Kreisseniorenbeirat

"Sicherheitsanforderungen an Impfstoff sind hoch"

Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Kreisseniorenbeirates steht das Corona-Pandemie-Management durch den Landkreis Osterholz. Zu Gast: der Leiter des Gesundheitsamtes.
21.06.2021, 18:00
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Von Friedrich-Wilhelm Armbrust
"Sicherheitsanforderungen an Impfstoff sind hoch"

Boris Friege, Leiter des Gesundheitsamtes, erklärte dem Kreisseniorenbeirat das Corona-Pandemie-Management des Landkreises Osterholz.

Christian Kosak

Osterholz-Scharmbeck. Das Thema Corona beschäftigte nun auch die Mitglieder des Kreisseniorenbeirates. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Boris Friege, informierte sie bei ihrer jüngsten Sitzung über das „Corona-Pandemie-Mangement im Landkreis Osterholz“. Dabei gab er dem Gremium zugleich einen Überblick über die Aufgaben des Gesundheitsamtes: Friege sprach von den „acht Armen“ des Amtes. Das seien unter anderem Infektionshygiene und Gesundheitsschutz, zahnärztlicher sowie ärztlicher Dienst und sozialpsychiatrischer Dienst. 

Das Gesundheitsamt übernehme auch die „Wächterfunktion im Infektionsschutz“. Deren Ziel sei es, Infektionsketten zu durchbrechen, um weitere Infektionen zu verhindern. Die Infektions-Schutz-Aufgaben des Gesundheitsamtes in der Pandemie bestehen laut Friege auch in der Kontakt-Personen-Nachverfolgung, im Ausbruchsmanagement in Schulen, Kitas und Pflegeheimen sowie im Impfangebot und  in Bürgerinformationen.

Weiter ging der Mediziner darauf ein, ab wann jemand als immun gelte. Immun sei eine Person etwa Monate nach einer Erkrankung und Genesung, nach einer vollständigen Impfung und nach einer Erkrankung plus einer Impfung. Dabei verwies Friege darauf, dass es zwar keine Impfpflicht gebe und diese auch nicht geplant sei. Aber ohne Corona-Impfung sei mit einer Ansteckung und Erkrankung an Covid-19 zu rechnen. Außerdem wäre es möglich, dass nicht-geimpfte und nicht-genesene Personen mit Einschränkungen leben müssten. Etwa dadurch, dass sie an bestimmten Aktionen nicht teilnehmen könnten beziehungsweise nur dann, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können. 

„Das Risiko durch eine impfpräventable Krankheit ist allgemein größer als durch die Impfung“, betonte er. Impfpräventable bezieht sich auf eine Krankheit, der durch Impfen vorgebeugt werden kann. Die Sicherheitsanforderungen für Impfstoffe seien besonders hoch hinsichtlich Zulassung, Aufklärung und Haftung. „Das war sehr gut gemacht und angemessen“, dankte  Hans Jürgen Rabenstein, Beiratsvorsitzender, Friege für den Vortrag.

Ein anderes Thema in Sitzung: Seniorentickets. Es solle analog zu den begünstigten VBN-Tickets für Junioren auch Seniorentickets geben, so Rabenstein. Gerade im Übergangsbereich Niedersachsen/Bremen sei eine Fahrt relativ kostspielig. „Der Kreisseniorenbeirat wird dieses Thema weiter verfolgen.“ Der Beirat stimmte außerdem dem Antrag zu, den Kranken- und Altenpflegebereich in die öffentliche Hand zurückzuführen. Der Landes-Senioren-Beirat soll sich dafür stark machen.

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