Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3

VSK Osterholz-Scharmbeck gewinnt Derby viel zu deutlich

Nicht gut gespielt, aber trotzdem hoch gewonnen: Mit 5:0 setzte sich der VSK Osterholz-Scharmbeck gegen den ATSV Scharmbeckstotel durch
07.04.2019, 20:52
Lesedauer: 2 Min
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VSK Osterholz-Scharmbeck gewinnt Derby viel zu deutlich
Von Dennis Schott

Osterholz-Scharmbeck. Zufrieden waren die Fußballer des VSK Osterholz-Scharmbeck nicht. Das konnten sie auch nicht sein, dafür ließ das Spiel des Bezirksligisten zu viel zu wünschen übrig. Der Unmut über das dürftige Auftreten brach sich schließlich in der 30. Minute sogar in den eigenen Reihen Bahn. In der maulten sich Kevin Zilke und Denis Reimer gegenseitig an, nachdem ein Gegenspieler wegen eines Mißverständnisses zwischen den beiden an den Ball gekommen war. Kurze Zeit später platzte zudem VSK-Trainer Oliver Schilling der Kragen.

„Jungs, ich krieg Augenkrebs. Holt den Ball herunter, spielt flach“, grantelte er von der Seitenlinie. Zu diesem Zeitpunkt hatte in der Tat wenig darauf gedeutet, dass der Gastgeber das Stadtderby gegen den ATSV Scharmbeckstotel noch klar mit 5:0 (2:0) gewinnen würde. Aber die Gäste machten sich innerhalb von zwei Minuten so ziemlich alles kaputt. Hatte der Vorletzte zuvor mit einem couragierten Auftreten aufgewartet, so läuteten zwei schnelle Tore die am Ende zu hohe Niederlage ein. Beim 0:1 genügte ein langer Ball, um die gesamte Abwehr auszuhebeln. Juri Kiekhöfer schirmte den Ball gut gegen seinen Gegenspieler ab und überlupfte den herauseilenden ATSV-Keeper Nils-Linus Sievert (40.).

Kaum davon erholt, mussten die Gäste den nächsten Einschlag hinnehmen. Wieder war Kiekhöfer erfolgreich, nachdem sich Armin Prasuhn an der eigenen Strafraumgrenze einen kapitalen Ballverlust geleistet hatte (42.). Fast hätte das Team von Philipp Meinke vor der Halbzeit sogar noch das 0:3 schlucken müssen, doch der Kopfball von Felix Gartelmann prallte nur an den Innenpfosten. Das Spiel war auf den Kopf gestellt. Nicht, weil die Scharmbeckstoteler zuvor geglänzt hatten. Dies keineswegs. Aber sie hielten in einer vornehmlich kampfbetonten und spielerisch alles andere als ansehnlichen Partie gut dagegen – und besaßen dabei die im Ansatz gefährlicheren Aktionen.

Vor allem die Ecken von Jonas Krebs sorgten im VSK-Strafraum für erhöhte Alarmbereitschaft. Eine rauschte an Freund und Feind vorbei, ein anderes Mal legte Krebs von der Eckfahne für Eike Pupat ab, dessen Schuss knapp übers Tor ging, nachdem alle wieder mit einer scharfen Hereingabe auf den kurzen Pfosten gerechnet hatten. Hinzu kam, dass Krebs unmittelbar vor dem ersten Gegentor einen guten Linksschuss verzeichnete. „Normalerweise musst du mit einem 0:0 in die Pause gehen“, gab denn auch VSK-Trainer Oliver Schilling unumwunden zu. Er sprach von einem schwachen Spiel seiner Mannschaft - und bezog dabei auch die zweite Hälfte mit ein.

„Wir hatten keine Abläufe, waren nicht genug in Bewegung und waren insgesamt sehr einfallslos“, monierte er. Der Doppelschlag kurz vor der Pause spielte dem VSK jedoch insofern in die Karten, als dass sich gegen aufmachende Scharmbeckstoteler Räume ergaben. So führte ein Konter über Hussain Taha und den eingewechselten Ercan Polat, der sehenswert den Keeper überlupfte, zum 3:0 (60.). Die Gegenwehr war damit gebrochen. Und obwohl die Hausherren nun einem merklich angeknockten Gegner gegenüberstanden, blieben Kombinationen über mehrere Stationen Mangelware. Gleichwohl: Der kämpferische Einsatz stimmte. So war es auch eher dem energischen Nachsetzen geschuldet, dass der VSK durch den eingewechselten Noah-Leon Hilse auf 4:0 erhöhte. Dem Treffer gingen gleich mehrere Schussversuche der Gastgeber voraus (75.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Sergej Baitler per Kopf (89.).

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