Bunte Häuser für Vögel Bunte Nistkästen für den guten Zweck

Bei Peter Schulze in Hülseberg sind in der Brutsaison die meisten seiner selbst gebauten Nistkästen belegt. Nun bietet er neue Nistkästen zugunsten eines wohltätigen Zwecks an.
19.02.2022, 10:00
Lesedauer: 2 Min
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Bunte Nistkästen für den guten Zweck
Von Christian Valek

Hülseberg. Die Corona-Pandemie hat in Peter Schulze die Bastel-Leidenschaft neu entfacht. Als das gesellschaftliche Leben auf ein Minimum heruntergefahren war, hat der Landwirt seine Energie verstärkt in den Bau von Nistkästen gesteckt. Mittlerweile gibt es Dutzende von Vogel-Residenzen auf seinem Hof in Hülseberg. Peter Schulze besitzt mittlerweile knapp 70 Häuschen. Und immer wieder kommen neue Modelle hinzu. Nun möchte er sich von einigen trennen – und anderen damit etwas Gutes tun.

Einnahmen für Kita

Die Einnahmen aus der Abgabe der Nistkästen will Schulze – je zur Hälfte – dem Kindergarten in Ohlenstedt und dem SOS-Kinderdorf Worpswede zukommen lassen. Er ist der Meinung, dass man gerade jetzt den Jüngsten etwas Gutes tun müsse. Denn die Kleinsten hätten in der Pandemie sehr zurückstecken müssen. Medienberichte über das Schicksal einiger Kinder hätten ihn tief berührt, wie Schulze im Gespräch mit der Redaktion erläutert. „Vielleicht kann ich etwas helfen.“

Beim Bau der Häuschen hat sich Schulze auf seine Intuition verlassen, bei der Wahl des Anstrichs ließ er seine Fantasie spielen. Was für das menschliche Auge eine besondere Rolle spiele, sei den Piepmätzen anscheinend egal, ist er nach Jahren überzeugt. Und doch ist er nicht ganz sicher, ob die Farbe des Anstrichs die Vögel anzieht oder abstößt. „Vielleicht ist es auch so wie bei den Menschen“, sagt er. „Der eine will ein knallgelbes Auto haben, der andere bevorzugt es in Schwarz.“

Farbe hin, Form her

Farbe hin, Form her: Selbst die klapprigsten Häuschen würden tierische Liebhaber finden, weiß er und erinnert sich an ein Erlebnis: Als er einen alten Kasten zum Ausrangieren weggestellt hatte, habe sich plötzlich eine Meise für den am Boden stehen Nistkasten interessiert. Schulze befestigte ihn deshalb kurzerhand wieder an einem Pfahl. Wenige Wochen darauf brütete tatsächlich eine Miese darin. „Die hat vier Junge darin groß gezogen.“

Das zeige ihm, dass das Äußere bei der Wahl wohl kaum eine Rolle spiele; auch die Größe des Einfluglochs sei aus seiner Sicht als eher zweitrangig zu bewerten. „Alle Einfluglöcher sind 30 Millimeter weit“, sagt der Bastler. „Die Vögel müssen sich einfach wohlfühlen.“ In diesem Punkt hat er den Dreh offenbar raus: Meise, Spatz, Kleiber oder Rotkehlchen würden schließlich in nahezu allen seiner Bastelbuden schon seit Jahren brüten, führt er an.

"Klingeln, gucken und mitnehmen"

Wer sich bei Peter Schulze die selbst gebauten Nistkästen anschauen will, ist herzlich dazu eingeladen. Mindestens 25 Stück stehen auf seinem Hof an der Garlstedter Straße 1 in Hülseberg zur Auswahl bereit. Und da die Vogelhäuschen später auch den Menschen gefallen sollen, hält er für Interessierte viele bunte Modelle bereit. Für jeden Geschmack dürfte eines dabei sein, sagt er. „Einfach vorbeikommen, klingeln, gucken und mitnehmen.“

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