Fußball-Bezirksliga 3

„Rollis“ Rückkehr

Für Rolf Bauer ist es die Rückkehr an seine langjährige Wirkungsstätte: Als Co-Trainer tritt er mit seinem SV Lilienthal-Falkenberg auf eben jenem Platz an, auf dem seine Laufbahn einst als F-Junior begann.
25.10.2018, 17:14
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von jan-henrik Gantzkow
„Rollis“ Rückkehr

Rolf Bauer (hinten rechts) als Co-Trainer in Lilienthal mit Chef-Coach Manuel Weinrich (hinten links), Torwarttrainer Stefan Adler und einigen Neuzugängen zu Saisonbeginn.

Thomas Müller

Lilienthal/Scharmbeckstotel. Es ist ziemlich genau ein Jahr her, da endete die bis dato so erfolgreiche und innige Liaison zwischen dem ATSV Scharmbeckstotel und dessen langjährigem Erfolgscoach Rolf Bauer ziemlich plötzlich. Nur wenige Monate nach dem souveränen Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga trennte sich der Verein nach schwachem Saisonstart vom langjährigen Erfolgscoach, der im Sommer 2014 die erste Mannschaft übernommen hatte. Am kommenden Sonntag kehrt „Rolli“, wie sie ihn beim ATSV liebevoll nannten, nun erstmals zurück in seine alte sportliche Heimat – als Co-Trainer des Ligakonkurrenten SV Lilienthal-Falkenberg.

Auch wenn sich seine Vereinsfarben geändert haben, hat sich Bauer seine Bodenständigkeit bewahrt: „Ich will da gar kein großes Thema daraus machen. Es geht nicht um meine Person, sondern um drei ganz wichtige Punkte, die wir mit Lilienthal holen wollen“, erklärt Bauer vor seinem ersten Spiel gegen die alte Liebe. Dass es für ihn trotzdem kein alltägliches Spiel wird, leugnet er nicht. „Ich lebe weiterhin in Scharmbeckstotel und der ATSV ist immer noch der Verein, für den ich 13 Jahre lang von der F-Jugend bis zur ersten Herrenmannschaft gute Arbeit geleistet habe. Natürlich guckt man immer noch, wie die Jungs gespielt haben und freut sich mit. Ich hege überhaupt keinen Groll und wünsche dem Verein nichts Schlechtes“, so Bauer.

Dass war auch nicht anders, als er vor knapp zwölf Monaten über die angestrebte Trennung informiert wurde. „Selbstverständlich reißen nach so langer Zeit Wunden auf, die erst mal heilen müssen und man braucht Zeit. Dann habe ich mich aber sehr über den Klassenerhalt gefreut und Philipp Meinke auch gratuliert. Da gibt es keine Probleme und ich freue mich vielmehr auf viele alte Gesichter“, zeigt sich Rolf Bauer als fairer Sportsmann.

Und das weiß man auch bei seinem alten Team zu schätzen: „Wir haben uns noch einmal zufällig getroffen und ausgesprochen. Zwischen uns ist alles gut und wir freuen uns sehr, Rolf wieder auf unserer Anlage begrüßen zu dürfen“, blickt ATSV-Kapitän Eike Pupat dem Wiedersehen entspannt entgegen. Genug Brisanz birgt das Duell auch ohne die Personalie Bauer ohnehin schon – schließlich stecken beide Teams aktuell im Tabellenkeller fest. „Im Endeffekt ist es für beide Mannschaften eine enorm wichtige Partie und deswegen ist auch zweitrangig, wer da auf der Bank sitzt“, lenkt der Mannschaftsführer den Blick auf das sportliche Geschehen.

Und das tut auch Rolf Bauer, dessen Team nach durchwachsenem Saisonstart nur fünf Punkte vor dem Schlusslicht aus Scharmbeckstotel steht. „Wir hatten einige Ausfälle und die neuformierte Mannschaft befindet sich weiterhin in der Findungsphase, aber ich sehe eine gute Entwicklung“, hofft er auf eine Bestätigung der jüngsten Leistung gegen Bassen. Persönlich benötigte er dagegen kaum Eingewöhnungszeit.

Weder im neuen Verein, noch in der neuen Rolle: „Die Struktur im Verein ist unglaublich gut. Der Vorstand, der Teammanager und die freiwilligen Helfer machen einen super Job. Das macht richtig Spaß. Und auch die Arbeit mit Manuel Weinrich ist super. Er ist ein toller Trainer und wir arbeiten perfekt zusammen. Ich habe mich ja auch bewusst für die Rolle als Co-Trainer entschieden und bereue diesen Schritt nicht“, strahlt Bauer über die neue Aufgabe im neuen Umfeld. Bevor er aber weiter an der dortigen Zukunft mitwirkt, steht erst mal eine Reise in die eigene Vergangenheit an.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+