Gymnasium OHZ hat Besuch

Europapolitiker stellt sich kritischen Schülerfragen

Mit Fragen zur Umwelt- und Außenpolitik löcherten jetzt Zehntklässler vom Gymnasium Osterholz-Scharmbeck den Europaparlamentarier David McAllister.
15.06.2021, 18:28
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Von Christa Neckermann
Europapolitiker stellt sich kritischen Schülerfragen

David McAllister beantwortete ausführlich die vom Moderatorenteam des zehnten Jahrgangs gestellten Fragen.

Christa Neckermann

Osterholz-Scharmbeck. David McAllister besuchte im Rahmen des Europatags jetzt nicht zum ersten Mal das Gymnasium Osterholz-Scharmbeck. Bereits 2019 war der Europaparlamentarier dort zu Gast, um sich den Fragen der gut vorbereiteten Schüler zu stellen. Am Montag konfrontierten jetzt Zehntklässler den CDU-Politiker mit Fragen, zur Umwelt- und Außenpolitik. Anton Liechan, Alicia Schönfeld und Annalena Schütt übernahmen es, dem ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten auf den Zahn zu fühlen, Abschweifungen nicht hinzunehmen und den Politiker immer wieder auf den Kern ihrer Fragen hin zu leiten, die sie unter Mitschülern gesammelt hatten.

Zunächst betonte McAllister, die Europäische Union (EU) sei "trotz unbestrittener Schwächen eine Union des Friedens". Beim Thema Umweltschutz gehe es inzwischen auch nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie - etwa auf dem Feld von Energiewirtschaft und Ökologie. „Deutschland steigt sowohl aus der Atom-, als auch aus der Kohle-Energie aus und wechselt zu erneuerbaren Energien", unterstrich der Politiker und schilderte ein Dilemma: "Das führt dazu, dass zwar viele mit Offshore-Windparks in der Nordsee einverstanden sind, aber nicht mit den Stromtrassen, die offshore erzeugte Energie ins Landesinnere transportieren", so der Politiker. "Hier müssen wir lernen, uns in Deutschland mehr zusammenzureißen.“

Auch das Verhältnis der EU zu China und zur Türkei kam bei den Schülerfragen zur Sprache. EU-Parlamentarier, die den Umgang Chinas mit dessen Minderheiten kritisierten, müssten mit Sanktionen rechnen, hieß es. McAllister erklärte, er halte China für "die größte außenpolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts". Das Land könne Kooperationspartner beim Klimaschutz und zugleich wirtschaftlicher Wettbewerber sein.

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