Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3

Malte Jaskosch kehrt zurück zum SV Komet

Gerade einmal eine Woche hat es gedauert, ehe der SV Komet Pennigbüttel einen Nachfolger für seinen zurückgetretenen Chefcoach Marco Meyer gefunden hat.
11.06.2019, 20:13
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Malte Jaskosch kehrt zurück zum SV Komet
Von Tobias Dohr
Malte Jaskosch kehrt zurück zum SV Komet

Gibt ab sofort wieder die Richtung beim SV Komet Pennigbüttel vor: Malte Jaskosch.

Hans-Henning Hasselberg

Pennigbüttel. Gerade einmal eine Woche hat es gedauert, ehe der SV Komet Pennigbüttel einen Nachfolger für seinen zurückgetretenen Chefcoach Marco Meyer gefunden hat. Der Fußball-Bezirksligist konnte seinen ehemaligen Erfolgstrainer Malte Jaskosch zu einem Comeback überreden. Der 54-Jährige hatte die Lila-Weißen im Sommer 2014 in der Kreisliga übernommen und das Team mit zwei Aufstiegen in Folge bis in die Landesliga Lüneburg geführt.

„Für uns ist Malte natürlich die absolute Wunschlösung“, sagt Spartenvorstand Olaf Windhorst, der betont, dass der Verein auch lediglich den in nächster Nähe zum Pennigbütteler Sportplatz wohnenden Jaskosch kontaktiert habe. Dass Windhorst überhaupt aktiv werden musste, lag an dem für alle Seiten doch ziemlich überraschenden Rücktritt von Marco Meyer, der eigentlich noch ein Jahr Vertrag bei den „Kometen“ gehabt hatte (wir berichteten). So stellte Windhorst auch im Zuge der Jaskosch-Verpflichtung noch einmal fest: „Die Mannschaft und auch der Verein hatten sich ganz klar für eine weitere Zusammenarbeit mit Marco Meyer ausgesprochen.“

Genau jene komplizierte Situation hatte auch Malte Jaskosch zunächst zögern lassen. Immerhin war Marco Meyer beim FC Worpswede einst jahrelang Jaskoschs Kapitän und engster Vertrauter gewesen. Auch als Meyer vor zwei Jahren beim SV Komet Pennigbüttel übernommen hatte, soll es Jaskosch gewesen sein, der im Vorfeld ein wenig vermittelt hatte. Deshalb fiel es ihm doppelt schwer, dass nun ausgerechnet er die Nachfolge seines Zöglings antreten sollte. Am Ende ging es aber eben nicht um die persönliche Vergangenheit, sondern um die Zukunft der Mannschaft. Und da fühlte sich Jaskosch eben auch verpflichtet.

„Ich habe natürlich mitgekriegt, dass eine gewisse Resonanz aus der Mannschaft kam“, sagt Jaskosch und fügt hinzu: „Wenn ein Trainer am 3. Juni zurücktritt, ist es für den Verein natürlich extrem schwer, einen passenden Nachfolger zu finden.“ Jaskosch hingegen kennt die Mannschaft und den Verein bestens. Zuletzt war er auf dem besten Wege, eine Rolle in der Jugendabteilung des Klubs zu übernehmen. Jetzt übernimmt er zum zweiten Mal das Aushängeschild des Vereins. „Es war wirklich nicht meine Absicht, ab 1. Juli hier wieder auf dem Platz zu stehen, aber am Ende war es eben auch Marcos persönliche Entscheidung, nicht weiterzumachen.“

Jaskosch kann in Zukunft im besten Fall gleich auf zwei spielende Co-Trainer bauen. Denn nicht nur Altmeister René Thiel (42 Jahre) wird in der kommenden Spielzeit weitermachen, mit Jan Kleen (30) peilt ein ganz wichtiger Akteur nach fast 15-monatiger Verletzungspause sein Comeback an. Und auch Fabian Kauf, der zuletzt ebenfalls fast acht Monate außer Gefecht gesetzt war, will zur neuen Saison wieder voll einsteigen. Welche Sogwirkung das Jaskosch-Comeback darüber hinaus in Spielerkreisen haben wird, darf mit Spannung abgewartet werden.

Am gestrigen Dienstagabend kam das neue Funktionsteam um Jaskosch, Thiel und Kleen das erste Mal zusammen, um die dringlichsten Themen zu besprechen. Trainingsauftakt, das steht bereits fest, wird am Sonntag, 30. Juni, sein. Bis dahin soll nun schleunigst geklärt werden, wie der Kader aussieht. Mit Konstantinos Katsanos und Ahmed Fadika verlieren die „Kometen“ einiges an Qualität. „Aber es werden ein paar junge Leute hinzukommen und darüber hinaus wird sicher auch noch ein bisschen was passieren“, so Jaskosch.

Neben den beiden Co-Trainer Thiel und Kleen wird Manfred „Bulli“ Bullwinkel weiterhin als Betreuer fungieren. Eine Neubesetzung gibt es hingegen auf der Torwarttrainerposition. Für André Flathmann, der diesen Posten fünf Jahre innehatte, übernimmt zur neuen Spielzeit Filip Rucki, ebenfalls ein Komet-Urgestein. „Das war für mich ganz wichtig, dass das Trainerteam feststeht und entsprechend stark besetzt ist“, sagt Malte Jaskosch. Mit konkreten Saisonzielen hält sich der neue, alte Trainer naturgemäß zurück. Vorerst gehe es vor allem um eins: „Man soll sehen, dass wir Kometen sind.“

Info

Zur Sache

Diomande und Blumenthal übernehmen die zweiten Herren

Der SV Komet Pennigbüttel hat auch für die zweite Mannschaft die Weichen gestellt. Nach dem Abgang von Trainer Gürkan Ertas zum FC Hambergen soll ein Trainerduo den Neustart in der 1. Kreisklasse Osterholz wagen. Künftig wird Aboubakar „Pepe“ Diomande den Trainerposten übernehmen, assistiert wird er von Tobias Blumenthal. Mit Diomande und Blumenthal bringt Pennigbüttels Spartenvorstand Olaf Windhorst ein Duo zusammen, das sich bereits seit vielen Jahren kennt und einst beim FC Worpswede zwei Jahre gemeinsam in der Landesliga Lüneburg aufgelaufen ist.

Später wechselte erst Blumenthal von den Grün-Weißen zu den Lila-Weißen, Diomande folgte kurze Zeit später. Der 34 Jahre alte Tobias Blumenthal zog sich im vergangenen Jahr bei einem Ü32-Spiel einen schwerwiegenden Kreuzbandriss zu und hat seine Laufbahn danach beendet. Pepe Diomande (37) hingegen bringt seinen Spielerpass mit zu den „Kometen“ und kann sich auch den ein oder anderen Einsatz vorstellen. „Wir sind sehr glücklich mit dieser Lösung“, sagt Olaf Windhorst, „sowohl Pepe als auch Tobias kennen die Pennigbütteler Mentalität.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+