Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3

VSK Osterholz-Scharmbeck: Teammanager Markus Friedrichs hört auf

Nach acht Jahren hört Markus Friedrichs als Teammanager VSK Osterholz-Scharmbeck auf. "Ich werde dem Verein immer verbunden bleiben, aber ich möchte einfach noch mal etwas anderes machen“, begründet er.
28.05.2020, 10:16
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VSK Osterholz-Scharmbeck: Teammanager Markus Friedrichs hört auf
Von Tobias Dohr
VSK Osterholz-Scharmbeck: Teammanager Markus Friedrichs hört auf

So fing alles an: Im August 2011, damals spielte der VSK unter Trainer Günter Hermann noch in der Oberliga, trat Markus Friedrichs noch als Sponsor auf. Auf dem Foto sind von links zu sehen: Günter Hermann, Rainer Westphal, Markus Friedrichs, Peter Lubczynski, Hinrich Breden und Spartenleiter Reinhard Jordan. Ein Jahr nach dieser Aufnahme übernahm Friedrichs dann nach dem Rücktritt von Hinrich Breden den Posten als Teammanager bei den Grün-Weißen.

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Osterholz-Scharmbeck. Acht Jahre sind eine lange Zeit – erst recht als Teammanager eines Fußball-Amateurklubs. Eine ähnlich lange Amtszeit, wie sie Markus Friedrichs beim VSK Osterholz-Scharmbeck hat, können nur die wenigsten vorweisen. 2012 übernahm der selbstständige Handelsvertreter für Swiss Life Select den Posten des Teammanagers. Am 30. Juni wird diese Zeit nun zu Ende gehen. Friedrichs hat seinen Verein und die Mannschaft des Fußball-Bezirksligisten darüber in Kenntnis gesetzt, dass er mit Ablauf der Saison seinen Hut nehmen wird.

„Ich werde dem Verein immer verbunden bleiben und es sind viele Freundschaften entstanden, die auch weiter bestehen werden. Aber ich möchte einfach noch mal etwas anderes machen“, begründet Friedrichs seinen Rückzug. Dabei habe am Ende auch die Frage eine Rolle gespielt, ob ein Bezirksligist in der heutigen Zeit in diesem Umfang wirklich einen Teammanager benötigt. „Als ich damals hier angefangen habe, war die Situation ja eine komplett andere“, erinnert sich der 44-Jährige. Die Kreisstädter hatten sich nach der Steueraffäre 2012 gerade freiwillig aus der Oberliga zurückgezogen und starteten mit ihrem langjährigen und extrem erfolgsorientierten Coach Günter Hermann in der Landesliga.

In der Mannschaft tummelten sich noch immer Akteure wie Julian Stroppel, Sven Meinecke oder Peer Jaeckel. „Das war damals eine ganz andere Herangehensweise an den Fußball. Da hatte der Fußball einen ganz anderen Stellenwert“, erinnert sich Friedrichs gerne an diese Anfangsjahre zurück. Auch nachdem der VSK aus der Landesliga abgestiegen war, ist es stets Friedrichs Ziel geblieben, den Kreisstadt-Klub wieder in diese Liga zurückzubringen.

Doch mit jedem Jahr länger in der Bezirksliga reifte in dem Teammanager die Erkenntnis, dass dieses Ziel womöglich dauerhaft außer Reichweite gerät. „Da muss man der Realität dann auch irgendwann ins Auge sehen und sich eingestehen, dass das vielleicht nicht mehr umsetzbar ist“, sagt Friedrichs, der seinen persönlichen Ehrgeiz allerdings nur schwer herunterschrauben konnte – und wollte. Das merkte auch Abteilungsleiter Ralf Strömer in den vergangenen Monaten immer deutlicher. „Markus und ich waren und sind immer auf einer Wellenlänge gewesen und hatten eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit. Deshalb akzeptiere und respektiere ich seine Gründe komplett.“

Strömer ist sich sicher, dass Friedrichs nicht komplett aus dem Vereinsumfeld verschwindet, was auch der scheidende Teammanager selbst bestätigt: „Wenn es um Sponsorenfeiern geht oder auch mal darum, eine Torfkahnfahrt zu organisieren, dann werde ich ganz bestimmt Teil des VSK bleiben.“ Nur eben die Kaderplanung und vor allem die Gespräche mit den aktuellen Spielern und potenziellen Neuzugängen, die muss nun jemand anders übernehmen.

„In der Bezirksliga gibt es ja tatsächlich kaum noch Vereine, die einen Teammanager haben“, sagt Ralf Strömer. Deshalb wollen auch die Kreisstädter zukünftig diese Aufgaben auf andere Schultern verteilen. Der neue Herren-Coach Thorsten Westphal werde dies mit seinem Trainerteam übernehmen, Ralf Strömer helfend zur Seite stehen. „Natürlich hilft ein Teammanager auch in der Bezirksliga, aber er ist sicherlich kein Muss mehr.“ Und wenn er Bedarf hat, weiß er ja, an wen er sich wenden kann: „Ich glaube, Markus hat in seinem Telefonbuch Hunderte Spieler abgespeichert, da ist wirklich einiges an Nummern zusammengekommen in den letzten acht Jahren“, so Strömer.

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