„Unsere Vereine“: SV Komet Pennigbüttel

Bei 180? 50 Cent in die Kasse, bitte!

Ein „bunter Haufen“ ist das, der sich jeden Dienstag im Vereinsheim oder dem Anbau des SV „Komet“ trifft. Und das Niveau bei den Dartern der Lila-Weißen steigt kontinuierlich.
26.11.2020, 09:07
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Bei 180? 50 Cent in die Kasse, bitte!
Von Dennis Schott
Bei 180? 50 Cent in die Kasse, bitte!

Nachdem die Idee geboren war, ging es recht schnell. Seit Kurzem bietet der SV "Komet" Pennigbüttel auch Dart an.

Frank Thomas Koch

Mitunter kann es teuer werden. Bei den Dartern des SV „Komet“ Pennigbüttel ist es nämlich bereits lieb gewordene Tradition, dass alle anderen immer dann 50 Cent in die Kasse zahlen müssen, wenn einer 180 Punkte, die Höchstpunktzahl, erreicht. Oder „die 170 checkt“, wie es im Dartjargon so schön heißt. Dazu muss man wissen: Mit drei Würfen 180 oder 170 Punkte zu erzielen, ist im Dart nicht gerade einfach. Und selbstverständlich schon mal gar nicht. Aber im Vergleich zur Anfangszeit füllt sich die Kasse bei den „Kometen“ inzwischen wesentlich schneller.

Ein „bunter Haufen“ sei das, der sich jeden Dienstag im Vereinsheim oder dem Anbau des SV „Komet“ treffe, sagt Torben Klinder. Von 19 bis 49 Jahren sei jede Altersstufe vertreten. Mit acht weiteren Hobby-Dartern wollte der 33-Jährige vor einem Jahr Dart im Verein anbieten. „Die Idee gab es schon länger, weil man im Vereinsheim einfach besser darten kann als zu Hause“, erklärt Klinder.

Lesen Sie auch

Die Gründungscrew machte gleich Nägel mit Köpfen. Wählte einen Vorsitzenden, einen Kassenwart, vergab weitere Posten und machte „in erster Linie über Mundpropaganda“, so Klinder, auf sich aufmerksam. Und siehe da: Vier Wochen später waren es bereits 15 Aktive. Heute besteht die Gruppe aus 25 Spielern. Dabei ist die Entwicklung durch Corona erheblich erschwert worden.

Von einer eigenen Sparte kann dennoch nicht die Rede sein. „Noch nicht“, wie Vorsitzender Martin Wagener sagt. Schon bei der nächsten Hauptversammlung wollen Klinder und Co. einen entsprechenden Antrag stellen. Bei allem Hype um den Dartsport aktuell, wäre der SV „Komet“ Pennigbüttel dann nur einer von wenigen Vereinen im Kreis, die Dart im Angebot hätten.

Die Betonung auf „noch nicht“ trifft dabei auch auf die Teilnahme an einem Spielbetrieb zu. Denn noch haben sich Pennigbüttels Darter keinem Verband angeschlossen. Dieser Schritt will auch wohl überlegt sein. Denn schreibt man sich im Niedersächsischen Verband ein, wären die Wege im Vergleich zum Bremer Verband wesentlich länger. Ein Umstand, der nicht unbedingt auf Zustimmung stößt. Für die Teilnahme im Bremer Verband muss allerdings geklärt werden, ob Pennigbüttel nicht zu weit entfernt liegt. „Wir wollen erst noch prüfen, welche Möglichkeiten wir haben“, sagt Torben Klinder, der Ende September bereits die erste Vereinsmeisterschaft mit 23 Teilnehmern ausrichtete. Zum 100. Geburtstag im Sommer soll (sofern möglich) eine weitere folgen.

Fest steht jedenfalls, dass Pennigbüttels Darter ihrem Sport mit dem gebührenden Ernst begegnen wollen. Na klar, werde sich auch während des Trainings mal ein Bier bestellt, sagt Klinder. Womit das Klischee des Kneipensports bestätigt wäre. „Aber wir können danach noch alle mit dem Auto nach Hause fahren“, relativiert der 33-Jährige.

Und die regelmäßigen Treffen, bei denen im Übrigen auch Rene Windeler vom Dart-Zweitligisten DC Vegesack oft dabei ist, hätten sich bereits bemerkbar gemacht. „Die Leute sind viel besser geworden. Ich merke das an mir selbst, was ein halbes Jahr Training ausmacht“, versichert Klinder. Sehr wahrscheinlich also, dass es auch in Zukunft öfter in der Kasse klingeln wird.

Info

Zur Sache

Haben auch Sie in Ihrem Verein spannende Geschichten, über die es sich zu schreiben lohnt? Eine besondere Sparte, eine verrückte Anekdote, einen besonderen Erfolg, oder aber die im ganzen Klub bekannte Vereinslegende? Kontaktieren Sie uns über Email und schreiben Sie uns einfach einmal Ihre Ideen – dann können und werden wir auch Ihren Verein vielleicht demnächst an dieser Stelle einmal ausführlich präsentieren.

sport@osterholzer-kreisblatt.de.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+