Spielplatz in Pennigbüttel

Ein Platz mit natürlichen Attraktionen

Es fehlt eine Schaukel, und die Sandkiste kam auch nicht so gut an, aber dafür konnte der Spielplatz an der Dietrich-Speckmann-Straße in Pennigbüttel unsere Tester mit Attraktionen ganz anderer Art überzeugen.
05.11.2020, 13:19
Lesedauer: 2 Min
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Von Christa Neckermann

Pennigbüttel. In Pennigbüttel, gegenüber der Kreisstraßenmeisterei und dem Städtischen Bauhof geht es links ab in den St.-Willehadus-Weg. Gleich die erste Straße rechts ist die Dietrich-Speckmann-Straße, eine ruhige Vorstadtstraße mit gepflegten Einfamilien-Häusern. Knapp hinter einer Biegung nach links versteckt, führt ein schmaler Fußpfad auf einen schönen Spielplatz, den die zwölfjährige Hannah, der zehnjährige Timon und die siebenjährigen Zwillinge Momo und Romy heute ausprobieren wollen. Auf dem Gelände stehen den Kindern ein Rutschturm, der wie ein auf Strand gelaufener Schiffsrumpf aus dem Boden zu ragen scheint, eine Stehwippe, eine Federwippe für Kleinkinder und eine Sandkiste mit Sandspielgeräten zur Verfügung. Neben den Spielgeräten bietet der Platz auch zwei „natürliche“ Attraktionen: einen Walnuss- und einen Esskastanien-Baum. Für Begleitpersonen steht zudem ein aus Baumstämmen gebildeter Picknickplatz mit zwei Bänken und einem Tisch zur Verfügung.

Doch zunächst schwärmen die vier aus, um den Platz zu erkunden. „Wieder kein Karussell, und eine Schaukel gibt es auch nicht!“, moniert Hannah. Timon hat schon wieder das Rutschen-Klettergerüst erklommen – über die schwierigere Seite. Der Junge ist wie eine Katze – wo auch nur ein Finger und eine Zehe Halt finden, schafft er es nach oben. Die Mädchen dagegen vergnügen sich auf der Stehwippe. Während Momo und Romy jeweils an einem Ende stehen, läuft Hannah auf der Holzfläche hin und her, verändert so das Gewicht und bringt mal die eine, dann die andere Schwester nach oben.

„Wollen wir wieder Parcours spielen?“, fragen die Zwillinge. Aber da an diesem Nachmittag auch noch kleine Nachbarkinder auf dem Spielplatz unterwegs sind, ist diesmal schlecht möglich, was auf einigen anderen Spielplätzen schon gut funktioniert hat. Als Hannah den Esskastanien-Baum entdeckt, haben die Kinder schnell eine andere wichtige Beschäftigung: Sie helfen Sarah Schulte, die Früchte aus den großen, runden, stacheligen Hüllen zu befreien. „Wenn wir die Maronen auf der runden Seite mit einem Messer kreuzweise einritzen und sie dann im Backofen bei 200 Grad für 20, 25 Minuten rösten und dann schälen, können wir sie essen“, weiß Sarah. Aber aufgepasst: Die Maronen sind sehr heiß, wenn sie aus dem Ofen kommen. „Oder wir gucken im Internet, ob es da noch andere Rezepte gibt“, schlägt Hannah vor.

Der Spielplatz an der Dietrich-Speckmann-Straße hat auch einen „Hinterausgang“, der ebenfalls wieder auf die Speckmannstraße mündet. Dort steht ein Walnussbaum, der schon etliche Früchte verloren hat. „Kommt, die nehmen wir mit und essen sie zu Weihnachten“, schlagen Momo und Romy vor.

Während die Kinder rund um die Dietrich-Speckmann-Straße den Spielplatz bequem mit dem Rad oder zu Fuß erreichen können, müssen Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, in dem engen Wohngebiet nach Parkplätzen suchen. Aber es lohnt sich, versichern die Kinder: Timon vergibt 2,5 Gummibärchen für den Spielplatz, Romy zwei Gummibärchen und Momo gar drei. Hannah vergibt auch 2,5 Gummibärchen, sodass der Platz insgesamt 2,5 Gummibärchen vom Tester-Quartett erhält. Von den Spielgeräten haben den Kindern das Rutschen-Klettergerüst und die Stehwippe gefallen, die Sandkiste fand nicht soviel Anklang, und die Tatsache, dass es keine Schaukel gab, führte zu Punktabzügen. „Aber der Esskastanien- und Walnussbaum sind toll“, sind sich alle einig.

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