Fußball-Bezirksliga Lüneburg Stadtderby geht an den SV Pennigbüttel

Tim Weinmann entscheidet das Derby gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck zu Gunsten des SV Pennigbüttel - und sorgte gleichzeitig dafür, dass der VSK nun am Tabellenende angekommen ist.
14.10.2019, 12:25
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Stadtderby geht an den SV Pennigbüttel
Von Tobias Dohr

Osterholz-Scharmbeck. Der VSK Osterholz-Scharmbeck ist am vorläufigen Tiefpunkt seiner jüngsten Negativserie angekommen. Die 0:1 (0:1)-Heimniederlage im Stadtderby gegen den SV Komet Pennigbüttel war nicht nur die sechste Niederlage in Folge, sie beförderte die Kreisstädter vorerst auch ans Tabellenende der Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3, da der TV Oyten zeitgleich bei Rot-Weiß Achim erstmals gewann.

Entsprechend mies war die Stimmung im VSK-Lager. Trainer Oliver Schilling hatte seine Mannschaft sofort nach Spielende in die Kabine beordert und ließ anschließend – im Gegensatz zu vielen anderen verlorenen Partien zuvor – diesmal kein gutes Haar an seinem Team: „Das war heute wirklich kein gutes Spiel, die Jungs hatten viel zu wenig Spannung, viel zu wenig Leidenschaft. Das war einfach nur Schrott.“

Schillings Trainerkollege Malte Jaskosch hingegen war absolut zufrieden mit dem Verlauf der 90 Minuten. Nach dem wichtigen 5:0 über Oyten am Mittwochabend legten die „Kometen“ den nächsten wichtigen Dreier nach. „Außer in den letzten zehn Minuten, wo man den Jungs die Müdigkeit vom Mittwochspiel angemerkt hat, hatten wir eine absolute Kontrolle und haben hinten so gut wie nichts zugelassen.“ Als Beleg für diese Aussage diente die erste Halbzeit, in der die Gastgeber erst in der 33. Minute das erste Mal richtig gefährlich vor dem Pennigbütteler Tor aufkreuzten. Stefan Hobbie spitzelte Dustin Hirsch aber im letzten Moment den Ball vom Fuß.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Lila-Weißen allerdings schon mit 1:0. In der 23. Minute hatte Bonce Ciftci seinen Gegenspieler Ali Dag aussteigen lassen und aus 23 Metern einfach mal abgezogen. Der keinesfalls besonders hart geschossene Ball senkte sich als Bogenlampe hinter dem zunächst überhaupt nicht reagierenden VSK-Torwart Malte Vollstedt und klatschte an die Latte. Der Abpraller sprang Tim Weinmann vor die Füße, der im Gegensatz zur VSK-Innenverteidigung genau darauf gelauert hatte und zur Pennigbütteler Führung einschob (23.).

Zehn Minuten vor der Pause jubelten dann die Hausherren, allerdings nur kurz, denn Joshua van Osten soll bei seinem Treffer im Abseits gestanden haben – was zumindest aufseiten des VSK für heftige Proteste sorgte. Überhaupt nahm das Stadtderby nun mehr und mehr Fahrt auf, vor allem emotional. An beinahe jeden Zweikampf reihten sich lautstarke Proteste, egal ob auf dem Platz oder von den Trainerbänken. Aber Fußball gespielt wurde auch noch zwischendurch. Azad Kurnaz scheiterte mit einem Distanzschuss am stark reagierenden Philip Böttjer, auf der anderen Seite scheiterte Tobias van Bree an VSK-Keeper Malte Vollstedt.

Oliver Schilling musste zur Pause dann zweimal wechseln. Neben dem angeschlagenen Fabian Thiel blieb auch Ali Dag in der Kabine. Der Rechtsverteidiger des VSK wandelte an der Grenze zur Roten Karte und hatte diese in der 24. Minute eigentlich auch schon einmal deutlich überschritten. Nach einem rüden Einsteigen gegen Bonce Ciftci stieg der VSK-Akteur anschließend mit voller Absicht auf den am Boden liegenden Pennigbütteler – Schiedsrichter Felix Bahr (Ahlerstedt), der alle Hände voll zu tun hatte mit dem Derby, beließ es in dieser Szene jedoch bei einer Gelben Karte.

Gefährliche Strafraumszenen sahen die rund 200 Zuschauer in der letzten halben Stunde kaum noch. Die „Kometen“ zogen sich zurück und machten die Räume eng, der VSK wurde zusehends hektischer in seinen Angriffsbemühungen und gab den Ball immer wieder leichtfertig her. Dennoch lag der Ball plötzlich im Netz der Gäste, doch Luca Mischnick war nach einem abgeklatschten Kurnaz-Schuss aus dem Abseits gestartet. So blieb es am Ende beim knappen Sieg der Gäste. „Die Jungs haben das taktisch super gelöst heute“, lobte SV-Trainer Malte Jaskosch sein Team, während Oliver Schilling nur zwei Ausnahmen in seinem Team gesehen hatte: „Wenn mit Dean Leskow und Björn Husmann zwei U19-Spieler noch am besten waren, dann sagt das einiges aus.“

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