrichtsschluss auch etwas über häufige Krankheitsbilder, deren richtige Deutung und eventuell nötige Hilfsmaßnahmen sprechen. Welche Hilfe benötigt ein Diabetiker, was tut man bei Kopfverletzungen, wie werden Wunden behandelt und wie sehen die Symptome eines Schlaganfalls aus? Die Jugendlichen durften auch einen Rettungswagen besichtigen und sich mit den Rettungssanitätern alle wichtigen Geräte darin genau erklären lassen.

Ruqaya interessiert sich deshalb für all diese medizinischen Fragen, weil sie einmal Chirurgin werden möchte. Shannon findet die Ersthelfer-Ausbildung und die hier erworbenen Kenntnisse auch für den privaten Bereich hilfreich. Celina möchte vor allen Dingen bei Unfällen nicht nutzlos herumstehen, sondern den Opfern fachgerecht helfen können.

Rufbereitschaft

Täglich übernehmen immer zwei Schulsanitäterinnen oder -sanitäter eine Rufbereitschaft. Das Sekretariat des Gymnasiums kann sie alarmieren, wenn an der Schule Erste Hilfe geleistet werden muss. Darüber hinaus stellen die Helferinnen und Helfer zum Beispiel bei Sportfesten und Schulfeiern den Sanitätsdienst sicher. Demnächst wird es noch einen Funkmeldeempfänger geben, der die diensthabenden Sanitäter an den Einsatzort ruft.

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