SV Komet Pennigbüttel II

Matthias Stelljes: „Uns fehlt einfach ein Goalgetter“

Matthias Stelljes coacht zusammen mit Pepe Diomande die zweite Herren des SV Komet Pennigbüttel II. Im Interview bezieht er Stellung zur aktuellen Situation bei den Lila-Weißen.
20.02.2021, 10:50
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann
Herr Stelljes, sind Sie mit dem bisherigen Abschneiden Ihres Teams einverstanden?

Matthias Stelljes: Auf jeden Fall. Wir haben vor der Saison zwei Mannschaften zusammengewürfelt. Bei der 1:3-Niederlage zum Auftakt beim FC Hansa Schwanewede II sind wir fast nur mit Spielern aus der ehemaligen „Dritten“ angetreten. Dennoch hat sich die Mannschaft gut geschlagen und stetig verbessert. Wir hätten auch noch zwei machbare Gegner im Oktober gehabt. Deshalb ist es sehr schade, dass die Saison dann wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurde.

Weshalb haben Sie die dritte Mannschaft überhaupt aufgelöst, wenngleich 45 Spieler auf zwei Teams hätten verteilt werden können?

Weil die dritte Formation als Mannschaft zusammenbleiben wollte, während unser zweites Teams nur 15 Leute hatte und deshalb noch Spieler benötigte. Weil dann die „Zweite“ aufgelöst werden sollte, mussten wir als dritte Mannschaft ohnehin hochrücken. Nach dieser Saison hätten wir aber wahrscheinlich sowieso eine Mannschaft aus beiden Teams gebildet.

Ist es denn aber nicht schwierig, 45 Spieler bei Laune zu halten?

Ja, das ist sogar sehr schwierig. Aber das kannte ich auch schon aus dem dritten Team, in dem mir 30 Spieler zur Verfügung standen. Da wir aber auch viele Schichtarbeiter dabei haben, sind ohnehin nur immer etwa 20 Leute beim Training, von denen dann diejenigen spielen, die am häufigsten daran teilnehmen.

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Haben sich auch schon Spieler wegen des Riesenkaders verabschiedet?

Ja. Eduard Korsch hat uns in der Winterpause in Richtung SV Buschhausen verlassen. Er möchte mit seinen Kumpels wie Andrej Witmann zusammenspielen. Raphael Schmidt hatte sich bereits im Sommer den Buschhausern angeschlossen. Alle anderen wollen aber bleiben.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Ihrem Co-Trainer „Pepe“ Diomande?

Wir verstehen uns sehr gut. „Pepe“ ist auch nur auf dem Papier mein Co-Trainer. Wir entscheiden alles gleichberechtigt zusammen. Während ich mich als eine Art Teammanager mehr um das Organisatorische kümmere, übernimmt „Pepe“ das Sportliche und Taktische. Probleme gibt es dabei keine.

Ich nehme mal an, dass Sie sich mehr als 13 Tore aus acht Spielen gewünscht hätten?

Ja, uns fehlt aber einfach ein Goalgetter. Wir mussten uns am Anfang auch erst finden. Viele Spieler mussten sich erst an das höhere Tempo in der 1. Kreisklasse gewöhnen. Deswegen geht es in erster Linie zunächst darum, hinten sicher zu stehen. Erst dann kommt das Offensivspiel. Uns fehlt vorne aber auch ein Großer, der mal ein Kopfballtor erzielen kann. Dennoch bin ich optimistisch, dass wir am Ende unser Ziel, einen gesicherten Mittelfeldplatz, erreichen werden.

Haben sich in den bisherigen Partien Spieler besonders positiv hervorgetan?

Pascal Bolz geht im defensiven Mittelfeld als Kapitän immer voran. Wenn er nicht dabei ist, macht sich das negativ bemerkbar. Marco Statz wollte eigentlich nur noch Spaß in der „Dritten“ mit weniger Training haben. Dafür hat er jetzt aber richtig Bock und hängt sich voll rein. Auch Mats Feder und Marcel Claholz sind wichtige Stützen der Mannschaft. Julian Ahrensfeld ist zudem immer eine Bank als Innenverteidiger.

Das Gespräch führte Karsten Hollmann

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Info

Zur Person

Matthias Stelljes (47)

war von 2005 bis 2015 als Trainer und Co-Trainer im zweiten Team des SV Komet Pennigbüttel tätig. Dann übernahm der Teamleiter im IT-Einkauf eines Windenergie-Unternehmens das dritte Team der Lila-Weißen, das vor dieser Saison mit der zweiten Mannschaft fusionierte.

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