Fußball-Bezirksliga Lüneburg

SV Pennigbüttel: Nur Weinmann verlässt die „Kometen“

Wohl dem, der seine Kaderplanung frühzeitig vorantreibt. Ungeachtet der Corona-Krise gab der SV Pennigbüttel nun bekannt, dass der komplette Kader für die kommende Saison zugesagt hat - mit einer Ausnahme.
19.03.2020, 12:08
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SV Pennigbüttel: Nur Weinmann verlässt die „Kometen“
Von Tobias Dohr
SV Pennigbüttel: Nur Weinmann verlässt die „Kometen“

Auf Wiedersehen, Pennigbüttel! Nach dieser Saison verlässt Tim Weinmann die "Kometen" und schließt sich wieder seinem Heimatverein SV Lemwerder an.

Tobias Dohr

Pennigbüttel. Die aktuelle Corona-Krise macht es den Fußballklubs derzeit schwer, die Planungen für die kommende Spielzeit voranzutreiben. Wohl dem also, der seine Hausaufgaben schon jetzt weitgehend gemacht hat. So wie beispielsweise der SV Komet Pennigbüttel. Der Klub aus der Bezirksliga Lüneburg 3 konnte noch vor der vorübergehenden Aussetzung des Punktspielbetriebs Vollzug melden: Der gesamte Kader der Lila-Weißen hat seine Zusage für die kommende Spielzeit gegeben. Bis auf eine Ausnahme.

So wird Tim Weinmann die „Kometen“ zum Ende der Saison nach zwei Jahren wieder verlassen. Den bulligen Stürmer zieht es zurück zu seinem Heimatverein SV Lemwerder. Die Nordbremer zieren derzeit abgeschlagen den letzten Platz der Bremer Landesliga und wollen in der Bezirksliga den Neustart versuchen. Dabei soll und will der 26 Jahre alte Weinmann eine tragende Rolle spielen. Bei der Entscheidung, das Team von Trainer Malte Jaskosch zu verlassen, hat auch der erhebliche Aufwand eine Rolle gespielt, den Weinmann seit anderthalb Jahren betreibt, um nach Pennigbüttel zu kommen.

„Dass Tim das überhaupt so lange so gewissenhaft durchgezogen hat, verdient den allergrößten Respekt“, lobt Spartenvorstand Olaf Windhorst seinen Spieler. Weinmann wohnt auf der anderen Weserseite Richtung Hude und musste für jede Einheit mit der Fähre übersetzen. Dennoch hat sich der 26-Jährige in den vergangenen Jahren voll eingebracht und wurde zu einem wichtigen Faktor im Spiel der „Kometen“. In der vergangenen Spielzeit kam der Angreifer auf 30 Einsätze und erzielte dabei acht Treffer. In der aktuellen Spielzeit stehen bislang 14 Einsätze und sechs Tore in der Statistik.

Außer Weinmann können Windhorst und Jaskosch aber den kompletten Kader zusammenhalten. Und das ist ganz im Sinne der Verantwortlichen: „Wir werden unseren Weg mit jungen Spielern konsequent weitergehen“, sagt Windhorst mit Blick auf Akteure wie Marcel Murken oder Luca Boschen. Diese Spieler sollen sich auch im kommenden Jahr entwickeln und langsam zu neuen Stützen der Mannschaft werden. Und dafür brauchen sie Spielzeit. Und genau die sollen sie auch bekommen. „Deshalb werden wir mit Blick auf die Kadergröße sicher nicht noch fünf bis sechs Neuzugänge dazuholen, sondern uns eher punktuell noch verstärken“, sagt Windhorst. Man sei derzeit in diversen Gesprächen, könne diese aber ganz entspannt führen. „Selbst wenn wir da jetzt nicht in den nächsten zwei, drei Wochen Klarheit reinkriegen, ist das angesichts der Zusagen des bestehenden Kaders kein Weltuntergang für uns“, so Windhorst weiter.

Es gibt allerdings auch weniger gute Nachrichten bei den Lila-Weißen. So hat sich Abwehrchef Stefan Hobbie im Testspiel gegen den FC Worpswede eine Knieblessur zugezogen, die im schlimmsten Fall mit einem Kreuzbandriss diagnostiziert werden könnte. Am 20. März steht der MRT-Termin an. Erst danach weiß man mehr. Einen Knieeingriff hat ein anderer Pennigbütteler bereits hinter sich. Jonas Krebs ließ sich nach seiner Verletzung in Schwanewede die Kniescheibe fixieren. Der Mittelfeldakteur hatte bereits vor sechs Jahren schon einmal große Probleme mit der herausgesprungenen Kniescheibe, die jüngst Operation solle die Gefahr eines weiteren Vorfalls nun minimieren.

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