Weltweite Initiative

Osterholz-Scharmbeck ist Mayors-for-Peace-Mitglied

Osterholz-Scharmbeck ist nun auch offiziell Mayors-for-Peace-Mitglied. Die Entscheidung dazu fiel einstimmig aus.
20.01.2021, 05:38
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Valek

Osterholz-Scharmbeck. Die Stadt Osterholz-Scharmbeck ist seit Ende 2020 nun auch offiziell Mitglied des Friedensbündnisses „Mayors for Peace – Bürgermeister für den Frieden“. Das teilt Verwaltungssprecherin Lisanne Matthiesen mit. Die Entscheidung, dem Bündnis beizutreten, fassten die Ratsmitglieder bereits anlässlich einer Sitzung im September. Das Votum fiel einstimmig aus.

Für den Beitritt hatten sich im August 2020 insgesamt 18 Osterholz-Scharmbecker in einem Schreiben an die Stadtratsfraktionen ausgesprochen. Zu den Initiatoren zählt Elke Lies. Die Entscheidung, auch die Kreisstadt dem Bündnis beitreten zu lassen, sei anlässlich eine nächtlichen Gedenkveranstaltung zum Atombombenabwurf auf Hiroshima entstanden. Das Treffen hatte auf dem Scharmbecker Marktplatz stattgefunden. Noch in der Nacht habe man eilig den Brief verfasst, der daraufhin an die Fraktionen verschickt worden sei. In der Ratssitzung am 17. September 2020 dann sprachen sich Mitglieder aller Stadtratsfraktionen für den Beitritt aus. Nachdem wochenlang nichts zum Thema zu hören war, fragte Lies im Planungsausschuss im Dezember anlässlich der Einwohnerfragestunde noch einmal nach dem Stand der Dinge. Im Bündnis „Mayors for Peace“ sind weltweit Städte vereint, die sich der Friedensarbeit verschrieben haben. Hintergrund ist, dass Bürgermeister unter anderem für die Sicherheit und das Leben der Bürger verantwortlich sein sollen. Bürgermeister Torsten Rohde lässt über seine Sprecherin mitteilen: „Ich habe das Vorhaben von Anfang an befürwortet und danke auch den Initiatoren für ihren Einsatz.“ Für den Sommer 2021 sei geplant, sich am jährlich stattfindenden „Flaggentag“ zu beteiligen. „An diesem Tag werden wir die grüne ‚Mayors-for-Peace-Flagge‘ vor dem Rathaus hissen“, kündigt Rohde an. Die Organisation „Mayors für Peace“ ist 1982 vom Bürgermeister Hiroshimas gegründet worden. Das internationale Netzwerk hieß damals noch „Programm zur Förderung der Solidarität der Städte mit dem Ziel der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen“. 1991 wurde „Mayors for Peace“ vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen als Nichtregierungsorganisation registriert. Inzwischen gehören dem Netzwerk knapp 8000 Städte und Gemeinden aus 165 Ländern (Stand: Januar 2021) an. In Deutschland sind bereits mehr als 600 Mitglieder dem Bündnis beigetreten. Die Landeshauptstadt Hannover ist eine der Vizepräsident- und Exekutivstädte des Bündnisses und „Lead City“ für Deutschland, wie die Stadtverwaltung Osterholz-Scharmbeck weiter mitteilt.

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