VSK Osterholz-Scharmbeck Nach sinkenden Mitgliederzahlen jetzt wieder im Aufwind

Der VSK Osterholz-Scharmbeck wartete während seiner Jahreshauptversammlung mit erfreulichen Nachrichten auf. Die Mitgliederzahlen steigen wieder, und es wurde mehr eingenommen als ausgegeben.
28.11.2021, 20:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Friedrich-Wilhelm Armbrust

Osterholz-Scharmbeck. Von Worten des Dankes war die Jahreshauptversammlung des Osterholzer Vereins für Sport und Körperpflege (VSK) im Maribondo durchzogen. Vorsitzender Carsten Brinkmann wandte sich zunächst an die Ehrenmitglieder: „Sie tragen den Verein in ganz besonderer Weise“, machte er deutlich. Anschließend adressierte er seinen Dank an die Vorstandskollegen und alle Mitglieder, Sportler, Trainer, Fachabteilungsleiter und Übungsleiter. Sein „großes Dankeschön“ galte all denen, die in den Verwerfungen der Corona-Krise den Sportbetrieb aufrecht hielten, sagte er im Verlaufe der Versammlung. 

Allerdings bedauerte Brinkmann in seinem Jahresbericht, dass der Verein oft nur als „Dienstleister“ wahrgenommen werde. „Jeder sollte sich jedoch auch fragen, wer die Akteure hinter den Kulissen sind.“ Die kümmerten sich unter anderem um neue Übungsleiter und bemühten sich um Hallenzeiten. Insofern gebe es nur eine Adresse zu nennen: die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle, Tanja Motscha, Claudia Wetzel und die Bundesfreiwilligendienstleisterin Melanie Wittmershausen.

Sanierungsarbeiten

Als Knackpunkt machte der Vereinsvorsitzende aus, dass aufgrund von Sanierungsarbeiten drei Hallen nicht zur Verfügung stünden. Die Kinder der Outdoor-Sportarten wie Fußball und Leichtathletik möchten ihm zufolge zwar derzeit auch gerne in die Halle. „Aber das wird wohl noch ein Weilchen dauern.“

Weiter ging der Vorsitzende auf die Mitgliederentwicklung ein. „Die Corona-Pandemie hat auch unsere Mitgliederzahl schrumpfen lassen. Derzeit haben wir aber einen Zuwachs im Verein zu verzeichnen.“ Nichtsdestotrotz wünschte er sich einen weiteren Zulauf. „Wir sind aber immer noch der größte Sportverein im Landkreis Osterholz.“

Kassenwart René Gieschen informierte die Versammlung über die Jahresrechnung 2020. Ihm zufolge konnte der VSK 2020 gut 250.000 Euro einnehmen. Auf der Ausgabenseite seien gut 240.000 Euro zu verzeichnen. Unterm Strich komme man auf ein Plus von gut 10.000 Euro. „Das Plus ist entstanden, weil unter anderem keine Übungsleiter mehr bezahlt werden mussten“, so Gieschen.

Rechnungsprüfer Hans-Georg Tietjen sagte, dass hinsichtlich der Jahresrechnung „gute Arbeit geleistet“ worden sei. „Das war alles in Ordnung.“ Man habe nichts gefunden, was zu beanstanden wäre. Der Haushalt wurde einstimmig angenommen.

Müller für Motscha

Bei den Wahlen zum Vorstand entschied sich die Versammlung einstimmig für Thomas Müller als Zweiten Vorsitzenden. Er folgt Andreas Motscha, der nicht wieder kandidierte. Müller ist 36 Jahre alt und ein VSK-Kind. Er startete nach eigenen Worten mit Leichtathletik und Tischtennis, wechselte zum Fußball und gehört seit vier Jahren den Tauchern an.

Da Gieschen sich nicht zur Wiederwahl stellte, auch kein Wahlvorschlag für den Kassenwart anstand, blieb dieses Amt vorläufig unbesetzt. In Abwesenheit wählte die Versammlung einstimmig Christin Schmidtke zur Ersten Protokollführerin und Axel Neika zum Sozialwart. Pressewart bleibt David Jakesch.

Ehrungen, einer der wichtigsten und angenehmsten Tagesordnungspunkte, so Brinkmann, konnten coronabedingt nicht vorgenommen werden. Das soll am Donnerstag, 25. November, in einer Feierstunde bei Kaffee und Kuchen im Maribondo nachgeholt werden.

Ehrenrat

Der VSK hat einen fünfköpfigen Ehrenrat. Er soll die Tradition und das Ansehen des Vereins fördern und wahren. Außerdem hat er Streitigkeiten zu schlichten und gilt als Berufungs- und Entscheidungsinstanz. Helmut Meinke, Hans-Georg Tietjen und Reinhard Sterl standen zur Wiederwahl zur Verfügung. Jutta Menke und Heinrich Hallfeldt wollten dagegen nicht mehr kandidieren.

„Es gab in den letzten fünf Jahren kein Anlass, den Ehrenrat einzuberufen“, sagte Menke. Aber er müsse sein. „Es kann immer etwas eintreten.“ Dabei warb Menke dafür, dass der Ehrenrat „kein reiner Männergesangverein“ bleibe. Im Block wählte die Versammlung einstimmig den Rat neu mit Heiko Oetjen und Margrit Kugeler sowie mit den bisherigen Angehörigen Meinke, Tietjen und Sterl. Auch gegenüber dem Ehrenrat drückte Vorsitzender Brinkmann seine Wertschätzung aus.

Er nahm die Anregung Menkes auf, dafür zu sorgen, auch im VSK-Vorstand „mehr weiblichen Schwung“ hineinzuholen.

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