Fußball-Bezirksliga

TuSG Ritterhude hat in Pennigbüttel leichtes Spiel

Eine verschlafene erste Halbzeit und indiviuelle Fehler sorgten für klare Verhältnisse: Im Derby bezog der SV Pennigbüttel gegen die TuSG Ritterhude eine klare 1:3-Niederlage.
04.10.2020, 21:27
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
TuSG Ritterhude hat in Pennigbüttel leichtes Spiel
Von Dennis Schott
TuSG Ritterhude hat in Pennigbüttel leichtes Spiel

So entschlossen, wie hier Rafael Monsees (links) gegen Mirco Dressler, ging der SV Komet Pennigbüttel im Derby gegen die TuSG Ritterhude viel zu selten zu Werke.

Dennis Schott

Pennigbüttel. Das Derby gegen die TuSG Ritterhude hatte noch gar nicht begonnen, da hatte der SV Komet Pennigbüttel die erste Hiobsbotschaft zu verarbeiten. René Thiel, der für die Startelf vorgesehen war, gab Trainer Malte Jaskosch nach dem Aufwärmen das Signal, dass ein Einsatz für ihn nicht infrage kommt. Es sollte nicht die einzige schlechte Nachricht für die Pennigbütteler bleiben. Der Fußball-Bezirksligist leistete sich nämlich viel zu viele individuelle Aussetzer, um den Ritterhudern Paroli bieten zu können. Nach einer desolaten ersten Hälfte verloren die Lila-Hemden völlig verdient mit 1:3 (1:3).

Den ersten Lapsus leistete sich Torwart Philip Böttjer. Den nicht sonderlich platziert geschossenen Fernschuss von Kevin Müller lenkte Komets Schlussmann ins eigene Netz (17.), und Böttjer wusste seiner Reaktion nach zu urteilen selbst, dass er den Ball zumindest ins Toraus hätte ablenken müssen. Nur fünf Minuten später musste Böttjer erneut hinter sich greifen, als Niklas Kutz, sehenswert von Kevin Müller in Szene gesetzt, auf einmal frei vor Pennigbüttels Schlussmann auftauchte und diesem aus Kurzdistanz keine Chance ließ. Danach verschätzte sich Andreas Lühr komplett. Der Verteidiger sprang unter einem auftrumpfenden Ball hindurch, woraufhin der direkt hinter ihm stehende Mirco Dressler diesen Fauxpas umgehend nutzte und ins lange Eck zum 3:0 schob. Nicht einmal eine halbe Stunde war zu diesem Zeitpunkt gespielt.

Lesen Sie auch

Diese Führung war absolut verdient, und sie passte auch zum bisherigen Spielverlauf. Während vor allem Ritterhudes Kevin Müller in der Zentrale schalten und walten konnte, wie er wollte, und eine Reihe guter Angriffe initiierte, agierten die Hausherren viel zu lethargisch. Die Gegenwehr fehlte komplett, auch machten die Ritterhuder den von Beginn an wesentlich fitteren Eindruck. Für Coach Malte Jaskosch passte es zur Ironie des Spiels, dass es die Lila-Hemden waren, die die Führung auf dem Fuß hatten. Die aussichtsreiche Chance, die sich Magnus Siewert nach klugem Pass in den Rücken der Abwehr von Fabian Kauf bot, vergaben die Hausherren allerdings recht kläglich. „Aber am Sieg von Ritterhude gibt es nichts zu deuteln“, stellte Jaskosch hinterher klar. Pennigbüttels Coach wollte auch nicht die Ausrede gelten lassen, dass sein Team abermals stark ersatzgeschwächt und mit einigen angeschlagenen Spielern angetreten waren.

Mit diesen Sorgen waren die Pennigbütteler jedoch nicht allein. Die Personalsituation im TuSG-Lager war sogar so angespannt, dass Trainer Bastian Haskamp in Trikot, Hose und Stutzen am Seitenrand stand und sich für den Fall der Fälle eingewechselt hätte. „Nach vier Jahren Fußballpause ist es aber zum Glück nicht dazu gekommen“, meinte der TuSG-Coach, der allerdings dreimal wechseln musste. „Meine Jungs haben das ohne mich viel besser gemacht“, schob er zufrieden hinterher. Haskamp hatte in der Tat kaum etwas zu befürchten angesichts der Harmlosigkeit der Gastgeber, die eher unverhofft zum 1:3 kurz vor der Pause gekommen waren, als Eike Pupat im Nachsetzen traf.

Lesen Sie auch

Der Treffer hätte den Gastgebern noch einmal Auftrieb verleihen können. Allein: Die Kräfteverhältnisse blieben dieselben. Niklas Kutz per Fernschuss (48.) und Merten Hellman per Kopfball nach Ecke (55.) hatten bereits gute Gelegenheiten besessen, als Ünal Coskuns abgefälschter Schuss an den Pfosten klatschte (58.). Die Hausherren wussten dagegen nur ein einziges Mal für Gefahr zu sorgen, als Magnus Siewert statt einer Freistoßflanke direkt auf das kurze Eck zielte und nur den Außenpfosten traf (65.). Für die kurioseste Szene sorgte im direkten Gegenzug Ritterhudes Christian Barth, der Komet-Keeper Böttjer bereits umkurvte, den Innenpfosten traf und den Abpraller aus vier Metern neben das leere Tor setzte. Die Ritterhuder konnten es indes verschmerzen. „Ich denke, dass wir auch einfach das fittere Team heute waren“, meinte TuSG-Coach Haskamp nach dem zweiten Sieg in Folge.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+