Neujahrsempfang des OSTERHOLZER KREISBLATT

Ideen und Informationen ganz analog ausgetauscht

Verlagsgeschäftsführerin Angelika Saade konnte beim Neujahrsempfang des OSTERHOLZER KREISBLATT in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck am Mittwochabend mehr als 700 Gäste begrüßen.
08.01.2020, 21:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Schön
Ideen und Informationen ganz analog ausgetauscht

Mehr als 700 Gäste sind am Mittwochabend der Einladung des OSTERHOLZER KREISBLATT zum Neujahrsempfang in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck gefolgt.

Christian Kosak

Wenn mit dem Anbruch einer neuen Dekade die Jahreszahl zwei neue Ziffern auf einmal bekommt, wird immer besonders intensiv zurück und nach vorn geschaut. Auch beim Neujahrsempfang des OSTERHOLZER KREISBLATT lenkte Verlagsgeschäftsführerin Angelika Saade die Blicke in beide Richtungen. Sie erinnerte an die Roaring Twenties, die goldenen Jahre des vergangenen Jahrhunderts, wirtschaftlich und kulturell eine Blütezeit, und stellte die Frage: „Werden nun die Zwanzigerjahre unseres Jahrhunderts die digitalen Zwanziger?“

Regte zum analogen Dialog über das digitale Zeitalter an: Gastgeberin und Verlagsgeschäftsführerin Angelika Saade.

Regte zum analogen Dialog über das digitale Zeitalter an: Gastgeberin und Verlagsgeschäftsführerin Angelika Saade.

Foto: Christian Kosak

Angelika Saade gab darauf selbst die Antwort. Eine, die dazu ermutigen sollte, „sich mit dem ständigen Wandel konsequent auseinanderzusetzen“. Die Veränderungen hätten eine höhere Geschwindigkeit erreicht und würden alle Lebensbereiche der Menschen berühren „(Nichts wird mehr bleiben, wie es ist“). Verschiedene Prozesse fänden gleichzeitig statt. „Wer das aber erkennt und überzeugt lebt, hat es möglicherweise leichter, dabei zu bleiben und teilzuhaben.“ Das gelte für die Politik von Berlin bis Osterholz-Scharmbeck, für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

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Dirk Böhling unternahm in seinem Unterhaltungsprogramm ebenfalls eine Zeitreise in die Zwanzigerjahre, die des 18. Jahrhunderts, 300 Jahre zurück ins Geburtsjahr Jürgen Christian Findorffs, der auch nicht weit entfernt vom heutigen Standort der Stadthalle segensreich gewirkt hatte. Der Schauspieler und Moderator trug einen Song vor, der dem Lebenswerk des Moorkommissars gewidmet war. Auszug: „Findorff – ohne Dich wär‘n wir nicht hier und es wäre öd und leer bis zum Weyerberg!“ Danach blieb noch jede Menge Zeit fürs Speed-Dating, bei dem sich zeigte, dass analoge Kommunikation besser und schneller funktionieren kann als die digitale Übermittlung. Ein Lächeln – oder auch ein Stirnrunzeln – vermag oft mehr zu sagen als tausend geschriebene Worte.

Einfach nur Gast sein: das genossen die Bürgermeister Harald Stehnken (Schwanewede), Marion Schorfmann (Grasberg), Kristian Tangermann (Lilienthal), Susanne Geils (Ritterhude), Torsten Rohde (Stadt) und Landrat Bernd Lütjen (v.l.).

Einfach nur Gast sein: das genossen die Bürgermeister Harald Stehnken (Schwanewede), Marion Schorfmann (Grasberg), Kristian Tangermann (Lilienthal), Susanne Geils (Ritterhude), Torsten Rohde (Stadt) und Landrat Bernd Lütjen (v.l.).

Foto: Christian Kosak

Von den mehr als 700 Gästen, die der Einladung der Heimatzeitung in die festlich dekorierte Stadthalle Folge geleistet hatten, wurden etliche besonders begrüßt. Unter ihnen die „Spitzen“ der hiesigen Politik und Verwaltung. Auch führende Vertreter der regionalen Wirtschaft, der Kirche sowie Kulturschaffende hatten sich angekündigt. Gekommen waren ebenso Feuerwehrleute, Polizisten, Unternehmer, Vereinsvorsitzende und Lehrer aus der Region.

Neujahrsempfang Osterholzer Kreisblatt

Zeitung ist ihr Metier: BTAG-Vorstand David Koopmann (Mitte) und die BTAG-Aufsichtsratsmitglieder Jochen Becker (l.) und Bernhard Gätjen.

Foto: Carmen Jaspersen

Die Themen, die Angelika Saade unter dem Motto „Was geht, und was bleibt?“ vorgegeben hatte, dürften reichlich Gesprächsstoff geliefert haben. Die Geschäftsführerin nannte als beispielhaft für das, was unbedingt bleiben sollte: das Kreiskrankenhaus, das Heimatmuseum, der Künstlerort Worpswede in seiner „Einzigartigkeit“, die Kirche als moralischer Kompass für die Orientierung im Wandel auch von Werten – und natürlich die Heimatzeitung.

WESER-KURIER-Chefredakteurin Silke Hellwig im Gespräch mit dem Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel.

WESER-KURIER-Chefredakteurin Silke Hellwig im Gespräch mit dem Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel.

Foto: Christian Kosak

Sie nutzte die Gelegenheit, auf die Einrichtung des ehrenamtlich unterstützenden Leserbeirats zu verweisen - für einen noch besseren „Draht“ zwischen KREISBLATT-Redaktion und Zeitungsabonnenten und weiteren Lesern. Die traditionellen Medien hätten große Herausforderungen zu bewältigen. Doch die Heimatzeitung müsse bleiben. Denn: „Ohne Meinungsfreiheit und kritische, freie Presse gibt es keine Demokratie.“

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