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Titanic – wenn die Katastrophe ausbleibt

Der Untergang der Titanic mehrfach verfilmt und zum Thema von Schriftstellern geworden. Das Wildwux Theater fragte sich nun, was wäre gewesen, wenn der Eisberg geschmolzen wäre?
21.08.2018, 17:22
Lesedauer: 1 Min
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Von Friedrich-Wilhelm Armbrust
Titanic – wenn die Katastrophe ausbleibt
Christian Kosak

Osterholz-Scharmbeck. Die Straßenmusikerin Zwierbel alias Sophia Schützler (Foto) ist auf der Titanic gelandet. Dort lernt sie Pechvogel Bernd kennen. Durch ihr Treffen erwirbt sie sich eine Nichtsdestotrotz-Haltung. Die Beziehung von Zwierbel und Bernd ist eine von vielen in dem Stück „Titanic – Open-Air-Theater bis zum Eisberg“. Das Wildwux-Theater gastierte damit Sonntag an der Mühle von Rönn.

Ein Kreuzfahrtschiff sticht in See und steuert auf einen Eisberg zu. Der aber ist plötzlich geschmolzen. Sowohl das Zusteuern auf eine Katastrophe wie auch ihr plötzliches Ausbleiben wirft bei den Mitfahrenden Fragen und Entscheidungen auf. Entsprechend kommen den 16 Schauspielern Sätze wie: „Neinsager bleiben am Ende allein“ über die Lippen. Als feststeht, dass der Eisberg geschmolzen ist und die Menschen aus dem Rettungsboot wieder aufgenommen werden sollen, fragt ein anderer: „Wer wäre so krank, mutwillig Leute ersaufen zu lassen?“ Musikalisch setzte die Band „Zerreißprobe“ Akzente.

Wildwux ist ein Projekt des Bundes Deutscher Pfadfinder. Das Kollektiv ist aktuell mit Treckern und Zirkuswagen im Elbe-Weser-Dreieck unterwegs. Die künstlerische Leitung bei der Titanic-Aufführung hat der 29-jährige Lionel Tomm.

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