Fußball-Bezirksliga Lüneburg

Locker leichter Sieg für Pennigbüttel

Nach dem 5:0 gegen den TSV Achim fuhr der SV Pennigbüttel den nächsten wichtigen Dreier ein. Gegen das Schlusslicht MTV Rieder feierte der Bezirksligist ein klares 4:0.
09.12.2019, 16:02
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Locker leichter Sieg für Pennigbüttel
Von Dennis Schott

Pennigbüttel. „Wie lang ist denn noch?“, fragte Marcel Bremer, als er gerade zum vierten Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen musste. Die Frage des Torhüters des MTV Riede war durchaus berechtigt. Denn noch waren immerhin mehr als 20 Minuten zu spielen, und es deutete vieles darauf, dass es der gastgebende SV Pennigbüttel nicht dabei belassen würde. Der Fußball-Bezirksligist tat es schließlich aber doch. Was nicht bedeutete, die Lilahemden hätten ihren Vorwärtsdrang im sicheren Gefühl des Sieges eingestellt. Das Gegenteil war der Fall. Die Hausherren erspielten sich weitere gute Möglichkeiten, ließen sie aber letztlich ungenutzt.

Die Pennigbütteler waren aber auch so mit dem 4:0 (1:0) zufrieden. Vor allem Trainer Malte Jaskosch, der seiner Mannschaft eben dieses Nicht-Nachlassen hoch anrechnete, auch ungeachtet der Tatsache, dass sie drei sehr wertvolle Punkte gegen einen Abstiegskandidaten einsackte. „Natürlich war das ein ganz wichtiger Sieg. Aber für mich war viel wichtiger, wie wir gespielt haben. Gerade bei diesen Platzverhältnissen. Das hat die Mannschaft angenommen und einfach guten Fußball gespielt, und zwar von der Nummer eins bis elf. Bis zur letzten Minute. Das war sehr gut“, frohlockte der „Komet“-Coach.

Die Hausherren brauchten allerdings etwas, um gegen das Schlusslicht auf Betriebstemperatur zu kommen. Eine halbe Stunde war bereits gespielt, als Joschua Zurek zum erneut im Sturm aufgebotenen René Thiel durchsteckte, dieser aber das Leder nicht an Riedes Schlussmann Bremer vorbeispitzeln konnte. Zuvor warteten die Hausherren mit Halbchancen auf, während die Gäste bis zu diesem Zeitpunkt nur zu einem Abschluss kamen. Der Schuss von Arne Westermann landete bezeichnenderweise im Seitenaus. Eine Szene, die viel über die Harmlosigkeit des MTV Riede aussagte. Und trotzdem besaß Luca-Philipp Johanningmeier die Möglichkeit, die Rieder in Führung zu bringen, als er einfach mal ein Herz nahm und das Leder nur knapp neben den rechten Pfosten setzte (35.).

Es war neben einem Kopfball von Kai Schumacher (44.) die einzig nennenswerte Möglichkeit der Gäste im gesamten Spiel gewesen. Die Pennigbütteler wiederum holten sich kurz nach der ersten Rieder Chance ihren verdienten Lohn ein, als Rafael Monsees nach einer kurz ausgeführten Ecke in den Strafraum drang und aus halblinker Position zur Führung traf (39.). Mit dem Wiederanpfiff wurden die Aktionen der Hausherren zwingender.

Gerade fünf Minuten waren gespielt, als Joschua Zurek an einer flachen Hereingabe von René Thiel vorbeirauschte, um nur wenige Augenblicke später selbst nach innen zu Thiel zu passen, der aus Nahdistanz an MTV-Keeper Bremer scheiterte. „Weiter, weiter“, ermunterte Coach Jaskosch seine Elf von der Seitenlinie, wohl wissend, dass sie sich auf dieser dünnen Führung nicht ausruhen darf. Und er musste nur sechs Minuten warten, ehe die Hausherren auf 2:0 erhöhten. Nach einem Konter war René Thiel enteilt und schob trocken ein. Die Entscheidung war längst gefallen, aber die Hausherren schienen weiterhin Gefallen an ihrem Spiel zu finden. Und setzen nach. Als Paradebeispiel dafür galt Fabian Kauf, der nicht locker ließ und dem Rieder Verteidiger auf der rechten Außenbahn das Leder abluchste, nach innen zog und dort Joschua Zurek fand, der nur noch einschieben musste (60.).

Das Geschehen spielte sich auch danach weiterhin ausschließlich in der Rieder Hälfte ab. Und die Pennigbütteler hätten sich noch mehrere Chancen als ohnehin erspielt, wenn das Schiedsrichtergespann um Steffen Nabert nicht ein ums andere Mal fragwürdig entschieden hätte. So köpfte ein Rieder Abwehrspieler einen Meter im Aus stehend den Ball zurück ins Feld, und Nabert ließ vermutlich deshalb weiterlaufen, weil sein (sehr junger) Assistent seine Fahne unten ließ. Eine Entscheidung, die sowohl bei den Pennigbüttelern als auch bei den Riedern ungläubiges Kopfschütteln verursachte. Vor diesem Hintergrund konnte man nur froh sein, dass der Spielverlauf so eindeutig war. Bei jedem engeren Spiel wäre der Unparteiische ob dieser Leistung stark in den Fokus gerückt.

Sei es drum. Die Partie war eh vorzeitig entschieden, und zu guter Letzt durfte noch einmal der 42-jährige Routinier Thiel ran, der – klasse bedient von Joschua Zurek – seinen Gegenspieler locker enteilte und zum 4:0 einschob. Zur Erleichterung von Riedes Keeper Bremer war es bereits der Endstand.

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