Fußball-Bezirksliga Lüenburg 3

Pennigbüttel hält TSG mit 4:1 auf Distanz

Ein Joker-Tor in der Nachspielzeit löste beim SV Komet Pennigbüttel noch eine jubelnde Spielertraube aus. Die Lila-Weißen besiegten die TSG Wörpedorf in der Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3 deutlich mit 4:1.
31.03.2019, 20:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Reiner Tienken
Pennigbüttel hält TSG mit 4:1 auf Distanz

Erzielte den Treffer zum 4:1-Endstand für die "Kometen": Robin Krüger (hier auf einer Archivaufnahme).

Tobias Dohr

Pennigbüttel. Ein Joker-Tor in der Nachspielzeit löste beim SV Komet Pennigbüttel noch eine jubelnde Spielertraube aus. Die Elf um Torwart Ole Pasbrig zwang die TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf in der Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3 deutlich mit 4:1 (1:1) Toren in die Knie. Robin Krüger erhielt nur Minuten nach seiner Einwechslung mit seinem Joker-Treffer noch die Glückwünsche von seinen Teamkollegen.

Ein Laie hätte am Spielfeldrand vermutlich auf ein vereinsinternes Duell SV Komet Pennigbüttel gegen SV Komet Pennigbüttel ausgemacht. Beide Teams gingen nämlich in Trikots des Gastgebers in das Kräftemessen. Was war geschehen? Schiedsrichter Bilel Biourkhis (TB Uphusen) beauftragte den Gast damit, ein anderes Outfit zu präsentieren. Die beiden Trikotfarben lila (Komet) und dunkelblau (TSG) waren dem Unparteiischen bei Sonnenschein zu ähnlich. Die Wörpedorfer liefen so im Kreisduell mit den weißen Ersatztrikots des SV Komet Pennigbüttel auf.

Die Partie begann so ganz nach dem Geschmack der Gäste. Bereits der erste TSG-Angriff trug Früchte. Dave Rothwell setzte vor dem 0:1 den Torschützen Leonard Behrens klug in Szene (3.). Die Pennigbütteler hatten am frühen Rückstand spürbar zu knabbern. Ohnehin lieferten sich die beiden Kreisvertreter ein Duell, das allenfalls Kreisliga-Niveau besaß. Brotlose Kunst sorgte hüben wie drüben für einen geringen Unterhaltungswert. Die größere Spielinitiative entwickelten zweifelsohne die Platzherren. Julian Michaelis hatte das 1:1 mehrfach auf dem Schlappen (27./29.). Eine Unsicherheit von Benjamin Ostrowski spielte den Lilahemden noch vor der Pause in die Karten.

Der TSG-Torhüter klatschte einen Freistoß von Gero Thiel nur ab. Amed Fadika war im Nachsetzen Nutznießer (36.). Fünf Minuten zuvor fand der emsige Tim Weinmann in aussichtsreicher Position in Benjamin Ostrowski im TSG-Tor noch seinen Meister (31.). Tim Weinmann ließ sich als Angreifer häufig ins Mittelfeld fallen, entwickelte mit viel Aufwand wenig Fortune im Abschluss. Bezeichnend dafür stand Weinmanns Abschluss nach 35 Minuten. Nico Schulze blockte den Schuss des Pennigbüttelers noch in höchster Not.

„Gute Aktion, klasse gespielt“, lobte gegenüber TSG-Trainer Marco Miesner nach einer gelungenen Ballstafette über Erik Marks, Dave Rothwell und Leonard Behrens. Der Schuss von Leonard Behrens wurde vom Gastgeber gerade noch zur Ecke geblockt (42.). Der SV Komet Pennigbüttel zeigte auch nach dem Wechsel mehr Zug zum Tor als der Gast. Rafael Monsees leitete die Führung ein. Tobias van Bree nahm per Kopf zum 2:1 präzise Maß (48.). Die Wörpedorfer starteten oft nur Entlastungsangriffe. „Zwölf Leute sind einer Bezirksliga-Mannschaft eben nicht würdig“, fand Marco Miesner eine Erklärung für die niveauarme Auseinandersetzung. Mit den Gebrüdern Bjarne und Timon Schnakenberg sowie Jendrik Blanke fehlten beim Aufsteiger wieder einmal Schlüsselspieler.

Die tonangebenden Kometen durften sich erst in der Schlussphase in Sicherheit wiegen. Amed Fadika versenkte einen an Julian Michaelis verursachten Foulelfmeter zum 3:1 (77.). Robin Krüger setzte das Sahnehäubchen. Unter dem Jubel seiner Mitspieler schlug ein Flugball von Krüger, der bereits beim 3:1 der „Kometen“-Reserve im Spiel zuvor gegen den 1. FC Osterholz-Scharmbeck doppelt getroffen hatte, zum 4:1 im langen Eck ein (90.+2). „Wir sind einfach froh, dass wir durchkommen. Heute hat nur ein Sieg für die Seele gezählt“, hakte SV-Trainer Marco Meyer das Erfolgserlebnis rasch ab. Einziger Wermutstropfen für die Kometen war nach einem Foulspiel die fünfte Gelbe Karte für Doppel-Torschütze Amed Fadika.

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