Fußball-Bezirksliga 3 Spitzenreiter bestraft Fehler eiskalt

Spitzenreiter FC Hambergen unterstrich einmal mehr, warum er mit voller Punktzahl ganz oben steht. Gastgeber Scharmbeckstotel kassierte beim 0:6 eine herbe Klatsche – nicht die erste in dieser Saison.
16.09.2018, 21:05
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Thiemann

Scharmbeckstotel. Das Auftreten der FC Hambergen bleibt meisterlich. Auch beim tiefstehenden ATSV Scharmbeckstotel, der nicht wie ein Tabellenletzter auftrat, zeigten die „Zebras“ keine Gnade. 6:0 (2:0) gewann der FCH, der somit auch weiterhin von der Tabellenspitze grüßt. Und dabei wehrte sich Scharmbeckstotel lange Zeit gut. Es entwickelte sich das erwartete Spiel. Hambergen übernahm die Kontrolle, fand aber zu selten klare Lösungen gegen die Deckung der Hausherren. Nach einem feinen Pass von Keno Liebschner hätte Dennis Heineke nach rund 15 Minuten eigentlich treffen müssen, verpasste jedoch klar. „Den macht er sonst mit verbundenen Augen“, ärgerte sich Eric Schürhaus, der bis zur 33. Minute auf die Führung seiner Elf warten musste.

Eine Ecke von Frederik Nagel segelte durch den ATSV-Strafraum. Am zweiten Pfosten stand Heineke schließlich goldrichtig und schob ein (33.). Doch „Heini“ hatte noch nicht genug. Nach flacher Hereingabe von Liebschner – Justin Hülsmann hatte den Ball im Aufbau verloren – musste er nur noch den Fuß zum 2:0 hinhalten (40.). Von den Gastgebern war offensiv fast gar nichts zu sehen.

Das änderte sich im zweiten Durchgang nicht, auch wenn gleich die erste Aktion dem ATSV gehörte. Nach einem zu kurz geratenen Rückpass von Luka Muskee auf Torwart Ivo Kiekhöfer versuchte Marcel Müller den Ball zu erreichen, traf allerdings nur Kiekhöfer, der die Kugel schon weggedroschen hatte. Für den Hamberger Torwart war die Partie nach dem Zusammenprall gelaufen, für ihn kam Dirk Böttjer, der eigentlich freigespielt werden sollte, um bei der Zweiten auszuhelfen (51.).

Wie schon im ersten Durchgang dauerte es aber wieder, bis Hambergen den Schlüssel gegen die massierte Defensive der Scharmbeckstoteler fand. Finn-Niklas Klaus fasste sich ein Herz und drosch das Spielgerät aus gut 20 Metern traumhaft in den linken Winkel zum 3:0. Danach war der Bann gebrochen.

Liebschner traf zweimal fast identisch. Beide Male hatte Nagel perfekt durchgesteckt. Der Neuzugang vom ASV Ihlpohl war jeweils eiskalt geblieben und hatte in starker Stürmermanier eingeschoben. Den Schlusspunkt setzte Nagel dann selbst. Eine Flanke von Klaus drückte er zum halben Dutzend über die Linie. Scharmbeckstotels Defensive hatte mittlerweile Auflösungserscheinungen.

Timo Wesemann, der den erneut kranken Philipp Meinke an der Seitenlinie vertrat, war bedient: „Bei 4:0 hätte ich noch gesagt, das geht in Ordnung. Aber die zwei Dinger in zwei Minuten zum Schluss waren unnötig.“ Gerade die individuellen Fehler, die zur 2:0-Pausenführung geführt hatten, kreidete er seiner Elf an: „Die werden natürlich bestraft. Ansonsten haben wir es gut gemacht.“

Schürhaus war mit dem 6:0 seiner Mannschaft erwartungsgemäß zufrieden: „Das war ein grundsolider Auftritt von uns. Am Anfang hatten wir etwas Probleme, doch ich denke, wir haben eindrucksvoll gezeigt, warum wir Tabellenführer sind. Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“

Am nächsten Spieltag trifft der FC Hambergen daheim auf den Aufsteiger SV Ippensen. Mit einem weiteren Sieg würden die „Zebras“ ihre Siegesserie zum Start dann gleich auf sieben Partien ausbauen. Der ATSV Scharmbeckstotel trifft auswärts auf Hülsen und braucht dringender denn je einen Dreier, sonst wird es eine ganz schwere Restsaison.

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