Thema Zukunft Workshops, Simulationsspiel, Vorträge und Expeditionen

Geplant sind Workshops, ein Simulationsspiel, Vorträge und Expeditionen: Junge Leute aus Kirchenkreisen, Jugendliche von Fridays for Future sowie Kooperationspartner wollen sich des Themas Zukunft annehmen.
07.06.2021, 18:08
Lesedauer: 3 Min
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Von Friedrich-Wilhelm Armbrust

Osterholz-Scharmbeck. In einem weit gespannten Bogen wollen sich Interessierte  mit dem Thema Zukunft auseinandersetzen. Die Evangelische Jugend, der Kirchenkreis-Jugenddienst und Jugendliche von Fridays for Future laden dazu in das Gemeindehaus St. Willehadi, Am Kirchplatz 3, ein. Stattfinden sollen Workshops, Aktionen, Vorträge und Gottesdienst - und zwar von Freitag, 18. Juni, bis Sonntag, 20. Juni.

„Wichtig war uns, dass wir Fachleute dabei haben“, sagt Diakon Volker Austein. Mit im Boot sind deshalb die Abfall-Service Osterholz GmbH (Aso), der Naturschutzbund (Nabu) und die Repaircafé-Initiative Bremen. Los geht es nach Begrüßung und Abendessen mit der Polarforscherin Janin Schaffer. Die Wissenschaftlerin kommt vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Sie war mit auf dem Forschungsschiff „Polarstern“,  das mehrere Monate im Eis eingefroren war. Auf der Expedition von September 2019 bis Oktober 2020 erforschten Wissenschaftler aus 20 Nationen die Arktis im Verlauf der Jahreszeiten. Der Hintergrund: Je besser Wissenschaftler die Arktis kennenlernen, umso besser ist auch für sie der Klimawandel zu verstehen.

„Am Sonnabend geht es um Kopf, Herz und Hand“, fasst Austein zusammen. Ausgangspunkte seien biblische Anstöße zum nachhaltigen Umgang mit der Erde. Daran schließen sich verschiedene Workshops an.

Verschiedene Workshops

„Ökologischer Fußabdruck und Klima-Gerechtigkeit“ ist der Workshop der Fridays for Future-Aktivisten überschrieben. Jeder Mensch verbraucht jeden Tag Ressourcen: Essen, Trinken, beim Kochen, Telefonieren, im Internet surfen, Kleidung kaufen, in Bus  und Bahn oder beim Auto fahren. Der ökologische Fußabdruck beschreibt die Größe der Fläche, die auf der Erde benötigt wird, um all diese Ressourcen für eine Person bereit zu stellen. Dabei geht es auch um die Fläche, die für die Verwertung der Abfälle benötigt wird und die Fläche, die das ausgestoßene CO2 wieder binden soll. Unter dem Motto „Raus aus der Blase“ wollen die Fridays for Future-Initiatoren in die Innenstadt ziehen. Dort wollen sie Menschen darauf ansprechen und mit ihnen diskutieren, warum viele Menschen den Klimawandel zu ignorieren scheinen.

Simulationsspiel

Die Evangelische Jugend lädt dazu ein, sich spielerisch mit Ökolopoly mit einer nachhaltigen Zukunft auseinander zu setzen.  Das Umweltspiel bildet die Zusammenhänge zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt in einem Ballungsraum nach. Die Spielenden handeln als Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft. Sie versuchen dabei, das System von Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Umwelt in seinen Wechselwirkungen zu steuern.

Vor dem Gemeindehaus bietet am Sonnabend von 11 bis 18 Uhr die Repaircafé-Initiative Bremen ihre Hilfe an. Die Gruppe zeigt, wie kleine Elektrogeräte wieder in Schuss gebracht werden können. Das Café ist durchgehend von 11 und 18 Uhr geöffnet und offen auch für Gäste von außerhalb.

Am Sonnabendnachmittag kommt Annemarie Lampe von der Aso. Sie will unter anderem einen Film zeigen. Der vermittelt, woher die Rohstoffe für ein Handy kommen und wie viele für ein Handy gebraucht werden. „Man muss auch beim Handy global denken“, sagt Lampe. Ressourcen zu schonen, das sei anhand des Beispiels Handy gut zu verdeutlichen, glaubt sie.

Upcycling und ein Ausflug ins Moor

Weitere Workshops sind „Upcycling“ und „Moor erleben“. Beim Upcycling will der Kirchenkreisjugenddienst aus entleerten Milchkartons und Saftpackungen Geschenktüten und Stifthalter basteln. Antje Kappel  will im Auftrag von Nabu und Biologischer Station bei „Moor erleben“ einen Ausflug in ein geschütztes Hochmoor unternehmen. Und am Sonntag wollen alle Beteiligten laut Austein nach dem Gottesdienst darüber nachdenken, welche konkreten Konsequenzen für die Evangelische Jugendarbeit aus der Aktion gezogen werden können. „Das war dann Futur eins.  Was daraus wurde, soll im kommenden Jahr bei Futur zwei überprüft werden.“ 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter kirche-jugend.net oder bei Anne Puck, Telefon 04791/899854, oder bei Volker Austein unter der E-Mail-Adresse volker.austein@evlka.de und der Telefonnummer 04791/899855. Bis auf das Repaircafé ist eine Anmeldung notwendig.

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