Bauarbeiten in Scharmbeckstotel

Neue Kanäle für das Schmutzwasser

Die Osterholzer Stadtwerke lassen weitere Rohre für die Schmutzwasser-Entsorgung erneuern. Ab Montag, 27. September, sind Leitungen in Scharmbeckstotel dran.
22.09.2021, 17:28
Lesedauer: 2 Min
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Neue Kanäle für das Schmutzwasser
Von Christian Valek

Osterholz-Scharmbeck. Die Osterholzer Stadtwerke lassen in Scharmbeckstotel neue Kanalrohre verlegen. Die Bauarbeiten finden im Bereich der Straßen Am Rosenmoor, Am Ziegelmoor und Stoteler Bergstraße statt. Los geht es am Montag, 27. September. Für das Fertigstellen sind etwa zehn Wochen angesetzt. Der Osterholzer Energieversorger investiert rund 400.000 Euro vor Ort. 

Die neue Schmutzwasser-Druckrohrleitung wird im sogenannten Horizontal-Spülbohrverfahren installiert. Damit lassen sich offene Rohrgräben vermeiden, wie das Unternehmen über seinen Sprecher Jürgen Möller mitteilt. In die entstandenen Tunnel werden die neuen Kunststoffleitungen aus Polyethylen (PE) eingezogen, weiß Kanalsanierungs-Fachmann Thomas Schnakenberg. Statt durchgängiger Gräben benötige man deshalb nur vereinzelte Baugruben in Abständen zwischen 150 und 250 Metern. Die neue Leitung hat einen Durchmesser von knapp 20 Zentimetern, sie ist insgesamt rund 930 Meter lang. Durch diesen Abschnitt soll dann das gesamte Schmutzwasser aus Scharmbeckstotel fließen.

Lärmbelästigung

Die vom Osterholzer Energieversorger beauftragte Fachfirma werde sich bemühen, die Beeinträchtigungen für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, erläutert Jürgen Möller. Die Anwohner seien über die bevorstehenden Arbeiten bereits schriftlich informiert worden. „Die Stadtwerke bitten um Verständnis für die erforderliche Baumaßnahme, bei der es zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen und Lärmbelästigungen kommen kann.“

Bereits vor einem Jahr haben die Stadtwerke in einem ersten Bauabschnitt ein Teilstück am Pumpwerk im Bereich Am Mühlenbruch erneuert. Von dort wird das Schmutzwasser durch die Druckrohrleitung zur Stoteler Bergstraße hoch gepumpt. Anschließend fließt es im sogenannten Freigefälle entlang der Settenbecker Straße in Richtung der Kläranlage in Lintel.

Eine Million Euro jährlich

Das Osterholzer Unternehmen setze damit sein umfassendes Kanalsanierungsprogramm fort. Jährlich investiere die Firma dafür mehr als eine Million Euro, heißt es zur weiteren Erläuterung. Das gesamte Kanalnetz der Kreisstadt hat eine Länge von 282 Kilometern. 31 Pumpwerke sorgen für den sicheren Betrieb. Abschnitte des Kanalnetzes würden jährlich mit einer selbst fahrenden Kanalkamera untersucht. Anhand dieser Untersuchungsergebnisse würden dann die nächsten Sanierungsmaßnahmen geplant, so Jürgen Möller.

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